Das FCH-Team (v. l.): Vize Norbert Bauer, Michael Lechner, Ex-Jugendleiter Max Wagner, Korbinian Selmaier, Rudi Pfrombeck und 3. Vorsitzender Florian Feckl. Foto: Privat

Nachfolger für Vereinslegende Max Wagner gefunden

FC Hohenpolding: Neue Jugendleiter, alter Spielertrainer

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Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Das klingt oft etwas zu spektakulär, doch im Falle des FC Hohenpolding stimmt’s.

Hohenpolding – Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Das klingt oft etwas zu spektakulär, doch im Falle des FC Hohenpolding stimmt’s. Wie berichtet, hatte sich Max Wagner nach 30 Jahren als Jugendleiter nicht mehr für dieses Amt beworben, „weil er mal Jüngere ranlassen wollte“, erklärt Norbert Bauer, stellvertretender Vorsitzender der FCH. Jetzt hat er Nachfolger gefunden. Und für die Herren hat er gesorgt, dass das weitergeht, was seit zwei Jahren sehr gut läuft.

„Wir haben mit Thomas Bachmaier verlängert“, verkündet Bauer. Wie lang? „Auf längere Zeit“, antwortete Bauer. „Das ging alles ganz unkompliziert und per Handschlag. Tom ist so ein guter, das passt einfach.“ Die sportlich relevanten Zahlen dazu: Bachmaier war von der BSG Taufkirchen gekommen und führte den FCH als Spielertrainer sofort in die Kreisklasse. 30 Tore erzielte er in der ersten Saison, 16 Treffer sind es nun schon wieder im zweiten Jahr. „Wir sind als Aufsteiger Dritter in der Kreisklasse“, sagt Bauer und fügt hinzu: „Ich glaube, dem Tom gefällt es ganz gut bei uns.“ Und das bestätigte der 30-jährige Lehrer dann auch im Interview (siehe unten).

Tolle Kooperation mit Holzlandvereinen

Die Neuen in der Jugendleitung sind Korbinian Selmaier und seine beiden Stellvertreter Michael Lechner und Rudi Pfrombeck. Sie werden Wagners Arbeit fortsetzen. Seit zwei Jahrzehnten arbeite der FCH schon mit dem FSV Steinkirchen zusammen. Seit kurzem sei auch noch der FC Inning im Boot. „Alleine als Verein noch Mannschaften zu stellen, ist leider schon lange nicht mehr möglich“, sagt Bauer, der aber die Zusammenarbeit mit den anderen Holzland-Vereinen lobt. Dem Ganzen neue Impulse und neue Strukturen zu geben, das sei nun die Herausforderung des neuen Trios.

Die Spielgemeinschaft mit dem FSV gehe in dieser Saison sogar von der A- bis runter zur F-Jugend, erklärt Selmaier. Primäres Ziel sei es, wieder mehr Kinder und Jugendliche für den Fußball in Hohenpolding zu begeistern. Er sei offiziell als Ansprechpartner und somit 1. Jugendleiter aufgeführt, „dennoch sind alle drei Jugendleiter gleichgestellt“, betont der 21-Jährige. „Die Aufgaben verteilen wir danach, wer beruflich und privat aktuell am besten Zeit hat.“ Wirklich viel Erfahrung habe er noch nicht im Jugendbereich. In der vergangenen Saison zählte er aber zum Trainerteam der U15-Mannschaft.

Dieter Priglmeir

„Die Spieler nehmen meine Ideen an und versuchen diese umzusetzen“ – FCH-Trainer Bachmaier im Interview

Erst Meister, dann in der neuen Klasse etabliert – kein Wunder, dass der FC Hohenpolding seinen Trainer Thomas Bachmaier (Foto: privat) länger verpflichten wollte (siehe Bericht oben). Wir sprachen mit den Trainer über seine Ziele.

Herr Bachmaier, was sind Ihre Gründe, in Polding weiterzumachen?

Es macht einfach Spaß, für den Verein und mit der Mannschaft zu arbeiten. Man merkt seit eineinhalb Jahren eine stetige Entwicklung, die meiner Meinung nach noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Spieler nehmen meine Ideen an und versuchen diese immer umzusetzen. Das ist extrem wichtig für mich, und deshalb stand einem Verbleib nichts im Wege.

Hatten Sie andere Angebote?

Ja, es gab andere Angebote.

Was ist mit dieser Mannschaft noch drin?

Gefährlich ist, dass in der Liga wirklich jeder gegen jeden gewinnen kann. Wie haben uns durch eine tolle Hinrunde den Luxus erspielt, im Moment keine Sorgen um den Abstieg haben zu müssen. Aber von mehr träumt bei uns keiner. Dazu haben wir in den letzten Spielen die Erfahrung machen müssen, wie schnell man um jeden Punkt kämpfen muss, wenn man viele Verletzte hat. Zudem haben sich mit Josef Stummer und Thomas Neumaier zwei absolute Stammkräfte Verletzungen zugezogen, die für die beiden das Saisonaus bedeuten. Ziel ist und bleibt weiterhin guten Fußball zu spielen und junge Spieler einzubauen.

Wo muss sich die Mannschaft noch weiterentwickeln?

Ein Thema, an dem wir arbeiten werden, ist die Tatsache, dass wir relativ viele und vor allem unnötige Gegentore bekommen haben. Das müssen wir im Kollektiv auf dem Platz besser machen. Ein weiteres Anliegen von mir sind Standards. Jedoch ist die Trainingszeit pro Woche im niedrigen Amateurbereich so sehr begrenzt, dass man die Prioritäten meistens auf vermeintlich wichtigere Trainingsziele legt.

Das Gespräch führte Dieter Priglmeir.

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