Durchgesetzt: Wartenbergs Spielertrainer Jakob Taffertshofer (M.) nimmt es mit den Moosburgern Maxi Denteler (l.) und Simon Hilz auf. Foto: Roland Albrecht

Kreisliga kompakt

SV Wörth schießt sich an die Spitze, Attaching unterliegt Taufkirchen

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„Fehlen uns nur noch 37 Punkte.“ Als Sebastian Held, neuer Trainer bei der BSG Taufkirchen, am Ende seine Spieler um sich sammelte, war das Ziel klar:

BC Attaching 1

BSG Taufkirchen 2

So gut wie möglich in der neuen Liga ankommen. Nach der nicht gerade erfolgreichen Saison mit dem Abstieg aus der Bezirksliga wollen sich die BSG-Kicker erst einmal sortieren, „denn schließlich strotzen wir nicht vor Selbstvertrauen“, so Coach Held. „Deswegen fällt das heute unter die Kategorie ,Arbeitssieg‘.“ In Attaching sahen die Zuschauer ein mäßiges Auftaktmatch, „eigentlich ein typisches Remis-Spiel“, wie BCA-Spartenchef Sigi Brunnhuber resümierte. Doch Taufkirchen zeigte sich vor dem Tor effektiver.

Nach 20 Minuten waren die Gäste zunächst in Führung gegangen. Nach einem feinen Zuspiel von Matthias Loher hatte Valentin Unterreitmeier zunächst nur den Pfosten getroffen, im Nachsetzen war der Ball dann aber drin. Doch Attaching kam noch vor dem Wechsel zurück. Eine Freistoßflanke von David Beljan verlängerte Daniele Chezzi an den langen Pfosten, wo Jan Ziob relativ frei zum 1:1 abschließen konnte (39.).

In Akt zwei sah die Partie dann lange nach einer Punkteteilung aus, wenngleich Thomas Heilmeier mit einem Schuss ans Außennetz und Matthias Loher sowie Christian Daimer bei Kontern gute Möglichkeiten liegen ließen. Am Ende hatten die Gäste dann doch auch Glück. Nachdem sich Markus Huber im Strafraum ein völlig unnötiges Foul an Loher geleistet hatte, trat Andre Huber an und verwandelte den Strafstoß zum späten 2:1 sicher (87.). „In der Summe war das dann aber schon ein verdienter Sieg“, resümierte Held.

SC Kirchasch 1
TSV Moosburg 1

Den ersten Kreisliga-Zähler gab’s am Wochenende für Neuling Kirchasch. „Jedoch wäre für uns mehr drin gewesen“, berichtet Pressesprecher Walter Pelzl. Denn zum einen vergaben die Hausherren einige gute Möglichkeiten. Zudem spielte der Sportclub 45 Minuten lang in Überzahl, konnte das aber nicht ausnutzen.

Zunächst aber waren die Kirchascher in Führung gegangen. Spielertrainer Markus Weber hatte von rechts einen feinen Diagonalball auf Sebastian Maier gespielt. Dessen ersten Schuss konnte TSV-Keeper Patrik Keilmair noch abwehren. Im Nachsetzen drückte Markus Zollner aber den Ball zum 1:0 über die Linie (6.). Doch Moosburg egalisierte noch im ersten Durchgang: Einen strammen Freistoß von Johannes Pollhammer legte sich Thomas Maier ins eigene Netz (37.).

Mit dem Pausenpfiff dezimierten sich die Moosburger dann. Tobias Gessler hatte seine zweite Gelbe Karte bekommen, nachdem er nach einem Foul den Ball zum Ort des Freistoßes zurückgebracht hatte. Das passte Schiedsrichter Martin Grasser aber nicht, und er schickte Gessler vom Platz (45.). „Das war für uns völlig unverständlich“, schimpfte TSV-Chef Michael Amberger, der auch mit vielen weiteren Entscheidungen nicht einverstanden war.

Nach dem Wechsel vergaben die Hausherren –wie schon im ersten Durchgang durch Stefan Hackl, Markus Weber und Thomas Angermeier – beste Möglichkeiten.

FC Moosburg 1
TSV Wartenberg 1

Ebenfalls in der Kreisliga angekommen sind Wartenbergs Kicker, die sich am Samstag beim Bezirksliga-Rückkehrer FCM einen Zähler verdient hatten. Aufgrund einiger urlaubs- und verletzungsbedingter Ausfälle mussten die Gäste auf zehn potenzielle Stammspieler verzichten. „Dafür ist’s eh ganz gut gelaufen“, berichtete TSV-Abteilungsleiter Ernst Halir. Insbesondere im ersten Durchgang hatten die Gäste sogar die Möglichkeit, die Weichen auf Sieg zu stellen.

Zunächst hatte Maxi Härtl einen bösen Abwehrschnitzer von Moosburgs Jannis Reindl ausgenutzt und war allein zum 1:0 marschiert (8.). Dann hatte Spielertrainer Jakob Taffertshofer sogar die Chance aufs 2:0, sein Schuss strich jedoch knapp vorbei. Nach dem Seitenwechsel wurde Moosburg dann, auch ob einiger taktischer Veränderungen, stärker und kam noch zum verdienten Ausgleich. Leonor Ademi hatte eine feine Kombination abgeschlossen und sicherte dem Favoriten zumindest noch einen Zähler (55.). „In der Kreisliga wird schon ein schnellerer Fußball gespielt, mancher muss sich daran noch gewöhnen“, fasste Halir zusammen.


SV Wörth 6
SV Kranzberg 0

Das war eine Lehrstunde in Sachen Effektivität: Aus zwei Chancen machte der SV Wörth in der ersten Halbzeit zwei Tore. Aus dem Gestochere heraus drückte Lorenz Becker den Ball aus sechs Metern über die Linie (26.). Den zweiten Treffer bereitete der 25-Jährige vor. Er tanzte zwei Gegenspieler aus und steckte den Ball in die Gasse für Tobias Hock, der den Ball zum 2:0 ins lange Eck hob (33.). Mehr Höhepunkte gab es in der ersten Halbzeit nicht. Wörth dominierte die Partie gegen verunsichrte Kranzberger, die nur einmal aufs Tor schossen.

Die zweite Hälfte wurde zum fröhlichen Scheibenschießen. Ein direkter Freistoß Nessim Mahsas wurde abgefälscht und fand so den Weg ins Tor des Aufsteigers (55.). Dann zeigte Neuzugang Andreas Fleischmann seine Stürmerqualitäten und verwertete mustergültige Becker-Vorlagen zum 4:0 und 5:0 (64., 80.). Und wenn man mal so hoch führt, klappt eben alles – wirklich alles. Bestes Beispiel: Markus Humplmair setzte das Leder aus 16 Metern ins Kreuzeck (88.).

„Den Kranzbergern ist es heute so gegangen wie uns vergangenes Jahr beim 1:7 in Mauern“, meinte Wörths Fußballchef Heinrich Hundsnurscher nach dem Spiel und freute sich über die Tabellenführung. „Den Sieg will ich aber nicht überbewerten. Dafür war der Gegner einfach zu harmlos. Die Kranzberger wirkten irgendwie verunsichert.“  ms/pir

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