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SC Kirchasch stürzt den Tabellenführer: Verdientes Remis gegen Eching

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Viel Kampf in Eichenried: Korbinian Lommer, Daniel Wiskitenski und Basti Mandler (grüne Trikots, v. l.) mussten sich den Arbeitssieg gegen Kranzberg hart erarbeiten. Im Hintergrund SVE-Torwart Jakob Krütten.
Viel Kampf in Eichenried: Korbinian Lommer, Daniel Wiskitenski und Basti Mandler (grüne Trikots, v. l.) mussten sich den Arbeitssieg gegen Kranzberg hart erarbeiten. Im Hintergrund SVE-Torwart Jakob Krütten. Foto: Roland Albrecht © Roland Albrecht

Im Landkreis Erding war in der Kreisliga am Wochenende wieder einiges geboten. Der SC Kirchasch hat mit dem Remis Tabellenführer Eching von der Spitze gestoßen.

SV Wörth 0 TSV Allershausen 3

„Wir werden trotz der erneuten Niederlage nicht aufgeben und weiter versuchen, den ersten Sieg einzufahren“, war SVW-Trainer Lorenz Becker recht niedergeschlagen. Allershauens Spartenchef Philipp Jordan sprach von einem „auch in der Höhe verdienten Sieg“. Keine Viertelstunde war gespielt, als Phongphat Khlongkhlaew nach Pass von Felix Bachmann allein auf SV-Keeper Korbinian Becker zugelaufen war und sicher abgeschlossen hatte (12.). In der Folge vergaben Dario Turkman, Janis Kratzl und auch Alex Holzmair beste Möglichkeiten. Kurz vor dem Pausenpfiff entschärfte Flo Stenzenberger auf der anderen Seite die einzig nennenswerte Wörther Chance. Nach der Pause trat Allershausen nicht mehr so dominant auf. Weil aber auch Wörth nicht wirklich gefährlich wurde, blieb es lange beim 0:1, ehe der TSV in der Schlussphase für klare Verhältnisse sorgen konnte. Zunächst erhöhte Felix Bachmann, nachdem Becker einen Fernschuss hatte abprallen lassen (73.). Und quasi mit dem Schlusspfiff besorgte der eingewechselte Jannis Pankau mit einem Volleyschuss aus 16 Metern den Endstand.

TSV Hohenwart 3 FC Eitting 0

„Das Spiel ist gleich zusammengefasst“, analysierte ein hörbar verärgerter FCE-Coach Thomas Zellermayr am frühen Sonntagabend: „Wir haben heute katastrophal gespielt.“ Einige Kreisliga-Teams haben sich heuer im Landkreis Pfaffenhofen schon schwer getan, überdies fehlen dem FCE aktuell einige Leistungsträger „Meine Mannschaft versteht aber nicht, dass es in solch einer Situation nicht über das Spielerische, sondern nur mit Kampf geht“, grantelte Zellermayr weiter. Problem auch: Die Gäste konnten über die 90 Minuten keine nennenswerte Torchance kreieren. Auf der anderen Seite leistete Hohenwart es sich, mit angezogene Handbremse zu spielen. Zur Führung traf Daniel Liebhardt, nachdem Eitting es versäumt hatte, nach einer unnötigen Ecke am langen Pfosten entsprechend zu klären (43.). Mitte des zweiten Durchgangs verschätzte sich die FC-Defensive bei einem langen Ball, der landete passgenau bei Nico Prause, und der verwandelte sicher (70.). Den Schlusspunkt setzte erneut Prause unter gütiger Mithilfe von FC-Keeper Christoph Kressierer, der viel zu weit draußen stand und so den Schuss ins kurze Eck nicht verhindern konnte (83.).

