Gesundheitsprobleme offenbar gravierend: Franz Beckenbauer ist nicht vernehmungsfähig

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Nur der FCS: Für Pero Knezevic (r. im schwarzen Shirt) galt dies sechs Jahre. Die Partie in Habach war seine letzte als FC-Coach.  

Fußball

FC Schwaig: In zwei Jahren in der Landesliga?

Der scheidende Trainer Pero Knezevic traut seinem Ex-Verein für die Zukunft sehr viel zu. Er ist noch immer begeistert von den vergangenen sechs Jahren.

Schwaig – Er wäre sehr gerne nochmals aufgestiegen, gesteht Pero Knezevic. Dabei kennt er dieses Gefühl doch jetzt wirklich. Vor sechs Jahren übernahm er den FC Schwaig in der A-Klasse und führte ihn nun bis in die Bezirksliga (wir berichteten). Die nächste Station wäre also die Landesliga, in der der heute 36-Jährige für den Kirchheimer SC gespielt hat. Dazu kommt es bekanntlich nicht, denn der Verein hat sich bereits in der Winterpause entschlossen, einen Spielertrainer zu holen: Benjamin Held, die 33-jährige Tormaschine des Landesligisten VfB Hallbergmoos. „Wir waren super zufrieden mit Pero. Er ist ein guter Freund geworden“, sagte damals FCS-Pressesprecher Rainer Hellinger und begründete dann den Schritt. „Man darf aber nicht vergessen, dass viele aus unserer jungen Mannschaft im Herrenbereich noch nie einen anderen Trainer als Pero hatten. Die Mannschaft hat dem Vorstand signalisiert, dass sie gern einen neuen Einfluss hätte.“ Noch bevor mit einem möglichen Nachfolger gesprochen wurde, habe man damals Knezevic informiert. Am Freitagabend gab der Coach nun seinen Ausstand. Vorher sprachen wir noch mit ihm über die besondere Saison des FC Schwaig.

Pero Knezevic, was war der wichtigste Moment für Euch während der Saison?

Das war die Niederlage im Rückspiel gegen Kirchdorf. Danach haben wir gesagt, dass wir trotzdem auf dem richtigen Weg sind. Wir haben aber auch auf den Tisch gehauen und den Jungs gesagt, dass sie das Ganze ernster nehmen und auch private Opfer bringen müssen. Damit wir das Ziel, den Aufstieg, erreichen.

Und dann?

Im Spiel darauf haben wir gegen Scheyern 9:1 gewonnen – nicht schlecht gegen eine Mannschaft, die die Saison als Tabellensechster abgeschlossen hat. Auch das Rückspiel gegen Moosburg war wichtig, als wir ohne Stützen wie Florian Fink, Maxi Hellinger und Lucas Kollatz auskommen mussten.

Und welches war Euer bestes Spiel?

Wenn wir das erste Aufstiegsspiel gegen den ASV Habach komplett so hätten durchziehen können wie in der ersten Halbzeit, wäre es wohl eins der besten Saisonspiele geworden, aber wir hatten sehr viele Angeschlagene.

Was sind die Erfolgsfaktoren dieser Mannschaft?

Die breite Qualität. Das war wichtig, weil immer wieder Spieler beruflich oder privat verhindert waren. Und die jungen Spieler haben sich gut entwickelt und meine Fußballphilosophie schnell aufgefasst. Jeder kannte seine Aufgaben. Und durch unsere individuelle Qualität waren wir schon stärker als alle anderen Mannschaften. Wir hatten immer die bessere Spielanlage.

Und trotzdem gab es Momente, die Sie am Aufstieg zweifeln ließen?

Nach der Niederlage in Palzing waren wir neun Punkte weg. Das war schon bitter. Wir haben immer viel für guten Fußball getan, aber manchmal reicht es nicht aus, weil die Tagesform nicht die beste ist und Mannschaften uns mit Standardsituationen schlagen – Palzing mit einem Freistoß, Kirchdorf mit einem Elfmeter.

