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Jetzt kommen wir! Aufsteiger FC Schwaig freut sich auf das Abenteuer Bezirksliga. 

Aufsteiger ohne Druck

FC Sportfreunde Schwaig startet entspannt in die Bezirksliga

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Die Euphorie war groß, und die Feierlichkeiten waren entsprechend heftig beim FC Schwaig nach dem Siegeszug durch die Relegation und dem Aufstieg in die Bezirksliga.

Als am 15. Juni in Habach mit dem vierten Sieg dieser Aufstiegsmarathon triumphal zu Ende gebracht war, hatten andere Teams schon wieder ihren Trainingsauftakt. Mit knapp drei Wochen Vorbereitungszeit geht es nun in die Bezirksliga Nord und da zum SV Türk Ingolstadt (Sonntag, 15.30 Uhr), dem Mitaufsteiger und Meister aus Kreisliga 1. „Ab Oktober könnte es einen Kräfteabfall geben“, fürchtet Teammanager Anton Scheckenhofer.

„Es geht schon wieder los“, entfuhr es FCS-Pressesprecher Rainer Hellinger in Erinnerung an die letzte Saison, nach der schweren Verletzung von Kevin Holzner im zweiten Testspiel beim Ligakonkurrenten FC Aschheim. Ohne gegnerische Einwirkung erwischte es den 28-jährigen Südtiroler, der schon letzte Saison arg gebeutelt war, mit einem Wadenbeinbruch und Syndesmosebandriss sehr schlimm.

Da atmete der neue Schwaiger Spielertrainer Benjamin Held direkt auf, als sich die Trainingsverletzung von Mario Simak im MRT entgegen schlimmerer Befürchtungen „nur“ als Bänderdehnung im Knie herausstellte. Simak ist einer „der guten Bekannten“, die Held noch aus gemeinsamen Hallbergmooser Zeiten kennt.

Der 33-Jährige betritt als Spielertrainer absolutes Neuland. Eineinhalb Jahrzehnte in Bayern- und Landesliga mit Freising, Ismaning, Hallbergmoos und drei Jahre lang bei seinem Heimatverein Allershausen in Bezirks- und Kreisliga sorgte er für Tore sprichwörtlich wie am Fließband. Zu einer möglichen übergroßen Erwartungshaltung und zu viel Druck meinte er, dass er sich sowieso nicht nur auf sich konzentrieren könne, sondern die ganze Mannschaft im Blick haben müsse. „Und wenn ich dann in jedem zweiten Spiel mal treffe, ist es auch allen hilfreich.“ Er weiß um die Torgefährlichkeit seines Duos Ascher/Sommer, „und wenn sich dann der Gegner mehr auf mich konzentriert, ist das für die beiden noch besser“.

Das Trainingslager in Schabs, der Heimat des Südtirolers Holzner, war für Held „in punkto Kennenlernen sehr wichtig“. Dort wurde Anfang Juli hart gearbeitet und auch die letzten zwei Wochen zuhause. „Aber diese Woche war es etwas leichter.“ Was die Vorbereitung und auch die Testspiele wie zuletzt das 0:3 gegen Dorfen schon beeinflusste, war der Umstand, dass auch einige Spieler mal für wenigstens eine Woche noch in Urlaub gehen mussten. Was etwaige konditionelle Einbrüche im Herbst wegen kurzer Sommerpause und Vorbereitung betrifft, macht sich Held jetzt noch keine Gedanken. „Dafür waren die Burschen wegen der kürzeren Zeit ohne Fußball fitnessmäßig weiter“, sagt er. Als weiteren Vorteil sieht er mit seinem Co-Spielertrainer Florian Fink, auch ein Spezi von früher, dass das Team eingespielt ist.

Neu sind Maximilian Buchauer (Erding) und Marco Neumann (Haidhausen). Seine Karriere beendet hat der zuletzt oft verletzte Lukas Kollatz. Domagoj Sipus zog vor Ende der letzten Saison weiter zum Bayernliga-Aufsteiger Türkspor Augsburg, kann aber dort noch nicht spielen. Anton Scheckenhofer hat ihn „abgemeldet ohne Freigabe, da sein neuer Club die vom BFV geregelte Ablöse nicht zahlen wollte“. 

Autor: Helmut Findelsberger

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