SC Kirchasch 1 TSV Eching 1

Einen Zähler gegen den souveränen Tabellenführer geholt, der Jubel war entsprechend groß im Kirchascher Lager. „In der Summe können wir sehr zufrieden sein, mit etwas Glück können wir sogar gewinnen“, resümierte KSC-Sprecher Walter Pelzl. Dabei ging die Partie für die Gäste vielversprechend los, als Kevin Stoiber einen eher harmlosen Schuss aus gut 20 Metern im KSC-Tor unterbrachte (21.), Torwart Maxi Bals machte keine gute Figur. Doch die Echinger Führung hielt nicht einmal bis zum Pausenpfiff, wenngleich die Zebras spielerisch überlegen waren. Kirchaschs Spielertrainer Alexander Mrowczynski chippte einen Freistoß über die komplette Echinger Defensive hinweg, wo Markus Zollner am langen Pfosten goldrichtig stand und abschloss (39.). In Akt zwei waren die Hausherren dem Sieg sogar näher. Echings Keeper Daniel Hanrieder erwischte aber einen Sahnetag und vereitelte gegen Florian Schrödl zweimal und gegen Balasz Korpa mehrmals in höchster Not einen Kirchascher Treffer, sodass es beim gerechten Remis blieb.

FCA Unterbruck 2 SV Walpertskirchen 2

„Das Spiel hätte keinen Verlierer verdient gehabt“, bilanzierte Walpertskirchens Coach Josef Heilmeier hinterher. „Unser Ausgleich war verdient.“ Denn: Das 2:2 war erst mit dem Schlusspfiff und durch einen Sonntagsschuss von Flo Baumann aus 25 Metern mitten ins Kreuzeck gefallen (90.+3). Zuvor hatten sich beide Teams im Ampertal ein munteres Fußballspiel geliefert. Die Hausherren überstanden zunächst eine Walpertskirchener Drangphase mit Großchancen für Christian Käser, Benedikt Schuler und Florian Baumann . Dann aber wurde Linus Hayer im Strafraum gelegt, den Strafstoß versenkte Andi Hohlenburger sicher (11.). Nach dem Seitenwechsel drängte der SVW auf den Ausgleich, das Tor erzielte aber Unterbruck. Nach einer weiten Flanke nahm Pascal Preller das Leder direkt und wuchtete es zum 2:0 in die Maschen (52.). Walpertskirchen steckte nicht zurück und erzwang den Anschlusstreffer. Nach einem Baumann-Steckpass hatte Käser keine Mühe mit dem 2:1 (80.). Und dann kam schließlich die letzte Minute: Flo Baumann nahm Maß und traf sensationell zum 2:2. Beide Trainer, Heilmeier und Unterbrucks Alfons Deutinger, sprachen hinterher von einer gerechten Punkteteilung.

SV Eichenried 2 SV Kranzberg 1

Das war ein Befreiungsschlag für die Huber-Elf, die schon früh jubeln durfte. Kranzbergs Keeper Christoph Nieder hatte einen Fernschuss abprallen lassen. Dann sahen seine Vorderleute zu, wie Korbinian Lommer zum 1:0 abstaubte (8.). Doch die Kranzberger Anhänger schöpften zunächst Mut: Nachdem Sebastian Mandler das Leder bei einem Pass aus dem Halbfeld unglücklich an die Hand bekommen hatte, verwandelte Thomas Kopp den Strafstoß souverän (17.). Doch das Remis hielt nicht einmal bis zur Pause und fiel aus Kranzberger Sicht recht unglücklich: Denn eigentlich, so Trainer Anton Kopp, hätte es Stürmerfoul geben müssen. Stattdessen entschied der Unparteiische auf Foul von Florian Edlhuber, der den Ball überdies schon fast sicher hatte. Den folgenden Elfmeter versenkte dieses Mal Michael Kopp (29.). Im zweiten Durchgang wurde es ein regelrechter Kampf, vor allem, nachdem sich Eichenrieds Maxi Hofmeister mit einer Zehn-Minuten-Strafe verabschiedet hatte. Chancen zum Ausgleich gab’s aber keinen zwingenden mehr. „Wir haben in diesem chancenarmen Spiel definitiv verdient gewonnen“, resümierte SVE-Coach Stefan Huber.

MATTHIAS SPANRAD

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