Das Hinspiel gegen Habach war auch bitter, oder?

Du machst ein Superspiel, müsstest eigentlich mindestens 4:0 führen. Und dann kassiert du in der Nachspielzeit das 1:2, weil der Schiedsrichter die Sechs-Sekunden-Regel so auslegt, wie man es noch nie gesehen hat. Da zweifelst du schon am Fußball. Gottseidank hat uns Luis Ropero im Rückspiel erlöst und das 1:0 geschossen.

Weil wir gerade bei den Spielern sind. Welche haben einen besonderen Anteil an diesem Aufstieg und warum?

Das haben wir vielen zu verdanken, Vorne weg mal die Goalgetter. Vince Sommer ist vor der Saison neu gekommen, hat sich super integriert und 28 Tore erzielt – wohlgemerkt als Achter und nicht als Stürmer. Raffi Ascher hat seinen jugendlichen Fußball weiterentwickelt. Nils Wölken hat mir geholfen und ist als Abwehrchef eingesprungen. Aber das war ja schon fast klar. Nils liefert auf jeder Position seine Leistung ab. Mikey Straßer bringt eine positive Grunddynamik. Er ist ein sehr mannschaftlicher Spieler, der trotz einer Knöchelverletzung durchgehalten hat. Er war vor zwei Wochen umgeknickt und hat humpelnd die Relegation gemeistert. Ich wollte ihn eigentlich schonen, aber er wollte unbedingt spielen. Und nicht zu vergessen Jannis Sternberg...

...der als Torwart eingesprungen ist, weil Florian Preußer definitiv nicht mehr spielen konnte.

Genau. Jannis war ja beim FC Bayern in der Jugend im Tor, aber danach nur noch Feldspieler. Er hat seine Sache sehr ordentlich gemacht hat.

Weitere Spieler?

In der Vorrunde haben mir alle möglichen Leute gesagt, dass Mario Simak auf einer Außenposition spielen muss. Aber er wollte auf die Sechs und hat sich super entwickelt. Er hat alles, was ich ihm vermitteln wollte, aufgenommen und umgesetzt. Da werden wohl auch höherklassige Vereine aufmerksam.

Was muss sich beim FC noch tun, um auch noch in der Bezirksliga bestehen zu können?

Es muss sich nicht viel verbessern. Es hat mir auch sehr leid getan, dass sich der Verein zu einer Trennung entschlossen hat, weil ich das Projekt noch nicht als beendet ansehe. Die Mannschaft hat einen Altersdurchschnitt von 22 Jahren. Ich wäre schon nochmal gern aufgestiegen. In zwei Jahren ist das mit diesem Kader auch möglich.

... wenn sich was ändern würde...

Die Trainingsbeteiligung müsste noch besser werden. Ich denke, dass das zwangsläufig kommt, wenn die Konkurrenz noch größer ist. Der Trainingseifer lässt eben nach, wenn man sich aufgrund eines Personalengpasses sicher sein kann, dass man spielt.

Wo sehen Sie Schwaig in der neuen Saison?

Die Mannschaft ist gut genug, um im oberen Drittel mitzuspielen. Wer im Schnitt dreieinhalb Tore in der Kreisliga schießt und so ausgeglichen besetzt ist, für den reicht es auch für die Bezirksliga. Ich wünsche dem FC Schwaig das Allerbeste. Die Truppe wird sich noch weiter entwickeln und mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Und wie geht’s bei Ihnen weiter?

Jetzt muss ich erst noch meinen Ausstand geben. Da freue ich mich auch auf viele ehemalige Spieler. Und dann werde ich mich schon auf Montag konzentrieren. Dann ist Trainingsauftakt beim TSV Ebersberg. Ich hoffe, dass ich es auch dort hinbekomme, zumindest was die fußballerische Entwicklung der Spieler angeht.

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