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FC Finsing: Messe, Blasmusik, Derbyfußball

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Von: Helmut Findelsberger

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So war’s vor drei Jahren: Maximilian Lechner und Florian Jakob bejubeln einen der Treffer beim Moosinninger 4:0-Sieg. Die Finsinger waren nicht ganz so begeistert. Finsing sieht sich als Außenseiter Vermutlich keine Gastgeschenke
So war’s vor drei Jahren: Maximilian Lechner und Florian Jakob bejubeln einen der Treffer beim Moosinninger 4:0-Sieg. Die Finsinger waren nicht ganz so begeistert. © Christian Riedel

Der große Tag des FC Finsing beginnt mit einem Gottesdienst. Danach wird die Tribüne eingeweiht und groß gefeiert. Bange Frage: Erweisen sich danach im Bezirksligaderby die Moosinninger Gäste als Spielverderber?

Finsing – Anspruchsvoller könnte der Aufgabenblock des FC Finsing an diesem Sonntag kaum mehr sein. Um 10 Uhr gehen mit einem Gottesdienst im Freien die Einweihungs-Feierlichkeiten des neuen Sportgeländes los . Um 15 Uhr ist dann Anpfiff zum Derby der Bezirksliga Ost gegen den FC Moosinning.

Bei den rund zehn Kilometern Entfernung trifft wohl die Bezeichnung Nachbarschaftsduell zu. Und wie sich doch Ereignisse wiederholen. Auch die am Ende abgebrochene und vorher in „2019 bis 21“ ausgedehnte Corona-Saison wurde mit diesem Derby eröffnet. Moosinning gewann 4:0, das Rückspiel 2:0.

Der FCM wurde Dritter beim Versuch, prompt wieder in die Landesliga zurückzukehren. Finsing stieg ab im vierten Bezirksligajahr, die letzten drei davon am Stück. Finsing gelang der sofortige Wiederaufstieg. Die Neuzugänge befeuern den Optimismus, dass es mit dem Klassenerhalt klappen könnte.

„Gegen Moosinning sind wir der Außenseiter“, da redet Trainer Bernd Häfele nicht lange rum. Während der Woche war ein Pokalspiel beim Kreisklassisten FC Forstern zu absolvieren. Da musste die Zweite ran und verlor 0:4. Häfele: „Ich habe gleich gesagt: So kurz vorm Punktspielstart fahr ich mit meiner Mannschaft nicht hin.“

Am Sonntag rückt er mit fast voller Kapelle an. Nicht dabei von den Neuzugängen ist Thomas Götzberger, der Angreifer Andre Huber von der BSG Taufkirchen gefolgt ist. Neu im FCF-Trikot sind auch Michael Fleischmann (SV Wörth) und Torhüter Philipp Strunk vom FCM. Häfele betont: „Mit ihm haben wir einen sehr guten Fang gemacht, und zusammen mit Daniel Schröder sind wir auf der Torhüterposition sehr gut aufgestellt“.

Der 21-jährige Strunk trifft gleich auf seinen Ex-Verein. „Wir wollten ihn halten, denn er hatte eine sehr gute letzte Saison gespielt, aber ein zweiter erfahrener Keeper sollte auch her“, erzählt Moosinnings Coach Christoph Ball. Auch durch die Kontakte von Stefan Haas und Georg Ball kam deren früherer Mannschaftskollege, der 28-jährige Dominic Dachs, der aus dem Landkreis stammt, vom VfR Garching zu den Gelb-Schwarzen. „Leider hat sich Strunki dann anders entschieden“, bedauert Ball dessen Abgang nach Finsing.

Mit im Aufgebot sind mit Verteidiger Luis Haumann (24) und Mittelfeldspieler Fabian Ulitzka (22) weitere Neuzugänge vom Kreisligisten Oberföhring. Mit Angreifer David Kamm wird ein Neuer nicht dabei sein. Der Ex-Oberföhringer und Forstinninger ist noch nicht fit, ebenso Sturm-Routinier Peter Werndl und „Mäx“, der defensivere der beiden Lechners. „Wir hatten letzte Saison die zweitbeste Trefferausbeute der Liga, aber an der Balance zwischen Offensive und Defensive und dem Spiel gegen den Ball haben wir verstärkt gearbeitet. Wir sind auf einem guten Weg“, blickt Ball auf die fünfwöchige Vorbereitung zurück.

Nach dem Gottesdienst und der Weihe heißt es „Tag der offenen Tür“ erzählt FCF-Vorsitzender Florian Neubert, und besichtigt werden dann auch die Kabinen. Hoffentlich müssen sich die beiden Teams dann nicht hinter den Büschen umziehen. Trainer Bernd Häfele findet dies nicht lustig und hofft, „dass die Vorbereitung aufs Spiel auch durch die Stunden vorher nicht zu sehr beeinträchtigt wird“.

Gäste bringen ja zu solchen Feierlichkeiten manchmal auch Geschenke mit. Neubert wollte sich da „mal überraschen lassen, was Karl Thumbs da so springen lässt“. Der darauf angesprochene FCM-Chef scheint in der Richtung nichts im Sinn zu haben. „Wir machen es anders, wir nehmen drei Punkte mit und ich hoffe, Neubert lädt mich auf ein Bierchen ein“, sagt er in seiner bekannt humorvollen Art. Tipp: 2:1 für Moosinning

Kader

FC Finsing: Schröder, Strunk; Gasda, Batljan, Bluhme, Fleischmann, Jell, Eberhardt Bachmeier, Engelhard, L. Hölzl, Fl. Hölzl, Schmitt, M. Simml, Kövener, Biendl, Tholl, Huber, Rickhof, Fuchs FC Moosinning: Dachs, D. Auerweck; Volkmar, Eschbaumer, Stauf, Lanzinger, Schmid, Haumann, Reiser, Ulitzka, G. Ball, Jakob, Haas, Saßmann, A. Auerweck, T. Auerweck, Treffler, Maximilian Lechner, Kollmannsberger

Finsing sieht sich als Außenseiter

Vermutlich keine Gastgeschenke

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