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Die Führung des TSV Dorfen will das Team neu aufstellen (v. l.): Technischer Leiter Markus Listl, Trainer Michael Kostner, Abteilungsleiter Siegfried Mittermaier und Anton Haban sowie TSV-Präsident Bernd Schmidbauer.

TSV Dorfen macht Nägel mit Köpfen

Kostner und Listl bleiben bis 2019

TSV Dorfen - Fünf Niederlagen in Folge haben den TSV Dorfen in eine Krise gestürzt. Trotzdem sitzen Manager und Trainer fest im Sattel und haben ihre Verträge bis 2019 verlängert.

Trotz der momentanen sportlichen Misere behält man beim Bezirksligisten die Nerven und plant schon für die Zukunft: Trainer Michael Kostner und Technischer Leiter Markus Listl haben langfristig bis Sommer 2019 verlängert. Die Spieler Özgür Kart und Kevin Kostner werden am Saisonende den TSV allerdings verlassen.

 

Um allen Spekulationen angesichts der Negativ-Serie vorzubeugen, habe man sich beim TSV ganz bewusst zum Weitermachen entschlossen, sagte Abteilungsleiter Anton Haban bei einem Pressegespräch. Nach der Heimspielpleite am vergangenen Sonntag hatte er sich mit Siegfried Mittermaier, Ludwig Rappold und Lotti Trebing (Kassiererin) sowie Kostner und Listl zusammengesetzt und beschlossen, dass „alle gemeinsam ohne Ausstiegsklausel bis zum Sommer 2019 weitermachen, unabhängig von der Spielklasse“. Damit wolle man ein klares Zeichen afür die Mannschaft und das Umfeld setzen.

 

Teilweise sehr interessante Angebote habe er in letzter Zeit bekommen, wenn irgendwo ein Trainer gefeuert wurde, sagte Kostner. „Aber das nervt, und ich möchte Ruhe haben. Ich bin jetzt noch dreieinhalb Jahre hier und konzentriere mich ganz auf Dorfen“. In enger Abstimmung mit Listl hat er nun „ein langfristiges Konzept“ für den TSV vorgestellt. „Das wird von der Abteilung voll mitgetragen“, versicherte Haban. Die Situation soll nicht weiter dahinplätschern, deshalb gebe es im Sommer 2016 einen Umbruch in der Mannschaft, kündigte Kostner an.

 

Einige Spieler werden den TSV verlassen. Aus beruflichen und familiären Gründen gehen sicher Kevin Kostner und Kart. Der zuletzt schmerzlich vermisste Cüneyt Pala kommt bald wieder ins Team zurück und hat ebenfalls um drei Jahre beim TSV verlängert. „Unser Ziel ist es, Spieler aus der Region zu bekommen und junge Talente aus den eigenen Reihen zu fördern“, sagte Kostner. Damit soll „ein Fundament“ geschaffen werden.

 

Der Coach räumt ein, dass es derzeit „nicht läuft, aber wir kennen die Gründe und werden sie abstellen“. Er vertraue der Mannschaft und ist überzeugt: „Wir schaffen den Klassenerhalt. In Dorfen sei es „ trotz der Misere sagenhaft ruhig“, lobte Listl die Zuschauer und das Umfeld. Für die Verlängerungen ohne Ausstiegsklauseln und unabhängig von der Klasse sei jetzt der richte Zeitpunkt gewesen. Das gebe Planungssicherheit für die nächsten Jahre. „Wir machen unsere Hausaufgaben“, Kontakte seien geknüpft.

 

Die nächsten Jahre sei der TSV erst einmal in ruhigen Gewässern, freute sich Haban, der betonte, „im Sommer 2019 ist definitiv Schluss“. Dann ziehe sich die gesamte Abteilungsleitung aus der ersten Reihe zurück. Bis dahin müsse man Nachfolger finden. Schritt für Schritt soll das Führungsteam mit neuen Leuten erweitert werden.

 

Gerüchte, wonach die Fußballer in finanziellen Schwierigkeiten stecken, wies Mittermaier entschieden zurück. „Wenn wir kein Geld mehr hätten, hätten wir jetzt sicher nicht um Jahre verlängert.“ Präsident Schmidbauer ergänzte: „Die Abteilung ist bestens geführt und steht auf einer grundsoliden Finanzbasis“.

Text: Hermann Weingartner

Quelle: fussball-vorort.de

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