Ausgebremst: Die Kirchascher Johannes Westermaier (l.) und Bastian Bönisch stoppen den Finsinger Patrick Forchhammer (M.).
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Ausgebremst: Die Kirchascher Johannes Westermaier (l.) und Bastian Bönisch stoppen den Finsinger Patrick Forchhammer (M.).

FC Eitting und BC Attaching siegen klar

SC Kirchasch stoppt Siegeszug des FC Finsing – Drama beim FC Lengdorf

  • VonRedaktion Erding
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TSV Allershausen 2:2 BSG Taufkirchen

Beinahe wäre die BSG Taufkirchen die erste Mannschaft geworden, gegen der dem TSV Allershausen ein Sieg gelungen wäre. 0:2 lagen die Vilstaler schon hinten. „Deshalb sind wir auch mit dem Unentschieden zufrieden“, sagte BSG-Fußballchef Ferdinand Schediwy. In einer starken Anfangsphase hatten sich die Gastgeber ein Chancenplus erarbeitet. Prompt traf Michal Ruskiewicz nach schöner Vorlage von Michael Stiller zur 1:0-Führung (40.). Nach der Pause drängten zwar die Taufkirchener, leisteten sich dann aber einen Lapsus. Torwart Lukas Loher wollte nach einem Rückpass den Ball wegdreschen und traf dabei Maximilian Held, von dem das Leder zum 2:0 (62.) ins BSG-Tor prallte. Doch nur wenige Minuten nach dem eigentlich beruhigenden Vorsprung verkürzte die BSG durch Andre Huber auf 1:2 (65.). In der Folge spielten nur noch die Gäste. Ein berechtigter Elfmeter, den erneut Huber verwandelte, brachte den letztlich leistungsgerechten 2:2-Endstand (79.). „Am Ende müssen wir wieder mit dem Unentschieden leben,“ resümierte TSV-Fußballchef Philipp Jordan, „obwohl es sich wie eine Niederlage anfühlt, wenn du schon 2:0 führst“.

BC Attaching 4:1 SV Wörth

„Der Sieg von Attaching geht voll in Ordnung“, sagte Wörths Fußballchef Heinrich Hundsnurscher nach dem Spiel und fügte bedauernd hinzu: „Leider!“ Gegen das personell arg gebeutelte Rumpfteam aus Wörth gaben die Platzherren sofort Vollgas. Sie kamen zu einem halben Dutzend klarer Möglichkeiten, die allesamt ausgelassen oder schlecht ausgespielt wurden. Die Gäste machten es besser, eroberten den Ball in der Attachinger Vorwärtsbewegung, kombinierten über zwei Stationen und erzielten mit dem ersten Angriff die Führung (45.) durch Paul Bucher. Praktisch im Gegenzug spielte BCA-Kapitän Matthias Staudigl einen Traumpass steil ins Zentrum zu Didier Nguelefack. Der nahm den Ball elegant mit und vollstreckte zum 1:1-Ausgleich (45.+1). Nach dem Wechsel war nur noch Attaching am Drücker. Das 2:1 (49.) nach einer Hörmann-Ecke köpfte Imouroine Ouro-Agouda. Den dritten Attachinger Treffer (59.) markierte Florian Neumaier nach schöner Vorarbeit von Manuel Thalhammer über die linke Seite. Den Schlusspunkt setzte Nguelefack, der nach einem tollen Solo von Mirnes Gurbeta allein vor dem Gästetor auftauchte und das 4:1 (88.) erzielte.

FC Finsing 0:2 SC Kirchasch

Zehn Gründe hatte KSC-Keeper Maxi Bals im Vorfeld genannt, warum der Außenseiter den Tabellenführer besiegen kann (wir berichteten). Einen hatte er noch verschwiegen: den unbedingten Siegeswillen, den Alex Mrowczynski schon in der 8. Minute mit einem Lattenkracher aus gut 25 Metern unterstrich. Im Gegenzug vertändelte Florian Hölzl bei einer Zwei-gegen-eins-Situation den Ball. Finsing hatte mehr Ballbesitz, doch Kirchasch hielt dagegen. Dann hatte Seppi Weber dreimal die Finsinger Führung auf dem Kopf beziehungsweise auf dem Fuß. Einmal köpfte er vorbei, dann scheiterte er frei vor Bals. Auch sein Distanzschuss blieb ohne Erfolg.

