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FC Finsing 2 hat die besseren Nerven

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Von: Dieter Priglmeir

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St. Wolfgangs bitterer Moment am Montagabend: Luca Lamprecht setzt den Ball an die Latte. Kurz darauf hält Finsings Keeper Tobias Forchhammer noch einen Elfmeter – und somit sein Team in der Kreisklasse.
St. Wolfgangs bitterer Moment am Montagabend: Max Herneder setzt den Ball an die Latte. Kurz darauf hält Finsings Keeper Tobias Forchhammer noch einen Elfmeter – und somit sein Team in der Kreisklasse. © Günter Herkner

A-Klassist TSV St. Wolfgang unterliegt 5:6 nach Elfmeterschießen

Altenerding – Mit einem Elfmeterkrimi endete am Montagabend in Altenerding vor 680 Zuschauern das Relegationsspiel zur Kreisklasse. 2:2 hieß es nach der Verlängerung zwischen dem FC Finsing 2 und dem TSV St. Wolfgang, der bei der Entscheidung aus elf Metern das Nachsehen hatte und 5:6 unterlag.

Die Finsinger waren anfangs vor allem bei Standards gefährlich. Schon nach wenigen Minuten brachte Felix Loskot einen Eckball scharf und flach nach innen, fand aber keinen Abnehmer. Kurz darauf zog Loskot aus dem rechten Halbfeld einen Freistoß auf das lange Eck. Leon Engelhard köpfte die Kugel ins Zentrum, wo Manuel Fuchs aus kurzer Entfernung zum 1:0 einnickte (8.).

Der A-Klassist aus St. Wolfgang schüttelte sich kurz und kam auch zu Möglichkeiten. Nach einem Pass in die Tiefe kam Luca Lamprecht an die Kugel, doch Lucas Bertsch klärte zur Ecke. Nach 24 Minuten war Finsings Schlussmann Tobias Forchhammer erstmals gefragt, als er einen Schuss von Lamprecht abwehrte und Glück hatte, dass der Nachschuss zu hoch angesetzt war.

Der Kreisklassen-Elfte blieb bei Standards brandgefährlich, etwa nach einem Eckball, den St. Wolfgang nicht klären konnte. Der Schuss von Fuchs wurde aber abgeblockt. Schon im Gegenzug brannte es im Finsinger Strafraum, als der Ball Lamprecht vor die Füße fiel, der aber am langen Eck vorbeischoss. Auch die letzte Chance vor der Pause bot sich dem A-Klassisten. Nach einer Flanke von Thomas Obermaier köpfte Dominik Scharnagl vorbei.

Nach der Halbzeitpausegab der TSV Gas. Lukas Loidl tankte sich bis zum Fünfmeterraum durch, wo Andreas Simml die Situation bereinigte. Der Druck ließ jetzt nicht mehr nach und entlud sich dann mit dem verdienten Ausgleich. Eine Freistoßflanke von Sebastian Lory köpfte Simon Peinelt unbedrängt ein (52.). Keine zehn Minuten später lief Loidl aufs Finsinger Tor zu. Forchhammer konnte ihn nur noch mit einem Foul vor der Strafraumgrenze stoppen. Dafür sah der FC-Keeper erst Gelb und dann einen wunderbaren Freistoß, den Lamprecht zum Wolfganger 2:1 halbhoch ins rechte Eck setzte (62.). Zwei Minuten später hätte der TSV das Ding entscheiden können, doch nach einer Ecke von Lamprecht klatschte der Kopfball von Simon Peinelt an die Lattenunterkante.

Überraschend dann der Finsinger Ausgelich. Michael Bayer hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und von der Grundlinie nach innen gegeben, wo Alexander Huber aus kurzer Entfernung abstaubte (73.). Die letzte Chance in der regulären Spielzeit hatte Felix Müller, der aus 16 Meter das Finsinger Tor haarscharf verfehlte.

Die Verlängerung begann dann für den TSV denkbar schlecht, denn Thomas Hochfellner sah nach einem Luftkampf die Gelb-Rote Karte (95.) – eine harte Entscheidung. Dann je eine dicke Chance auf beiden Seiten. Zuerst schoss Huber knapp am Wolfganger Kasten vorbei. Kurz darauf zeigte Finsings Torwart Forchhammer seine ganze Klasse. Nach einem Lory-Freistoß hatte Manuel Daumoser mit dem Hinterkopf verlängert, aber der Finsinger Keeper war zur Stelle. Die einzige Chance in der zweiten Halbzeit vergab der eingewechselte Finsinger Stefan Morawitz am Fünfmeterraum. Dann die Entscheidung per Elfmeter aus Sicht des mit den Elfmetern beginnenden TSV St. Wolfgang:

3:2 Simon Peinelt

3:3 Andreas Simml

4:3 Sebastian Lory

4:4 Alexander Huber

Max Herneder trifft nur die Latte

4:5 Felix Loskot

5:5 Manuel Daumoser

5:6 Florian Lex

Forchhammer hält den Strafstoß von Luca Lamprechtr

Finsing bleibt Kreisklassist, St. Wolfgang hat am Freitag die nächste Chance.

VON ANDREAS HEILMAIER UND DIETER PRIGLMEIR

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