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Tormaschinen: Martin Neudecker und Thomas Bachmaier.  

Fußball

Der Hohenpoldinger 54-Tore-Sturm

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Martin Neudecker und Thomas Bachmaier sind die beiden Argumente, warum der FC Hohenpolding Meister wird.

Hohenpolding – Mit einem Sieg beim TSV Isen (So., 15 Uhr) kann der FC Hohenpolding das Meisterstück und den Aufstieg in die Kreisklasse perfekt machen. Einen entscheidenden Teil dazu beigetragen hat der 54-Tore-Sturm um Spielertrainer Thomas Bachmaier und Martin Neudecker.

„Wir verstehen uns super. Aber nicht nur wir beide, sondern Thomas mit der gesamten Mannschaft“, sagt Neudecker, der bereits 28 Tore erzielt hat und nicht, wie der BFV notiert hat, erst 27. „Das haben sie dem Daniele Eibl fälschlicherweise zugeschrieben“, erzählt er lachend.

Vergangene Saison lief es allerdings nicht so rund beim Ur-Poldinger, der bis auf einen kleinen Abstecher nach Buchbach seine gesamte Karriere beim FCH verbracht hat. „In dieser Saison habe ich keine Verletzungen mehr, nur leichte Probleme mit der Achillessehne. Das ist nicht so schlimm. Ich habe wieder richtig Spaß am Fußball.“

Viel dazu beigetragen habe auch der Wechsel auf der Trainerbank. „Als die Anfrage vom FC Hohenpolding kam, habe ich mich natürlich genauer über die Spieler informiert und auch ein paar Spiele angeschaut. Da habe ich gepflegten Fußball und eine intakte Mannschaft mit guten Einzelspielern gesehen“, erzählt Bachmaier. Sofort sei ihm klar gewesen, dass mit dieser Truppe der Titel möglich sei.

Mit insgesamt 95 Toren steht der FCH kurz davor, die 100-Tore-Marke in einer Saison zu knacken. Dabei hatte Bachmaier anfangs den Fokus auf etwas anderes gelegt: „Wichtig war mir immer der Spielaufbau. Funktioniert dieser gut, ist es automatisch einfacher für die Offensive. Ich bin froh, dass die Rechnung aufgegangen ist.“

Zusammen kommen beide Stürmer auf 56 Tore, dabei gönnt jeder dem anderen jedes einzelne Tor. „Neid gibt es bei uns nicht. Im Gegenteil, manchmal wünschte ich mir, dass wir häufiger schießen und nicht noch mal querlegen“, sagt Bachmaier. Seine Meinung über Neudecker: „Er ist ein echter Knipser, der die Bälle festmachen und ablegen kann, zudem ist er eiskalt vor der Kiste.“ Neudecker gibt das Lob zurück: „Thomas sieht Gassen und spielt Bälle, die andere nicht sehen. Das hat vorher ein wenig gefehlt.“ Doch beide sind sich einig: Ohne die Mannschaft dahinter wäre der Erfolg nicht möglich. „Thomas Hönninger hat 12, Maximilian Niztl 16 Torvorlagen, zudem hat er noch 13 Tore geschossen. Aber ich könnte auch noch andere nennen, die gute Vorarbeit leisten.“

Neben dem Aufstieg haben beide noch gemeinsame Ziele mit Hohenpolding. Neudecker allerdings sieht sein Karriereende schon vor sich. „Mittlerweile zwickt es schon hin und wieder. Und ich bin ja schon 29. Lange werde ich nicht mehr spielen.“ Nächste Saison kann der FCH aber mit seinen Toren noch rechnen, am besten in der Kreisklasse. Dort will auch Bachmaier hin. Aber auch er hat Pläne für die Zukunft. „Hier kann ich mich als Trainer bestmöglich weiterentwickeln, und die Arbeit macht mir Spaß. Natürlich will ich als Trainer möglichst weit kommen, aber ich plane auch längerfristig in Hohenpolding. Andere Trainerstationen interessieren mich aktuell nicht“, sagt Bachmaier, der als Lehrer an der Mittelschule in Taufkirchen arbeitet.

Mit einem Sieg gegen Isen wäre nun also der Aufstieg fix. Während Bachmaier sich nur auf das Spiel konzentriert, hat Neudecker schon ein wenig weiter gedacht. „Richtig geplant ist zwar nichts, aber ich hab mir mal am Montag freigenommen. Wenn wir gewinnen, werden wir auch ordentlich feiern.“

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