Lehrstunde zur falschen Zeit

- Moosinning - Mit einer 0:6 (0:3)-Heimniederlage im letzten Saisonspiel gegen den ASV Dachau hat der FC Moosinning seine Chance vergeben, um den Aufstieg in die Bezirksoberliga zu spielen. Der Dachauer Sieg war verdient, denn während die Gäste hochmotiviert und aggressiv zu Werke gingen, setzte sich auf Moosinninger Seite der Negativtrend der letzten Wochen fort.

Die Elf konnte zu keiner Phase richtig dagegenhalten, der Gegner war stets einen Schritt schneller, und auch von der taktischen Ordnung her offenbarten die Moosinninger an diesem Nachmittag große Mängel. Nur sieben Minuten brauchten die Gäste, um 1:0 in Führung zu gehen. Michael Stefan war kurz vor dem Sechzehner mit einem Foulspiel gestoppt worden, und Franco Patacca zauberte die Kugel über die Mauer hinweg in den Winkel.

Die Moosinninger versuchten nun ihrerseits, die Initiative zu ergreifen. Nach einem Freistoß von Robert Christofori wurde einem Treffer von Sigi Mayer wegen eines Fouls eines Mitspielers die Anerkennung verweigert, und in der 13. Minute köpfte Robert Christofori nach Zuspiel von Martin Schindler den Ball übers Tor. Im Gegenzug schnappte sich Stefan das Leder, spielte mehrere FCM-Akteure aus, lief von der Mittellinie allein aufs Tor zu und überwand Keeper Markus Listl mit einem schönen Schlenzer zum 2:0.

Die Platzherren wehrten sich, doch ein Kopfball von Sigi Mayer wurde kurz vor der Linie abgewehrt, Srdan Simicevic scheiterte aus spitzem Winkel am Keeper, und auch Schindler setzte einen Kopfball knapp neben das Tor. Spätestens in der 35. Minute aber war die Partie entschieden, als Patacca aus 16 Metern erneut in den Winkel traf.

Moosinnings Coach Albert Ostermaier löste in der Halbzeit den Libero auf, brachte mit Christoph Ball noch eine weitere Offensivkraft, doch quasi mit dem Anpfiff erloschen die letzten Hoffnungen. Die Moosinninger spielten den Ball vom Anstoß weg zurück, Stefan Dörner passte zu lässig zu einem Mitspieler, Stefan spritzte dazwischen und markierte das 4:0.
Christofori hatte zwar allein vor dem Tor noch einmal die Chance zum 1:4, aber der Ball bekam zu wenig Fahrt und wurde somit eine sichere Beute von Keeper Dietrich.


Mehr Fahrt nahmen dagegen die Gäste auf, die durch Bistran und Stefan in der 54. und 57. Minute zu weiteren Treffern kamen, wobei Keeper Markus Listl von seinen Vorderleuten schmählich im Stich gelassen wurde. Danach nahmen die Gäste etwas Gas raus, und so entwickelte sich ein unansehnliches Mittelfeldgeplänkel.

Die Niederlage der Platzherren geht völlig in Ordnung, doch sollte man auf Moosinninger Seite nicht den Fehler machen, nun alles schlecht zu reden, was über weite Strecken der Saison eine tolle Sache war. Letztlich war das Fehlen einiger Stammspieler nicht mehr zu kompensieren.

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