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Schwaig‘s Pausenführung endet gegen Unterföhring in einem Debakel

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Da konnten sie noch jubeln: Torschütze Raffi Ascher springt nach seinem Treffer zum 3:2 in die Arme von Markus Straßer. Am Ende waren die Schwaiger allerdings klar unterlegen.
Da konnten sie noch jubeln: Torschütze Raffi Ascher springt nach seinem Treffer zum 3:2 in die Arme von Markus Straßer. Am Ende waren die Schwaiger allerdings klar unterlegen. © Christian Riedel

In einem sehr intensiven Spiel unterlag der FC Schwaig zu Hause dem FC Unterföhring 3:7 und verspielte in der zweiten Hälfte eine knappe 3:2-Halbzeitführung.

Schwaig - Dabei erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Bereits in der 8. Minute schickte Maxi Hellinger Raffi Ascher auf dem rechten Flügel auf die Reise, und Schwaigs Torjäger schob die Kugel souverän aus zwölf Metern am Unterföhringer Torhüter Sebastian Fritz vorbei zur frühen 1:0-Führung.

Doch die Freude währte nur kurz, denn Maximilian Siebald nutzte fünf Minuten später eine Unaufmerksamkeit in der Schwaiger Hintermannschaft zum Ausgleich. In der 23. Minute war es wieder der ehemalige Unterhachinger Drittligaspieler Siebald, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und mit einem Flachschuss zum 2:1 traf. Aber Schwaig zeigte sich keineswegs geschockt, sondern spielte weiter mutig nach vorne. In der 39. Minute wurde dieses Engagement auch belohnt: Maxi Hellinger spielte einen schönen Pass in die Tiefe auf Ascher, der von Burhan Bahdir nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden konnte. Schiedsrichter Xaver Fabisch entschied sofort auf Elfmeter, beging dann aber einen aus Schwaiger Sicht folgenschweren Fehler. Er gab die fällige Gelbe Karte nicht dem bereits verwarnten Bahdir, sondern dem in der Nähe stehenden Nils Ehret. So durften die Gäste statt mit einem Mann weniger mit der vollen Kapelle weiterspielen. Ascher ließ sich von der Fehlentscheidung nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte den Strafstoß gewohnt sicher. Und Ascher setze eine Minute später noch einen drauf: Nach einer schönen Flanke von Markus Strasser schob er den Ball aus zwei Metern zur 3:2-Führung ein.

In der 44. Minute zeigte Franz Hornof im Schwaiger Tor eine Glanzparade. Nach einer Flanke lenkte er einen von Hannes Empl in großer Bedrängnis geklärten Ball gerade noch über die Querlatte und hielt so die knappe Pausenführung fest.

Nach dem Wiederbeginn fällt der FC Schwaig auseinander

Nach dem Wechsel dauerte es gerade mal zwei Minuten, bis die Gäste aus Unterföhring den Ausgleich erzielten. Ein Schwaiger Verteidiger rutschte aus, sodass Nikola Negic auf dem linken Flügel alleine auf Hornof zulief und dem Schwaiger Keeper keine Abwehrchance ließ. Dieser Treffer zeigte Wirkung, und die technisch starken Gäste übernahmen nun das Kommando. In der 57. Minute erzielten sie die 4:3-Führung: Nach einem Eckball von der linken Seite gelang Robin Volland, dem Bruder von Nationalspieler Kevin Volland, ein Traumtor. Im Rückwärtslaufen köpfte er die Kugel mit dem Hinterkopf gegen die Laufrichtung Hornofs und brachte seine Farben so abermals in Front. Nur zwei Minuten später war Volland wieder zur Stelle und drückte die Kugel nach einem scharfen Pass von der rechten Seite aus sechs Metern zum 5:3 über die Linie. Aber Schwaig gab nicht auf und warf jetzt alles nach vorne. Nach einer schönen Kombination im Mittelfeld schickte Vincent Sommer Ricardo Maier auf dem rechten Flügel auf die Reise, doch Maiers Schuss sprang von der Unterkante der Latte wieder ins Spielfeld zurück.

Nur zwei Minuten später hatte die Held-Elf wieder Pech. Nach einem abgewehrten Kopfball kam der Ball zu Sommer, dessen Volleyschuss an den linken Innenpfosten klatschte. Torhüter Fritz hätte keine Abwehrmöglichkeit gehabt. Besser machten es die Gäste aus Unterföhring. Nach einem schnellen Konter war es Bastian Fischer, der nach einem tollen Pass von der linken Seite souverän zum 6:3 und damit zur endgültigen Entscheidung einschob. In der 75. Minute besorgte Negic mit seinem zweiten Tor an diesem Tag den 7:3-Endstand.

Insgesamt ein verdienter Sieg der Gäste, der aber um ein paar Tore zu hoch ausfiel.

(Rainer Hellinger)

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