Grünwalder Stadion: Nun ist klar, wie viele Zuschauer maximal reinpassen könnten

Grünwalder Stadion: Nun ist klar, wie viele Zuschauer maximal reinpassen könnten
+
Das Hörlkofener Aufsteigerteam (hinten, v. l.): Trainer Christoph Böning, Markus Eckmayer, Tobias Dangl, Benedikt Schöberl, Mladen Stipkovic, Claudius Köckhuber, Andreas Grögler, Lukas Schöberl, Konstantin Köckhuber, Manuel Dangl, Andreas Rogg; (vorne, v. l.) David Böning, Leo Glässner, Tino Förg und Moritz Neumann.  

Fußball

Wenigstens ein HSV weiß, wie man aufsteigt

  • schließen

Der Hamburger SV hat den sofortigen Wiederaufstieg vergeigt. Der SV Hörlkofen hat‘s geschafft. Der ist aber auch schon geübter darin.

Hörlkofen– Wenn Erste Mannschaften in die B-Klasse absteigen, wertet der Verein das meist als Betriebsunfall. Den Fußballern des SV Hörlkofen ist dies inzwischen schon mehrfach passiert. Und immer wieder kommt der HSV im nächsten Jahr zurück – was ihn etwas von seinem Namensvetter aus dem Norden unterscheidet. Mit 43 Punkten und 50:23 Toren belegte das Team von Trainer Christoph Böning hinter dem FSV Steinkirchen (58 Punkte, 86:15 Tore) Platz zwei und stieg souverän – mit acht Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten SV Eichenried – in die A-Klasse auf. Abteilungsleiter Martin Kutscherauer blickt im Gespräch mit der Heimatzeitung auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück und schaut sehr zuversichtlich in die Zukunft.

Herr Kutscherauer, was war für den HSV der wichtigste Moment der Saison?

Das war beim 2:2 im Hinspiel gegen Walpertskirchen 2, als wir nach einigen schlechteren Spielen endlich wieder einen Punkt gewonnen hatten. Es war ein hart umkämpftes Spiel. Nach dem Platzverweis gegen Andi Rogg spielten wir ab der 71. Minute dezimiert. In der 95. Minute hat dann Lukas Schöberl den Ausgleich erzielt.

Am Ende war der Aufstieg mit acht Punkten vor dem Dritten doch sehr souverän. Was sind die Erfolgsfaktoren dieser Mannschaft?

Wir haben einen sehr guten Trainer. Christoph Böning hat einfach Ahnung vom Fußball und den perfekten Zugang zu uns Spielern. Er schafft es einfach immer, uns zu motivieren und vermittelt uns den Spaß am Fußball. Wichtig ist auch unser Zusammenhalt und unsere große Leidenschaft, für Hörlkofen zu spielen. Außerdem haben wir junge und motivierte Spieler und einige ältere Spieler wie Andi Rogg, Tobias Dangl oder Michi Schmidt, die echte Stützen sind.

Weil wir gerade bei den Spielern sind – wer hat einen besonderen Anteil an diesem Aufstieg?

Da will ich keinen hervorheben. Es ist unser Kollektiv. Jeder kämpft für jeden.

Gab es einen Moment, der Sie am Aufstieg zweifeln ließ?

Ja, als wir aufgrund mangelnder Konzentration ein paarmal die Punkte gegen vermeintlich schwächere Teams liegen lassen haben. Das waren die Hinspiele gegen die zweiten Mannschaften von Kirchasch, Buch und Ottenhofen.

Was muss sich noch verbessern, um auch noch in der A-Klasse bestehen zu können?

Die Mannschaft muss konstanter werden und sich schnell an das höhere Tempo in der A-Klasse gewöhnen. Außerdem müssen die Chancen konsequenter genutzt werden.

Inwieweit wird sich die Mannschaft in der neuen Saison verändern?

Andi Rogg und Mladen Stipkovic wollen etwas kürzer treten. Sie wollen nur noch in der Zweiten Mannschaft spielen.

Es wird eine Zweite geben?

Ja, diesmal können wir glücklicherweise wieder eine Zweite Mannschaft melden. Diese wird hauptsächlich aus jungen Spielern bestehen, die zwischenzeitlich aufgehört haben und jetzt wieder Fußball spielen wollen. Spontan fallen mir Andre Bietsch, Manuel Dangl sowie Thomas und Flo Neumaier ein. Unterstützt wird die Truppe wie gerade erwähnt von ein paar altgedienten HSV-Spielern.

Zurück zur Ersten, was wird sich noch ändern?

Leo Glässner und Tobias Mayer kommen als Unterstützung aus der eigenen Jugend. Außerdem kehren einige Verletzte, zum Beispiel Korbinan Nußrainer und Yannick Joly, zurück. Außerdem wird das Team punktuell verstärkt.

Gibt es schon was Konkretes?

Wir sind noch in Gesprächen, deshalb kann ich noch keine Namen nennen. Nur soviel: Alle haben einen Bezug zu Hörlkofen. Das ist uns sehr wichtig Wenn aber jemand von Außerhalb gern zu uns kommt, freuen wir uns natürlich auch. Das Grundgerüst der Mannschaft steht ja ohnehin.

Der HSV hat sich zur Fahrstuhlmannschaft entwickelt. Wie stehen die Chancen auf den Klassenerhalt?

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Klasse halten werden. Wichtig ist natürlich, dass wir möglichst verletzungsfrei bleiben.

Das Gespräch führte Dieter Priglmeir.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

SV Eichenried fiebert dem großen Merkur-Cup-Finale entgegen
„Das ist der größte Erfolg der Jugend-Vereinsgeschichte“, schwärmt Wolfgang Föhringer. „Es ist eine gigantische Leistung, von 375 Mannschaften unter den besten Acht zu …
SV Eichenried fiebert dem großen Merkur-Cup-Finale entgegen
TSV Buchbach will beim FV Illertissen ersten Sieg holen
Nach der 1:3-Niederlage im Auftaktspiel gegen den FC Augsburg 2 muss der TSV Buchbach am zweiten Spieltag der Fußball-Regionalliga am Freitag, 19. Juli um 19 Uhr beim FV …
TSV Buchbach will beim FV Illertissen ersten Sieg holen
TSV Dorfen empfängt starken Aufsteiger FC Aschheim
Vier Fußball-Bezirksligisten hat der Landkreis Erding – drei spielen in der Gruppe Nord (Finsing, Moosinning, Schwaig), einer im Osten: der TSV Dorfen.
TSV Dorfen empfängt starken Aufsteiger FC Aschheim
Fußballerinnen des Anne-Frank-Gymnasiums Erding verlieren im Landesfinale
Man weiß nicht, ob der Trainer der Fußballerinnen des Werner-Siemens-Gymnasiums Regensburg seiner besten Akteurin, Bayernauswahlspielerin Lea Wolski, bewusst die Nummer …
Fußballerinnen des Anne-Frank-Gymnasiums Erding verlieren im Landesfinale

Kommentare