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Kreisliga Kompakt: Finsing marschiert weiter, Walpertskirchen beendet Negativserie

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Zwei Finsinger und ein Wartenberger – so stand es am Ende auch in der Torstatistik. Hier ist TSV-Akteur Christian Schmuckermeier (M.) umringt von den FC-Spielern Leonhard Hölzl (l.) und Michael Ascher.
Zwei Finsinger und ein Wartenberger – so stand es am Ende auch in der Torstatistik. Hier ist TSV-Akteur Christian Schmuckermeier (M.) umringt von den FC-Spielern Leonhard Hölzl (l.) und Michael Ascher. © Christian Riedel

Der FC Finsing maschiert weiter einsam seine Kreise. Gegen Wartenberg gewann der Spitzenreiter mit 2:1. Kirchasch trennt sich 1:1 Unentschieden.

Kreisliga

Wer soll diese Finsinger noch stoppen auf ihrem Weg Richtung Bezirksliga? Auch der TSV Wartenberg, zuletzt mit zahlreichen guten Auftritten, zog am Freitagabend den Kürzeren. „Das war ein verdienter Heimsieg“, resümierte FC-Sprecher Robert Hartmann, „trotz der vielen fehlenden Spieler hat unsere Mannschaft eine sehr reife Leistung gezeigt“. Es war das zweite Heimspiel vor der neuen Tribüne, und das scheint die FC-Mannen zu beflügeln. Einen Abschluss von Jakob Kövener lenkte Wartenbergs Keeper Yannick Schmidt klasse über die Latte. Auf der anderen Seite hatte Christian Schmuckermeier eine dicke Chance aufs 1:0 (17.). Auch nach der Pause haderten die Finsinger zunächst mit ihrer Chancenauswertung, bis sie sich dann doch belohnten: Erst vollendete Markus Rickhoff eine Kopfballstafette aus kurzer Distanz, ehe Kilian Schmitt nach einem Foul an Leo Hölzl vom Punkt für die Vorentscheidung sorgte (80.). Wartenberg gelang durch Flo Hornauer noch der Anschluss (89.), der Sieg der Hausherren geriet aber nicht mehr in Gefahr.

Tief durchatmen durfte Walpertskirchen. Mit dem Dreier beim Kellerkind gelang dem SVW nicht nur der erste Punktgewinn nach fünf Niederlagen, „auch war das ein richtiges Sechs-Punkte-Spiel für uns. In unserer Situation war das ein absoluter Pflichtsieg“, resümierte Trainer Trainer Josef Heilmeier. Und dieses Mal verlief die Partie um einiges ruhiger als das Derby gegen Lengdorf vergangene Woche, als der SVW drei Elfmeter kassiert hatte. Diesmal war’s nur einer, den Keeper Thomas Pfanzelt aber hielt (9.). Zu dem Zeitpunkt führten die Gäste bereits, Benedikt Schuler hatte einen Abpraller nach einer Käser-Flanke abgestaubt (6.). Kurz vor der Pause war nach einem feinen Pass von Andreas Stangl Christian Käser auf und davon. Er schloss allein vor TSV-Keeper Michael Puchinger souverän zum 2:0 ab (39.). Endgültig drauf war der Deckel kurz nach Wiederanpfiff: Walpertskirchen konterte stark, und am Ende vollstreckte erneut Käser (54.). Zwar verkürzte Allershausen mit einem Sonntagsschuss von Dario Turkman, was „uns noch mal aus dem Konzept gebracht hat“, wie Heilmeier zugab. Weil Allershausen aber offensiv zu blass blieb, geriet der wichtige SV-Sieg nicht mehr in Gefahr. In der Nachspielzeit verabschiedete sich dann Allershausens Maciej Machi noch mit glatt Rot (90.+2).

Groß war die Enttäuschung beim SC Kirchasch. „Wir wollten die Vorrunde als Vierter abschließen“, sagte Torwart und 2. Vorsitzender Maxi Bals. Doch beim Abstiegskandidaten reichte es nur zu einem mageren Zähler, weswegen man auf Rang sieben abrutschte. Warum’s nicht zu drei Punkten reichte? Fünf Prozent Engagement und Wille hätten beim TSV gefehlt, „zudem haben wir heute nicht im Kollektiv verteidigt“, sagte Bals. Kirchasch vergab zudem beste Möglichkeiten. Alexander Mrowczynski traf die Latte (17.). Besser machte es wenig später der TSV, der bei einem seiner ersten Angriffe durch Erkal Üsküplü in Führung ging (24.). Kirchasch kämpfte weiter, spielte aber viel zu ungenau und hektisch. Dass es zumindest noch zu einem Zähler reichte, hatte der SC einem Moosburger Foul zu verdanken, Mrowczynski trat zum fälligen Strafstoß an und traf sicher vom Punkt (69.). Zwar wollte man den Sieg noch erzwingen, mehr als ein Pfostentreffer von Johannes Westermeier war aber nicht mehr drin. „Über die 90 Minuten geht das Remis in Ordnung“, so Bals.

Waren es zwei verlorene Punkte oder ein gewonnener? So recht wussten das die Lengdorfer selber nicht, schließlich hatten sie gegen den Tabellenzweiten Attaching gepunktet. Jedoch: Es wäre mehr drin gewesen für die Gastgeberm die schön langsam in Fahrt zu kommen scheinen. „Das war eines unserer besten Heimspiele bisher“, lobte Spartenchef Anton Bauer. „Wir sind definitiv enttäuscht, denn ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen.“ Da jedoch Chancen auch genutzt werden müssen, reichte es dazu nicht. Bereits nach sieben Minuten schloss Berni Heilmeier in aussichtsreicher Position ab, ein Attachinger Verteidiger kratzte den Ball gerade noch von der Linie. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wiederholte sich das dann, Simon Nußrainer hatte BCA-Keeper Hans Gamperl schon ausgespielt, doch wieder klärte ein Verteidiger in höchster Not. Martin Lechner hatte kurz vor Schluss noch eine Chance (86.).

Der FC darf ein paar Kerzerl in der Eittinger Kirche anzünden, denn die Mannen von Coach Markus Weber haben mit dem neunten Sieg im 13. Spiel den Rückstand auf Attaching verkürzt. Jedoch: Der Siegtreffer gegen das zuletzt ebenfalls bärenstarke Kranzberg fiel spät (90.+4) und zudem durch ein Eigentor von Florian Edlhuber. Noch keine 60 Sekunden waren gespielt, als Thomas Kopp die Gäste nach einem blitzsauberen Spielzug in Führung brachte. Doch Eitting rappelte sich auf, und Tobias Herrmann traf zum 1:1 (8.). Danach ging’s munter auf und ab. Eitting hatte durch Michael Pech und Manuel Obermaier in Durchgang zwei gute Möglichkeiten. Trotzdem sah alles nach einem Remis aus – bis zu jener Szene in der Nachspielzeit. Ein Eittinger Freistoß prallte in die Mauer, den Klärungsversuch lenkte Edlhuber ins eigene Tor. (MATTHIAS SPANRAD)

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