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Franco Soave, hier im Trikot des FC Erding.

Spielertrainer des FC Lengdorf im Video-Interview

Franco Soave: „Ich will auf jeden Fall die 40 knacken“

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Gianfranco Soave, Spielertrainer des FC Lengdorf, hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Wir haben im Video-Interview mit ihm gesprochen.

LengdorfGianfranco Soave hat in seiner Karriere bislang einiges erlebt. Seine Jugend verbrachte er beimFC Bayern und der SpVgg Unterhaching. Im Herrenbereich legte er eine Reise durch die bayerischen Amateurligen hin. Das Spektrum seiner Vereine reicht von der Bayernliga bis zur Kreisliga. Aktuell ist der 38-Jährige Spielertrainer beim FC Lengdorf. In der Kreisliga 2 Donau/Isar spielt sein Team eine überragende Saison. 14 Siege aus 15 Spielen und einen Vorsprung von neun Punkten auf den Tabellenzweiten kann der FCL vorweisen.

Im Video-Interview mit Fussball Vorort / FuPa Oberbayern sprach der Italiener mit uns über folgende Themen:

über den Umgang des FC Lengdorf mit der aktuellen Situation

„Wir haben grundsätzlich jeden Donnerstag eine Sitzung. Die findet aktuell ungefähr jede zweite Woche statt. Ansonsten hat die Mannschaft einen Plan bekommen, hier ist der Konkurrenzkampf groß. Uns geht vor allem die Gemeinschaft ab. Das Flair in der Kabine ist in Lengdorf sehr wichtig. Zudem haben wir eine Corona-Hilfsaktion ins Leben gerufen.“

... über Futsal und die Beton Boys München

„Bei den Beton Boys bin ich mittlerweile seit 2012. Es ist ein positiv verrückter Haufen. Ich konnte für mich persönlich einiges von den Jungs mitnehmen. Was mir am Futsal gefällt, ist den ganz starken Jungs zuzuschauen. (lacht) Ich bin da ein bisschen limitiert, spiele es aber auch sehr gerne. Ob es bei mir für die Regionalliga reicht, wird sich zeigen. In der Bayernliga hat es viel Spaß gemacht. Man lernt vor allem im Umschaltspiel sehr viel dazu. Der größte Unterschied zum Fußball ist, dass es nonstop dynamisch zur Sache geht. Das Spiel ist wesentlich schneller und technisch anspruchsvoll.“

... über seine Jugendzeit

„Meine Jugendzeit war fantastisch. Ich durfte meine Grundausbildung beim FC Bayern genießen. Dort habe ich unter anderem mit Daniel Jungwirth und Thomas Hitzlsperger zusammengespielt. Ich durfte viele Länder kennenlernen, wir hatten Turniere rund um den Globus.“

... über seine Stationen im Herrenbereich

„Ich hatte in jedem Verein eine schöne Zeit. Obwohl ich viele Vereine hatte, bin ich überall sehr gut aufgenommen worden und habe überall Freunde gefunden. Mit Finsing habe ich immer noch sehr engen Kontakt, weil mir die Leute ans Herz gewachsen sind. 

... über das Benefizspiel gegen den FC Bayern auf Schalke

„Das war eines der Highlights meiner Karriere. Das Schöne war, dass meine Familie dabei war. Wenn du gegen Philipp Lahm und Co. spielen darfst, ist das natürlich toll. 

... über den Unterschied zwischen den Ligen

„Von der Kreis- zur Bezirksliga wird nochmal ganz anders Fußball gespielt. Den Sprung in die Bayernliga fand ich richtig heftig. Mit 36 war es körperlich sehr anstrengend, viermal die Woche zu trainieren. Das Geselligere, das Kameradschaftliche hat man in den unteren Ligen. Das sagt mir eher zu. Vielleicht hat es auch deswegen nicht weiter nach oben gereicht. Ich wollte lieber Spaß am Fußball haben und hatte nicht die Disziplin ganz oben anzugreifen.“

... über sein Engagement beim FC Lengdorf

Der Kontakt kam über den Technischen Leiter zustande. Es war letztes Jahr schonmal ein Thema, da bin ich leider krank geworden. Dieses Jahr wurde ich nochmal gefragt und habe zugesagt. Viele versuchen nach der aktiven Karriere dem Fußball erhalten zu bleiben. Das ist auch mein Ziel. Die Anfrage als Spielertrainer fand ich interessant.

... über die starken Leistungen in der aktuellen Saison

Wir sind eine fitte Mannschaft. Darauf lege ich sehr viel Wert. Wir haben sehr viele Spiele ab der 80. Minute entschieden. Wir können mitspielen und körperlich dagegenhalten. Der Mix macht uns aus.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem aktuellen Kader. Wir haben gute Jungs aus der Jugend bekommen. Mit Stefan Hitzlsperger aus Buchbach haben wir einen Rückkehrer, der den Kader verstärkt. Wir haben 18 bis 20 Mann, die regelmäßig da sind, dazu die zweite Mannschaft. Alle arbeiten mit, damit wir erfolgreich sind. 

Wir haben einen Dämpfer in Attaching bekommen, wo wir an unsere Grenzen gekommen sind. Sie haben robust gespielt und wir haben es nicht geschafft, dagegenzuhalten. Dort haben wir gemerkt, dass wir auch verlieren können.

Danach haben wir eine Serie von zehn Siegen in Folge hingelegt. Die Jungs in Lengdorf stecken auch bei einem Rückstand nie auf. Das finde ich richtig geil. Ich hoffe, dass wir das auch in der Rückrunde nochmal beweisen können.

... über den BFV-Beschluss

Grundsätzlich bin ich zufrieden, dass die Saison weitergeht. Ich habe auch Verständnis für andere Meinungen. Aus sportlicher Sicht und als Tabellenerster wollen wir alles daran setzen weiter zu spielen. Wir haben mit dem FC Lengdorf nach vielen Jahren die Chance in die Bezirksliga aufzusteigen und wollen das versuchen. Die Jungs hätten mir leid getan, wenn uns der Virus diese Chance genommen hätte.

... darüber, ob sein Team für die Bezirksliga gerüstet wäre

Da fehlt schon noch einiges. Wir hatten Testspiele gegen Bezirksligisten, da hat man gesehen, dass die schneller spielen und denken. Das fehlt uns. Der FCL hat sich die letzten Jahre im Kreisliga-Mittelfeld bewegt.

... über Einsätze auf dem Platz

Solange es mir körperlich und geistig gut geht, möchte ich Fußball spielen. Ich denke, dass noch ein, zwei Jahre auf dem Niveau gehen. Wenn nicht, dann helfe ich halt bei unserer Zweiten aus (lacht). Ich will auf jeden Fall die 40 knacken. Wenn es mehr Jahre werden, freue ich mich und falls nicht, dann schaue ich auf eine tolle Fußballzeit zurück.

Das komplette Video-Interview mit Franco Soave:

Text: Patrick Huljina

Amateure helfen in der Krise

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