Die Neu-Ansetzung des Ligapokals sorgt für gemischte Gefühle. Hier die Stimmen aus der Region.
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Die Neu-Ansetzung des Ligapokals sorgt für gemischte Gefühle. Hier die Stimmen aus der Region.

Pokal wird im März weitergeführt

Liga-Pokal: „Am Ende wollen die Jungs einfach nur Fußball spielen“ 

  • vonRedaktion Erding
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Die Weiterführung des Liga-Pokals sorgt im Landkreis Erding für gemischte Gefühle. Quotientenregelung und der Abbruch der Vorrunde tun dabei ihr Übriges.

Landkreis – Bereits am 6. März 2021 soll der Liga-Pokal fortgesetzt werden. Wie berichtet, hat der Bayerische Fußballverband die Vorrunden aufgrund des Lockdowns abgebrochen und die Tabellen aufgrund der Quotientenregelung berechnet. Weitere Stimmen aus den Vereinen:

„Hoffen, dass der Liga-Pokal im aktuell Modus zu Ende gespielt werden kann.“

Robert Hartmann, Vorstandsmitglied des FC Finsing: „In diesen Zeiten sind die Dinge eben nicht planbar. Die Änderungen im Modus sind gemäß den Statuten ja möglich bei einer geänderten Sachlage. So gesehen machen wir uns da keine Gedanken und nehmen es, wie es kommt. Und hoffen, dass der Ligapokal im aktuellen Modus fertig gespielt werden kann. Am Ende wollen die Jungs ja spielen und sich mit anderen Teams messen. Nur darum geht es.“

Regelung, dass Teams mit nur einem Spiel weiterkommen können, sehr unglücklich gewählt

Benedikt Thumbs, Spielertrainer des FC Moosinning 2: „Wir sind froh, dass wir den Wettbewerb fortsetzen können. Wir haben gute Leistungen gezeigt. Wir sind eine der wenigen Mannschaften, die wirklich viele Spiele in diesem Wettbewerb absolviert hat und viele Punkte geholt hat. Die Wertung – Mannschaften mit nur einem Spiel kommen weiter – finde ich nicht sehr glücklich gewählt. Aber wir haben uns ja mit mehreren Spielen qualifiziert und gehen mit großer Freude in den Wettbewerb. Es ist auch schön, in der Vorbereitung Spiele zu haben, in denen es um was geht. Wir hoffen natürlich, dass sich bis dahin die Corona-Situation entspannt hat. Ich bin ja noch immer skeptisch, ob der komplette Wettbewerb nicht noch gestrichen wird, denn man braucht ja doch eine gewisse Vorlaufzeit von zwei, drei Wochen. Ich kann doch nicht nur ein Training machen und dann einen Wettbewerb spielen, bei dem es um den Aufstieg geht.“

Samir Merdanic, Spielertrainer des FC Langengeisling 2: „Das kann doch nicht wahr sein. In unsere Gruppe steht die eigentlich schwächste Mannschaft auf dem ersten Platz.“

Erst die Liga und dann den Pokal zu Ende spielen

Tobias Huber, Abteilungsleiter beim TuS Oberding: „Was jetzt passiert, finde ich trotz der Qualifikation unserer zweiten und dritten Mannschaft terminlich eher unlogisch. Ich bin kein Freund davon, dass der Pokalwettbewerb noch vor der normalen Liga fertiggespielt werden soll, obwohl wir überhaupt noch nicht wissen, ob im März gespielt werden kann, geschweige denn im Februar eine Vorbereitung stattfinden soll. Klar, der Verband denkt sich: ,Ist der Virus dann noch da, streichen wir den Pokal komplett!’ Somit hat die Liga einen Zeitpuffer bis Ende März und es kann dann vielleicht gespielt werden. Aber was passiert jetzt in der Vereinsplanung ab Februar? Mein Vorschlag wäre: Die Liga als ersten Wettbewerb terminieren, danach abwarten, ob es coronabedingt überhaupt möglich ist und erst dann den Ligapokal unter der Woche einbauen. Diese drei Termine bringt man locker unter, und das Finale lässt sich hinter die Relegation im Juni dranhängen. Der Pokal wird so nicht schon vor der Ligaphase verfälscht.

(pir/ola)

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