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Geballte Nachwuchs-Kompetenz: Die BFV-Funktionäre (v. l.) Stefan Fox (Gruppenjugendleiter Großfeld Freising), Nicoletta Horn (GJ Kleinfeld Freising), Ehrenspielgruppenleiter Rudi Simbeck, Verbandsjugendleiter Florian Weißmann, Stefan Erl (Kreisjugendleiter Donau/Isar), Willi Brambring (GJ Großfeld Erding), Hans Weber (GJ Großfeld Süd/Ilm) und Ömer Karakas (GJ Großfeld Nord/West) waren nach Eichenried gekommen.

Jugendtagung im Kreis Donau/Isar

Revolutionäre Änderung bei der U 19

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Eine richtungsweisende Entscheidung haben die Juniorenleiter der Vereine im Kreis Donau/Isar gefällt. Es wurde eine neue Spielform für die U 19-Junioren bestimmt. Jedoch betrifft diese Änderung nur Vereine von der Kreisliga abwärts.

Eichenried – Wie wichtig die Sitzung in Eichenried war, zeigte die Anwesenheit aller wichtigen Jugend-Funktionäre des Bayerischen Fußballverbands (BFV), allen voran Verbandsjugendleiters Florian Weißmann.

Schon im August vergangenen Jahres hatte Kreisjugendleiter Stefan Erl eine grundlegende Änderung angekündigt. Nach Saisonende würden sämtliche Kreisligen und Kreisklassen aufgelöst. „Alle Vereine sollen die Möglichkeit erhalten, sich für eine bestimmte Spielklasse zu bewerben, für die man sich dann zu Beginn der kommenden Saison qualifizieren muss“, erklärte Erl. Er stellte verschiedene Austragungsmodi vor und erklärte, „dass je nach Bewerbungen Dreier- oder Vierergruppen gebildet werden sollen, in denen sich die Sieger für die Kreisliga qualifizieren. „Wir wollen mit den Spielen in den Ferien beginnen und es ist geplant, dass die normale Saison dann Anfang Oktober beginnt.“

Altenerdings Abteilungsleiter Andreas Heilmaier konnte sich mit den Modalitäten nicht so recht anfreunden und erklärte seine Gründe. „Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, so früh anzufangen, denn viele Spieler sind da in Urlaub, sodass man niemals den kompletten Kader zur Verfügung hat“, kritisierte er. „Wenn die Qualifikation nur drei Spiele umfasst, dann besteht die große Gefahr, dass man sich die Saison aufgrund Personalmangels schon in den ersten zwei Wochen versaut.“ Er belegte seine Zweifel mit Zahlen. „In den letzten zwei Jahren wurden in den Ferien 35 Prozent aller Spiele verlegt, vor drei Jahren war es die Hälfte.“ Da man in einer Qualifikationsrunde wohl keine Spiele verlegen könne, sehe er einen Start vor Schulbeginn äußerst skeptisch.

Keine Qualifikation mehr in den Ferien

Zudem wollte Heilmaier wissen, was mit Mannschaften sei, die aus der BOL absteigen und für die Kreisliga gesetzt sind und was mit Teams bis zum Saisonstart im Oktober passiere, die nicht an der Quali teilnehmen wollen. Der Altenerdinger Fußballchef beantwortete die Frage selbst: „Dann spielen diese Mannschaften von Mitte Mai bis Anfang Oktober nicht Fußball, müssen dafür bis Dezember und ab Anfang März wieder ran.“ Daraufhin entwickelte sich eine rege Diskussion. Der Altenerdinger Fußballchef zeigte eine Alternative auf. „Ich halte eine Qualifikation in größeren Gruppen, die sich von September bis November erstreckt, für wesentlich sinnvoller“, erläuterte er. „Zum einen kann der Start in den Spielbetrieb erst nach Schulbeginn erfolgen, zum anderen ist die Gefahr, dass über Auf- und Abstieg vielleicht der Zufall entscheidet, aufgrund der höheren Anzahl an Spielen, deutlich geringer.“

Der vorgeschlagene Modus fand bei den Vereinsvertretern breiten Anklang, auch Erl und Weißmann unterstützten den Vorschlag. Der Verbandsjugendleiter appellierte an die Vernunft der Vereine. „Eine Kreisligameldung soll bitte nicht aus taktischen Gründen erfolgen, sondern ihr sollt eure Mannschaften nach Leistungsstärke melden, weil es wenig Sinn macht, wenn ihr für die Kreisligaqualifikation meldet, aber dort völlig überfordert seid“, sagte er. Aus diesem Grund wurde auch festgelegt, dass die schlechtesten Teams, die sich für die Kreisliga bewerben, auch durchaus in die Normalgruppe absteigen können. „Denn sonst melden alle Teams für die stärkste Spielgruppe, um sich darüber einen Platz in der Kreisklasse zu sichern, aber dies werden wir nicht unterstützen“, mahnte Weißmann.

Eine exakte Planung hängt nun von den Meldungen der Vereine ab, die Erl bis zum 11. Juli vorliegen müssen. „Wenn wir wissen, wer sich von den 68 Mannschaften für die Kreisliga und Kreisklasse meldet, dann können wir die Anzahl und Größen der Gruppen festlegen, wobei eine regionale Einteilung vorgesehen ist“, stellte der Kreisjugendleiter fest. Die Angst von einigen Vereinsvertretern, dass die Gruppen deutliche Leistungsunterschiede aufweisen, entkräftete Erl. „Ich werde mich an den Tabellen der letzten drei Jahre orientieren, und natürlich werden auch die Spielgruppenleiter aus Erding, Freising, Pfaffenhofen und Ingolstadt bei der Einteilung mit eingebunden, da sie die Leistungsstärke ihrer Vereine am Besten einschätzen können.“ Nach Abschluss der Quali im November werden dann die Klassen entsprechend der Tabellenstände gebildet, und die Kreisligisten ermitteln dann im neuen Jahr in einer Einfachrunde den Meister und Aufsteiger in die Bezirksoberliga.

Klare Zustimmung für SpVgg-Vorschlag

Erl ließ über den neuen Spielmodus abstimmen. Der Vorschlag der SpVgg Altenerding wurde mit 46 von 47 Stimmen angenommen. Ob das Pilotprojekt auch in Zukunft Bestand haben wird, sollen die Erfahrungen in der kommenden Saison zeigen. „Wenn wir feststellen, dass die bis zuletzt geltende Spielform besser ist, dann gibt es keinen Grund, um nicht wieder dahin zurückzukehren“, erklärte Weißmann abschließend. „Aber jetzt wagen wir den Versuch und werden sehen, ob es klappt.“  anh

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