Auf der Gegenseite verursachte Michael Ascher einen Elfmeter, den der Gefoulte Stefan Hackl auch gleich höchstpersönlich souverän verwandelte (34.). Finsings Antwort war ein Schuss von Valentin Bachmeier aus 22 Metern, den Bals aber entschärfte. Die zweite Hälfte begann mit einem Patzer im Finsinger Spielaufbau, den Bastian Bönisch mit dem 2:0 bestrafte (47.). Finsing wehrte sich. Einen Schuss von Fabian Kövener blockte ein Abwehrspieler im letzten Moment (61.). Leo Hölzls Flachschuss klärte Bals mit dem Fuß (85.). Nachdem auch ein Kövener-Freistoß aus 19 Metern knapp übers Tor flog, war die Partie entschieden. „Wir haben trotz Überlegenheit keine Mittel gefunden, den Abwehrriegel zu knacken“, meinte FCF-Pressesprecher Robert Hartmann nach dem Spiel. „Die Gäste waren das ganze Spiel über körperlich stark, aber nicht unfair. Bei uns stimmte der letzte Pass nicht – eigentlich unverständlich angesichts der sechs Siege zum Saisonauftakt. Vielleicht aber ein Warnschuss zur rechten Zeit.“ KSC-Coach Alex Schmidbauer ist „megastolz auf die Jungs. Das war ein verdienter Sieg, das hat mir auch der gegnerische Trainer Bernd Häfele bestätigt.“ Anfangs sei sein Team etwas nervös gewesen, „aber durch den Elfer haben wir uns viel Sicherheit geholt, und das 2:0 fiel natürlich zu einem perfekten Zeitpunkt“. Gegen den ungeschlagenen Ex-Bezirksligisten zu gewinnen – „das war schon eine überragende Leistung – zumal wir bis zur 80. Minute auch kaum etwas aufs Tor bekommen haben“.

FC Lengdorf 1:2 SC Kirchdorf

Lengdorfs Spielertrainer Franco Soave war nach der Partie restlos bedient: „Wir haben 88 Minuten lang den Gegner im Griff gehabt, der nicht viel für das Spiel getan hat. Umso bitterer ist diese verrückte Niederlage, die wir jetzt erst einmal verdauen müssen. Leider haben wir erneut zu viele hochkarätige Chancen liegen gelassen.“ Die Gäste dagegen feierten Doppeltorschütze Thomas Hadler, der ein kurioses Spiel in der Nachspielzeit im Alleingang drehte. Nach fünf Niederlagen in Serie ein glücklicher, aber willkommener Sieg für die Kirchdorfer. Von Beginn an merkte man beiden Teams die Verunsicherung durch den verkorksten Saisonstart an. Chancen waren in der ersten Halbzeit Mangelware. Die beste für den SCK hob Andreas Abstreiter bei seinem Lupfer über das Tor (18.). Bei den Gastgebern traf Florian Spielberger aus kürzester Distanz das leere Tor nicht (22.). Nach der Pause wurde die Partie lebendiger. Es mehrten sich die Chancen auf beiden Seiten. Die Führung für Lengdorf brachte ein Freistoß. Soave zirkelte diesen von links auf den langen Pfosten direkt auf Bastian Fischer, der aus drei Metern zum 1:0 (75.) einköpfte. Auch der Ausgleich durch Hadler (87.) fiel per Kopf, nach Freistoßflanke von Daniel Schuhmann. Alle, inklusive SCK-Trainer Andreas Apold, hatten sich bereits auf ein Unentschieden eingestellt, als in der Nachspielzeit eine Flanke in die Schnittstelle der Lengdorfer Verteidigung segelte. Hadler sprintete hinterher und lupfte den Ball über den herausstürmenden Keeper Johannes Preis zum 2:1 ins Tor (90.). FCL-Fußballchef Anton Bauer war nach der Partie enttäuscht und frustriert: „Was für eine unglückliche Niederlage. Wir waren die klar bessere Mannschaft und hatten deutlich mehr Chancen, die wir aber leider nicht genutzt haben.“ Besonders ärgerlich fand er den Ausgleich zum 1:1, der aus einem Freistoß entsprach, „den der Schiedsrichter nie und nimmer hätte geben dürfen“.

FC Eitting 4:0 TSV Moosburg

Die erste dicke Chance hatten die Gäste, als sich die Eittinger Innenverteidigung mit einem Lupfer ausmanövrieren ließ. Benedikt Wagner setzte den Ball allerdings an die Latte. Das ließ FCE-Spielertrainer Markus Weber nicht lange auf sich sitzen und zimmerte die Kugel ebenso gegen das Gebälk. Nach einer ausgeglichenen ersten Viertelstunde machten dann die Eittinger richtig ernst. Frede Neudecker eröffnete den Torreigen in Robben-Manier (26.). Er bekam den Ball auf der rechten Angriffsseite, zog nach innen und schlenzte ihn mit links neben dem Pfosten ins lange Eck. „Dabei ist er gar kein Linksfuß“, meinte Fred Neudecker, FCE-Vorsitzender und Vater des Torschützen. Entschieden war die Partie dann nach einem Doppelschlag. Florian Huber bekam den Ball wunderbar in die Gasse gespielt, den er aus acht Metern an die Lattenunterkante jagte. Von dort sprang der Ball ins Tor (38.). Quasi mit dem nächsten Angriff nahm Frede Neudecker den Ball nach einem Flankenwechsel mit, drang in den Strafraum und legte quer für Tobias Herrmann, der in Mittelstürmer-Position das machte, was ein Mittelstürmer eben macht – 3:0 (39.). Kurz nach der Halbzeit bewies Michael Pech einmal mehr, dass in dem Innenverteidiger auch Stürmerblut fließt. Er nahm den Ball mit rechts an, drehte sich mit links um die eigene Achse und traf ins lange Eck zum 4:0 (51.). Dass es danach nicht noch ein richtiges Schützenfest gab, lag weniger an der Moosburger Gegenwehr als an den Nachlässigkeiten, die sich bei so einem Vorsprung eben einschleichen. (JOSEF FUCHS/DIETER PRIGLMEIR)

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