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Wird Forstern verlassen: Torwart Valentin Katterloher.

Fußball

Die Forsterner und Hohenlindener Wechselspiele

  • vonOlaf Heid
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Drei aus dem SVH-Sextett drängt es zurück zum Heimatverein, die anderen wollen bleiben

Forstern/HohenlindenFußball-Kreisklassist FC Forstern droht nach Ablauf der aktuellen Saison ein starkes Trio zu verlassen. Dem Vernehmen nach werden Torwart Valentin Katterloher (25), Verteidiger Sebastian Ittlinger (26) und Stürmer Andreas Maier (26) im Sommer zurück zu ihrem Heimatverein SV Hohenlinden wechseln.

Das Trio ist die Hälfte des Sextetts, das im vergangenen Winter vom dortigen Kreisligisten in den Erdinger Landkreis abgewandert war. Damals gab es innerhalb des SVH jede Menge Querelen auf Vorstands- und Abteilungsebene. Doch seitdem die Führungspositionen – Theo Falterer ist nun Vorsitzender, Fritz Oskar Spartenleiter – neu vergeben wurden, hat sich die Arbeitsweise dort geändert. Anscheinend zum Positiven, denn ein Teil der „Herliner Buam“ will nun wieder zurück. Wie auch beide Vereine bestätigten.

„Die Drei werden mit Sicherheit kommen. Wir haben mündlich ihre Zusage“, erklärte Hohenlindens Fußballchef gegenüber der Heimatzeitung. Schriftlich habe man es noch nicht, „dafür muss das Wechselfenster erst einmal wieder aufgehen“, so Oskar. „Sie wollen die Saison in Forstern zu Ende spielen und sind für uns dann absolute Verstärkungen.“ Falterer und seine Riege haben sich das Ziel gesetzt, „mehr Hohenlindener in die Mannschaft zurückzukriegen“. Wie Oskar erläuterte, hat der Verein schon seine Fühler nach weiteren Ex-Spielern ausgestreckt, um diese zu einer Rückkehr zu bewegen.

Das betrifft aber nicht den der Rest des Sextetts, das im Vorjahr mit nach Forstern ging. Laut Roland Gfüllner, einer der Sportlichen Leiter beim FCF, halten Manuel Graf (27, Mittelfeld) sowie die Haberl-Brüder Noah (21, Mittelfeld) und Simon (28, Angriff) dem Kreisklassisten die Stange. „Sie bleiben definitiv bei uns.“ Den anderen Drei werde man „keine Steine in den Weg legen“, so Gfüllner, der seine Enttäuschung aber nicht verbergen konnte. „Wir wollten was Langfristiges aufbauen.“ Dennoch könne er den Wechselwunsch aufgrund der veränderten Bedingungen in Hohenlinden verstehen. „Aber zuerst spielen wir die Saison nächstes Jahr zu Ende, dann reden wir.“

Gfüllner, der einen „guten Draht“ zur FCF-Mannschaft hat, in Hohenlinden arbeitet und gute Kontakte zum dortigen Sportverein hält, sieht noch viele Fragezeichen vor dem Wechsel: „Wie geht es beim SVH weiter? Was passiert im Falle eines sportlichen Erfolges bei uns oder wenn sie keine vernünftige Mannschaft dort haben?“

Forstern ist in der Kreisklasse Fünfter, neun Punkte fehlen zur Aufstiegsrelegation, während der SVH in der Kreisliga München auf Rang sechs liegt (acht Punkte zur Relegation nach oben, vier zum Keller). Da könnte durchaus noch einiges in beiden Ligen geschehen.

„Aber zuerst müssen wir auch schauen, was die Pandemie noch mit sich bringt und wie es für alle weitergeht“, betont Gfüllner. Verletzte werden zurückkommen. Doch schon vor dem Lockdown und der Winterpause hätte Corona Schaden angerichtet, seien einige Kicker mit ihren Gedanken woanders gewesen, wodurch man als Verein Probleme mit der personellen Besetzung im Training und bei Spielen gehabt habe. Weil halt nichts los war, so der Sportliche Leiter des FCF, hätten manche die Bindung zum Fußball verloren. „Einige sind lieber mit der Freundin zum Kaffeetrinken gefahren.“ Die Wechselabsichten scheinen dann in Forstern eher kleinere Wehwehchen zu sein. OLAF HEID

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