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Kreisliga 2: Soave bärkenstark - Lengdorf feiert ersten Heimsieg

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Harter Zweikampf: Walpertskirchens Christian Käser (l.) setzt sich gegen den Taufkirchener Jannik vom Hofe durch. Der WSV gewann am Ende 4:0.
Harter Zweikampf: Walpertskirchens Christian Käser (l.) setzt sich gegen den Taufkirchener Jannik vom Hofe durch. Der WSV gewann am Ende 4:0. © dominik findelsberger

Der FC Lengdorf bejubelt seinen ersten Heimsieg der Saison gegen den SV Kranzberg. Die BSG Taufkirchen lässt Walpertskirchen keine Chance.

BSG Taufkirchen - SV Walpertskirchen 4:0

Ein paar Partien sind es noch bis zur Winterpause, doch in Taufkirchen wären sie froh, wenn jetzt schon die Auszeit kommen würde. „Wird Zeit, dass die Winterpause kommt“, meinte BSG-Spartenchef Ferdinand Schediwy, nachdem seine Elf beinahe schon mit dem letzten Aufgebot angetreten war. Gerade einmal elf halbwegs fitte Stammkräfte brachte Taufkirchen zusammen, auf der Bank halfen Akteure der zweiten Mannschaft aus. Zudem kam noch der dreifache Käser-Frust hinzu, denn Walpertskirchens Stürmer Christian Käser hatte die Hausherren mit einem lupenreinen Hattrick quasi im Alleingang schachmatt gesetzt. „Was willst schon noch groß sagen, wenn du zur Pause 0:3 hinten liegst?“, fragte Schediwy rhetorisch. Für die Führung hatte Käser mit einem feinen Schlenzer vom linken Strafraumeck ins reckte Kreuzeck gesorgt (10.), Wenig später nutzte der SVW einen Taufkirchener Patzer im Spielaufbau, nach einem Pass in die Gasse vollstreckte Käser (23.). Für die Vorentscheidung sorgte er kurz vor der Pause nach einer butterweichen Hereingabe von Andreas Stangl (39.). „Das war heute extrem stark“, adelte WSV-Trainer Josef Heilmeier sein Team. Nach der Pause schalteten die Gäste einen Gang zurück, nur noch Benedikt Schuler traf per Elfmeter nach Foul an Stangl (53.). „Das war ein auch in der Höhe verdienter Sieg“, sagte Heilmeier. „Die drei Punkte waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.“ Schlechte Nachrichten für die BSG: Zwei Partien stehen offiziell noch an, bis die Winterpause beginnt.


SC Kirchasch - TSV Wartenberg 3:1

Mit dem letzten Aufgebot war der KSC angetreten, sieben Stammspieler fehlten. Und doch gingen die Hausherren als Sieger vom Platz, weil „unsere Mannschaft einen tollen Kampf hingelegt hat und Wartenberg erschreckend schwach war, fast schon arrogant aufgetreten ist“, gab KSC-Sprecher Walter Pelzl zu Protokoll. Dennoch blieb die Partie spannend bis zum Schluss: Maximilian Härtl hatte Wartenberg per Elfmeter in Führung gebracht (22.). „Völlig unberechtigt“, stellte Pelzl fest, der kein Handspiel seiner Elf gesehen hatte: „Wartenberg hat hier kein Fairplay gezeigt.“ Doch Kirchasch meldete sich auch so zurück. Nach einer feinen Freistoßflanke von Spielertrainer Alexander Mrowczynski war Richard Hehenberger zur Stelle und vollstreckte (38.). Und nun wurde es knifflig: Zwar traten die Hausherren engagiert auf, in der Offensive fehlte jedoch zunächst der letzte Zug zum Tor. Erst in der Schlussphase wurden die Aktionen wieder deutlicher. Erst erkämpfte sich Johannes Haindl im Strafraum den Ball und schloss eiskalt zum 2:1 ab (88.). In der Nachspielzeit legte Johannes Westermaier noch den dritten Treffer nach. „Das war kein glücklicher Sieg trotz der späten Tore, weil wir im Kollektiv super gespielt haben“, resümierte Pelzl.


FC Lengdorf - SV Kranzberg 4:0

Immer besser in Fahrt kommen Lengdorfs Kicker, denen der erste Heimsieg gelang. „Das war unser mit Abstand bestes Spiel bisher in dieser Runde“, jubelte Spartenchef Anton Bauer. Insbesondere Spielertrainer Franco Soave erwischte einen bärenstarken Tag und war an drei der vier Treffer direkt beteiligt. Wie etwa beim 1:0, als Martin Lechner wunderbar aufgelegt hatte und Soave souverän vollstreckte (36.). Beinahe hätte Lechner vor dem Wechsel noch das 2:0 nachgelegt, SV-Keeper Christoph Nieder brachte bei einem Freistoß aber gerade noch die Finger hin. Nach dem Wechsel machte der FCL schnell alles klar: Erst nutzte Lechner einen Soave-Traumpass zum 2:0 (53.), ehe Soave einen satten Freistoßknaller aus 20 Metern zum 3:0 folgen ließ (55.). Den Schlusspunkt setzte Youngster Simon Nußrainer, der sich im Strafraum den Ball erobert und klasse abschloss (59.).

SC Kirchdorf - SV Wörth 2:4

Gute 60 Minuten reichten den Wörthern, um den Grundstein zum Sieg zu legen. Bereits nach zehn Minuten schloss Flo Rupprecht eine Einzelleistung zum 1:0 ab. Wörth hatte noch vor dem Seitenwechsel Chancen, die Vorentscheidung zu erzielen, Paul Bucher und erneut Rupprecht hatten das Visier aber nicht genau genug eingesetzt. Doch das 2:0 fiel dann bald nach Wiederanpfiff. Nach einem blitzsauberen Konter stand Rupprecht goldrichtig und krönte seinen Auftritt mit dem Doppelpack (53.). Das zündete bei Wörth, das nun befreit nachlegen konnte. Erst tat sich Joker Maximilian Wanninger als Vorbereiter hervor, seinen Pass veredelte Liam Fitzpatrick aus kurzer Distanz zum 3:0 (61.). Nur drei Minuten später durfte Wanninger nach einem butterweichen Zuspiel von Paul Bucher zum 4:0 einschieben. Doch Kirchdorf wollte sich so nicht geschlagen geben. Nur eine Minute nach dem 0:4 staubte Markus Trost nach einem zunächst abgeblockten Schuss zum 1:4 ab (65.). Kurz vor dem Abpfiff verkürzte Felix Zeilmeier schließlich nach einem Zuspiel von Tobi Winklhofer noch auf 2:4 (89.). „Meine Mannschaft hat das taktisch sehr gut gelöst und deswegen verdient gewonnen“, resümierte Wörths Trainer Ewald Rupprecht. Denn auch in Wörth war die Personalnot groß. Von der Ersten waren nur elf Mann verblieben, auf der Bank saß mit Wanninger nur ein wirklicher Ersatzspieler. (Matthias Spanrad)

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