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Mit ihrer technischen Klasse brilliert Giselle Beylich auch in der Bayernauswahl. 

13-Jährige kickt für JFG Speichersee

Finsings Giselle Beylich erste Auswahlspielerin für Bayern

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Noch schaffte es niemand aus der JFG Speichersee in die Fußball-Bayernauswahl. Außer: Giselle Beylich. Die heute 13-Jährige rückte 2016 vom FC Finsing in die JFG und spielt inzwischen für Bayern im Länderpokal.

Finsing – Noch schaffte es niemand aus der JFG Speichersee in die Fußball-Bayernauswahl. Außer: Giselle Beylich. Die heute 13-Jährige rückte 2016 vom FC Finsing in die JFG und spielt inzwischen für Bayern im Länderpokal.

Mit Fußball kam die Finsingerin schon als Kleinkind in Berührung. Ihr Bruder kickte im Verein, „da haben wir oft im Garten gespielt, und dann meldeten mich meine Eltern an“, sagt sie der Heimatzeitung. Sechs Jahre war sie damals alt und kickte von da an für den FC Finsing – bis sie in der D-Jugend zur JFG übertrat. Schon immer spielte sie mit – und gegen Buben –, was aber kein Problem für die Offensivkraft ist, die sich in der Sturmspitze oder auf den Außenbahnen wohl fühlt. „In der F-Jugend waren wir drei Mädchen. Aber die anderen beiden haben irgendwann aufgehört“, erzählt sie. Doch das mache ihr nichts aus. Wenn sie die freie Wahl hätte, „würde ich gerne immer mit Jungs spielen, weil ich das gewohnt bin und das auch herausfordernder ist“.

Giselle spielte auch lange Zeit Tennis. Doch irgendwann musste sie sich für eine Sportart entscheiden: „Ich trainiere bei der JFG zwei Mal in der Woche und ein Mal habe ich Stützpunkttraining in Freising.“ Seit 2018 darf sie auch an Lehrgängen in der Sportschule Oberhaching teilnehmen. Und immer wieder gibt es Veranstaltungen, wie das Trainingslager der Bayernauswahl in Spanien, die süddeutsche Meisterschaft oder der Landespokal. Bei dieser Terminfülle sei ein zweiter Vereinssport zeitlich nicht mehr möglich.

Denn zur Schule muss die Auswahlspielerin ja auch noch: Sie besucht ab dem neuen Schuljahr die achte Klasse der Markt Schwabener Realschule. Ihr Lieblingsfach ist – was auch sonst – Sport. In der Schule habe sie ein paar Freundinnen, mit denen sie in ihrer Freizeit hin und wieder kickt. Im Fernsehen verfolgt sie auch gern Fußball, wobei: „Bei den Frauen schaue ich eigentlich weniger zu, vielmehr bei den Männern.“ Fan eines Profivereins sei sie aber nicht.

In der C-Jugend der JFG „behauptet sie sich im wahrsten Sinne des Wortes spielend gegen ihre meist älteren Gegner und Gegnerinnen. Seit Jahren ist sie so zu einer echten Führungsspielerin gereift“, heißt es seitens des JFG-Vorsitzenden Claus Tebert. Denn obwohl Giselle 2006 geboren ist, darf sie in der Bayernauswahl bei den 2005ern mitspielen.

Als ihr Karriere-Highlight nennt die 13-Jährige die Nominierung für die Landesauswahl. „Erst geht es in die Regionalauswahl, und dann kommen die ganz Guten in die Bayernauswahl“, erklärt sie. Der nächste Schritt wäre: die Nationalmannschaft. Denn der Länderpokal in Duisburg, an dem Giselle teilnahm, wird, so Tebert, „als Sichtungsturnier für die Nationalmannschaft genutzt“.

Auf dem Spielfeld zeichnet sich die Finsingerin „durch ihre Leistungsbereitschaft, ihren Ehrgeiz, ihre Zielstrebigkeit und ihren unbedingten Willen, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, aus“, heißt es von Vereinsseite. Doch ob das die Eltern auch so toll finden? „Meine Mama ist so stolz auf mich, auch wenn sie mich dauernd nach Freising oder Oberhaching fahren muss. Aber sie unterstützt mich immer, und ohne sie hätte ich es gar nicht so weit gebracht“, sagt die Auswahlspielerin.

Bei der JFG sollen Ausnahmetalente wie Giselle Beylich in Zukunft besser gefördert werden. Deshalb stehe die stetige Weiterbildung „unserer Trainer nicht zufällig ganz oben auf unserer To-Do-Liste für die nächsten Jahre“, so Tebert weiter. „Im Januar und Februar haben wir wieder Fortbildungen für unsere Trainer. Viele haben auch schon einen Trainerschein“, erklärt Tebert. Vielleicht gelingt es diesen Lizenztrainern auch, Giselle zur Nationalspielerin auszubilden.

Mayls Majurani

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