Der Matchwinner und sein Abgang in Gelb-Rot

- Eitting - Zwei Ampelkarten für Moosinning und ein verschossener Elfmeter auf Eittinger Seite zählten zu den wenigen Höhepunkten eines emotionslosen und langweiligen Bezirksliga-Gekickes. Der FC Moosinning schaffte den 2:0 (1:0)-Sieg über Gastgeber Eitting mit nur einer wirklich gefährlichen Torchance in 90 Minuten. Josef Schmid erzielte beide Treffer, danach sah er gelb-rot.

Das Landkreisderby startete mit einem Paukenschlag. Auf der rechten Seite im Mittelfeld erkämpfte sich Martin Schindler den Ball und bediente Schmid. Eittings Abwehrrecken waren zu weit aufgerückt und hatten nur noch das Nachsehen, als der Ex-Oberdinger den Ball aus sieben Meter Entfernung ins lange Eck schlenzte (2.). Nach dieser frühen Führung zogen sich die Gäste in die eigene Hälfte zurück und vertrauten auf ihre gestandene Abwehr. So wurde Eitting feldüberlegen und kam auch zu zahlreichen Chancen. In der 13. Minute köpfte Oliver Felkel nach einer Ecke von Reinhard Neudecker auf das linke Toreck, doch Keeper Listl parierte. Eitting blieb im Vorwärtsgang. Die FCM-Abwehr unterschätze einen hohen Ball, den sich Manfred Röslmair schnappte. Doch ließ sich der Torjäger zu weit nach links abdrängen.

Moosinning verließ sich weiter auf sporadische Konter. Christian Neudecker und Zeljko Budisa lieferten sich heiße Gefechte um den Ball, wobei der junge Eittinger ein ums andere mal als Sieger aus den Zweikämpfen hervorging.
Nach dem Pausentee wurde das Spiel immer schlechter. Die Eittinger Spieler versuchten die körperliche Unterlegenheit im Mittelfeld mit hohen Bällen auf Röslmair zu umgehen, doch der konnte sich gegen seine Doppelbewachung nicht durchsetzen.

In der 50. Minute fiel dann ein sehr kurioses Tor für die Gäste: Moosinning hatte kurz hinter der Mittellinie einen Freistoß zugesprochen bekommen. Der Ball wurde hoch in den Strafraum geschlagen, Manfred Götz eilte heraus, doch das Leder rutschte ihm durch die Arme und fiel Schmid auf den Fuß. Von dort rollte der Ball vorbei an Götz ins Tor.
Jetzt war nur noch Kick and Rush angesagt. Moosinning startete einige Entlastungsangriffe. Die endeten entweder mit Fehlpässen im Mittelfeld oder bei den Eittinger Manndeckern.

Kurz darauf fabrizierte ein Eittinger an der Mittellinie ein Foul, der Schiedsrichter pfiff Freistoß. Während dieser Situation hatte der leicht frustrierte Stürmer Budisa an der Eittinger Strafraumgrenze Christian Neudecker zu Boden gestreckt, doch sahen weder der Referee noch der Assistent an der Linie diese Tätlichkeit. In den nächsten 20 Minuten verließen mit Matchwinner Schmid und Georg Mayer zwei Moosinninger Spieler wegen wiederholten Foulspiels mit der gelb-roten Karte den Platz. Nun spielten elf Eittinger nur noch gegen neun Mann des Aufsteigers, doch die Gastgeber brachten das Leder trotz vieler guten Möglichkeiten nicht ins Netz.

Die dickste Chance bot sich in der 84. Minute: Röslmair hatte im Strafraum den Ball bekommen und wurde vom ungestümen Robert Christofori zu Fall gebracht. Albert Gröber selbst, der sehr angefressen über die Leistung seiner Spieler war, trat zum Strafstoß an. Er nahm ein paar Meter Anlauf und schlug den Ball mit voller Wucht einen Meter links über die Latte. Nicht einmal der Ehrentreffer war drin. Danach warteten beide Mannschaften nur noch auf den Abpfiff.

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