Maxi Hintermaier (links) wird ab dem 1. Juli Spielertrainer beim FCL. Die Sportlichen Leiter Maxi Maier (im Bild rechts) und Ernst Stenzel freuen sich.
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Maxi Hintermaier (links) wird ab dem 1. Juli Spielertrainer beim FCL. Die Sportlichen Leiter Maxi Maier (im Bild rechts) und Ernst Stenzel freuen sich.

Douglas Wilson und Marco Zehner stehen als Co-Trainer zur Seite

FC Langengeisling: Maxi Hintermaier folgt als Trainer auf Mario Sinicki

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Maxi Hintermaier übernimmt am 1. Juli das Traineramt beim FC Langengeisling. Die beiden Sportlichen Leiter Maximilian Maier und Ernst Stenzel sind hochzufrieden.

Langengeisling – Doppelt genäht hält besser? Der FC Langengeisling hat noch eine Goldkante hinzugefügt: eine Dreifach-Lösung für die Nachfolge von Trainer Mario Sinicki. Ab 1. Juli wird Maxi Hintermaier Spielertrainer des FCL. Der 29-Jährige, derzeit noch Stammkraft beim SV Heimstetten, wird zwei Co-Trainer haben: den bereits tätigen Douglas Wilson sowie Marco Zehner, der den FCL im Jahr 2015 als Coach in die Kreisliga geführt hat.

Maxi Maier über Marco Zehner und Douglas Wilson: „Perfekte Ergänzung zu Hintermaier“

„Das war unsere absolute Wunschlösung“, sagt Maximilian Maier, Sportlicher Leiter und zugleich Leistungsträger im Team des derzeitigen Kreisliga-Tabellenführers. „Mit Marco haben wir einen erfahrenen Mann an der Seitenlinie, der eine hohe Wertschätzung im gesamten Verein und große Autorität in der Mannschaft genießt. Er hat ja fast alle schon mal trainiert.“ Ähnliches gelte für Douglas Wilson, der dem Kreisligisten auch als Spieler erhalten bleibt. Diese beiden erfahrenen Leute seien die perfekte Ergänzung zu Hintermaier, „dem wir so den Einstieg ins Trainergeschäft ermöglichen wollen“, sagt Maier.

Hintermaier kam über seinen Heimatverein SV Walpertskirchen, den FC Moosinning und den Kirchheimer SC nach Heimstetten. Sieben Jahre spielt er nun schon für den SVH, hat in der laufenden Regionalligasaison 23 der 25 Partien absolviert. Seinen Status als Stammspieler habe er sich extrem hart erarbeitet, sagte er jüngst in einem Interview mit dem Münchner Merkur. „Ich habe immer wieder bemerkt, dass mir im Vergleich zu anderen Spielern gewisse Dinge in der fußballerischen Ausbildung abgegangen sind, weil ich ja nie in einem Nachwuchsleistungszentrum oder bei einem großen Verein war.“ Vieles habe er durch Kampf und Willen wettgemacht.

Maxi Hintermaier: „Ich bin doch bloß einer, der auf der linken Seite verteidigt“

Entsprechend war auch der Eindruck, den er auf die Geislinger Offiziellen macht. „Maxi Hintermaier ist nullkommanull abgehoben“, sagt Maier. „Dass er schon 154 Spiele in der Bayernliga und der Regionalliga bestritten hat, lässt er sich nicht anmerken.“ Nein, darauf bilde er sich nichts ein, versichert Hintermaier. „Ich bin doch bloß einer, der auf der linken Seite verteidigt.“

Aber das schließlich in der Regionalliga – das dürfte künftigen Gegenspielern in niedrigeren Ligen eine Zusatzmotivation sein. „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, sagt der 29-Jährige. Er sei einfach dem FCL dankbar, dass er ihm diese Chance gebe.

Hintermaier räumt ein, dass er die Langengeislinger früher nicht auf dem Schirm hatte. „Aber ich war beruflich am Bau des neuen Vereinsheims beteiligt. Und da habe ich schon bemerkt, dass dieser Verein in Bewegung ist. Da rührt sich was.“ Über FCL-Chef Sepp Kaiser sei damals der erste Kontakt entstanden. Es folgten Gespräche mit den beiden Sportlichen Leitern – neben Maier ist das noch das FCL-Fußballgehirn Ernst Stenzel – danach war die Entscheidung schnell gefallen.

Maxi Hintermaier über den SV Heimstetten: „Großartige Zeit“

Hilfreich sei auch gewesen, das Verein und neuer Trainer junge Spieler integrieren wollen und eine ähnliche Spielphilosophie haben. „Technisch sauber und mutig hinten raus spielen, ein gepflegtes Flach- und Kurzpassspiel“ – so umreißt Maier die FCL-Spielweise. „Nicht nur langes Holz nach vorne“, ergänzt Hintermaier und verrät, dass selbst in der Regionalliga oft mit weiten Bällen agiert werde – allerdings nicht in Heimstetten, wo er diese Saison noch zu Ende spielen möchte. Hintermaier schwärmt von der „großartigen Zeit“, die er dort verbringen durfte, „aber ich habe auch schon voll Bock auf die neue Aufgabe“.

Eine FCL-Partie habe er noch nicht gesehen, „das war wegen Corona gar nicht möglich“. Sebastian Schimschal kenne er noch aus der gemeinsamen Zeit beim Kirchheimer SC. Ein großes Plus des Vereins sei auch der Kunstrasenplatz. „Den halte ich für sehr wichtig, denn wie willst du sonst im Winter trainieren?“ Ohnehin lege er viel Wert auf die Arbeit unter der Woche. „Wer mich kennt, weiß, dass ich als Spieler kaum eine Einheit verpasst habe, aber da mache ich mir in Geisling auch keine Sorgen. Da ist die Trainingsbeteiligung sehr gut, wurde mir gesagt.“

Maxi Hintermaier: „Ich helfe da, wo es für die Mannschaft am besten ist“

Wo wird Hintermaiers Platz als Spieler sein? In Heimstetten gehört dem Linksfuß die linke Seite. „Er könnte bei uns sicher auch die defensive Zentrale übernehmen“, meint Maier. „Ich helfe da, wo es für die Mannschaft am besten ist“, sagt Hintermaier und erinnert an seine offensiven Walpertskirchener Zeiten.

Bleibt noch die Frage: Regionalligakicker, zwei Co-Trainer – wie kann sich der FCL das leisten? Maiers Antwort darauf: „Bei uns kriegt kein Spieler einen Cent. Nach dem Abpfiff gibt’s das eine oder andere Fassl Bier, weil wir danach einfach gern zusammensitzen. Und wegen der Trainer müssen wir uns finanziell nicht aus dem Fenster lehnen. Es ist eine branchenübliche Bezahlung.“

(Dieter Priglmeir)

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