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Zur Zeit gibt‘s nichts zu feiern.

FUSSBALL

Saisonabbruch: Das sagen Erdings dazu

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Nach der Streichung des Ligapokals geht es nun um das vorzeitige Ende der Saison 2019/21.

Erding – Tief frustriert sei er, gestand gestern Ludwig Schmidt, Kreisspielleiter des Fußballkreises Donau/Isar. Denn die Fußballsaison steht endgültig vor dem Aus. Nachdem in Bayern der Lockdown bis 9. Mai verlängert wurde, zündet der Bayerische Fußball-Verband (BFV) Stufe zwei seines Vier-Stufen-Plans. Nach der Streichung des Ligapokals (wir berichteten) geht es nun um das vorzeitige Ende der Saison 2019/21. Vor der Entscheidung des Verbandsvorstands über einen Abbruch der Saison werden alle Vereine „durch Einholung eines Meinungsbilds mit einbezogen“, heißt es in einer Pressemitteilung des BFV. Bei einem Abbruch sieht die Spielordnung eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor.“ Wie berichtet, sehen dies einige Vereine kritisch. Schmidt merkte aber an, dass bei der Einführung dieser Regelung kein Verein in Bayern dagegen gestimmt hätte. Wie die Abstimmung genau erfolgen soll, ist wohl noch offen. Klar sei nur, so Schmidt, dass der Verband gar nicht um eine Befragung rumkommt. Aus rechtlichen Gründen, denn die Vereine hätten theoretisch Anspruch darauf, bis zum 30. Juni Spiele zu bestreiten. Am heutigen Mittwoch will der BFV-Vorstand weitere Beschlüsse fassen und nötige Schritte erörtern.

Reaktionen der Vereine

Dieter Heilmaier, Vorsitzender des FC Finsing:„Ich würde dem Abbruch zustimmen. Die Qutientenregelung wird Gewinner und Verlierer mit sich bringen. Aber das wäre bei jeder anderen Abbruchlösung auch so. Irgendeinen ,Tod‘ muss man und damit auch der BFV sterben. Die schlechteste Lösung für den Sport wäre, nun weiter zwanghaft an einem Fertigspielen der Saison über den 30. Juni festzuhalten. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

Patrick Tischer, Fußballabteilungsleiter von Rot-Weiß Klettham: „Ehrlich gesagt, habe ich schon seit längerer Zeit nicht mehr daran geglaubt, dass es von politischer Seite eine rechtzeitige Zulassung für den Amateursport gibt, um die Saison noch zu Ende zu bringen. Ich wäre schon froh, wenn man einigermaßen normal im August in eine neue Saison starten kann. Gegen die angedachte Quotientenregelung haben wir angesichts unserer Tabellenstände natürlich nichts einzuwenden: Unsere Zweite würde in die A-Klasse aufsteigen und die Erste in der Kreisklasse bleiben. Aber wichtiger ist mir, dass endlich bald wieder der Ball rollt. Und die Liga ist mir im Moment eigentlich ziemlich egal.

Christian Grüll, Interimstrainer des TSV Wartenberg:Jedem war doch klar, dass dies passieren wird. Der Verband hat viel zu lange gewartet und auf das Corona-Wunder gehofft. Der Abbruch ist alternativlos. Mein Vorschlag: Platz eins und zwei steigen auf, und es gibt keine Absteiger. Die Ligen werden dadurch in der neuen Saison größer. Dann gibt’s mehr Absteiger in der neuen Saison, wobei man nicht davon ausgehen kann, dass im August wieder alles normal läuft. Möglich wäre eine Ligateilung im Herbst und Playoffs in der neuen Saison. DIETER PRIGLMEIR

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