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Er hat 3000 Spiele gepfiffen

FC Hörgersdorf trauert um Schiedsrichter Rudi Erl (†72)

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Es dürfte wohl kaum einen Fußballer im Landkreis geben, der nicht schon mal von ihm gepfiffen worden ist. Rund 3000 Mal stand Rudi Erl als Schiedsrichter auf dem Platz. Jetzt ist er im Alter von 72 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.


Erding
– „Er war unser Aushängeschild als Schiedsrichter“, sagte Korbinian Gruber, Vorsitzender des FC Hörgersdorf, für den Erl zuerst selbst als Spieler aktiv war, ehe er im Namen des FCH die Partien leitete. „Der Nachwuchs war ihm besonders wichtig. Seine erste Frage war immer: ,Wie hat denn die Jugend gespielt?’ Aber oft hat er sich die Spiele sowieso selbst angesehen“, so Gruber weiter.

Tief betroffen zeigte sich auch die Schiedsrichtergruppe Erding, deren Ehrenmitglied er war. „Wir werden seine vorbildliche Einsatzbereitschaft im ehrenden Gedenken bewahren“, sagte Martin Kübelsbeck, Pressesprecher der SRG Erding.  Im 12. März 1946 in Esterndorf geboren, legte Erl bereits im Mai 1970 seine Schiedsrichterprüfug ab. Seitdem leitete der gelernte Schlosser für den FC Hörgersdorf die Spiele. 1977 stieg Erl in die damalige A-Klasse (heute Kreisliga) auf. Von 1980 bis 1989 war er als Bezirksliga-Schiedsrichter qualifiziert.

Erl war ein Referee, den alle Fußballer respektierten. Das lag an seiner sachlichen und fast schon zurückhaltenden Art, ein Spiel zu leiten. Stress und Hektik? Erl war keiner, der sich von aufbrausenden Fußballern aus der Ruhe bringen ließ. Und schon gar nicht von den Zuschauern. Provokante Sprüche und Beleidigungen quittierte er mit einem entwaffnenden Lächeln.

Von seiner Erfahrung profitierte auch der Schiedsrichter-Nachwuchs. Erl war 30 Jahre als Beobachter und Schiedsrichter-Coach im Einsatz und besuchte etwa 400 Schiedsrichter-Versammlungen. Erl erhielt alle Ehrungen für seine langjährige Schiedsrichter-Tätigkeit. 

Text: kb/pir

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