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Eine der stärksten Moosener Mannschaften der Vereinsgeschichte (hi nten, v. l.): Herbert Patra jun., Josef Moser, Georg Lechner, Peter Eichinger, John Schirmbeck, Leonhard Holbl, Ernst Kasseckert, Abteilungsleiter Karl Liebl sowie (vorne, v. l.) Gerhard Kaiser, Gerhard Außerbauer, Hans Sterr, Wast Stettner und Erich Liebl spielten vor rund 40 Jahren eine erstklassige Rolle in der damaligen B-Klasse – heute vergleichbar mit der Kreisklasse. 

Fußball: Gipfeltreffen in der Kreisklasse

SC-Moosen-Legende Peter Eichinger schwärmt: „Der Zusammenhalt hier ist einmalig“

Der SC Moosen und der FC Hohenpolding stehen punktgleich und ungeschlagen an der Tabellenspitze der Kreisklasse. Am Sonntag (15 Uhr) steigt das Gipfeltreffen.

Moosen/Hubenstein – Das gab es noch nie: Der SC Moosen und der FC Hohenpolding stehen punktgleich und ungeschlagen an der Tabellenspitze der Kreisklasse. Am Sonntag (15 Uhr) kommt es in Moosen zum Aufeinandertreffen der beiden Überraschungsmannschaften. Einer, der ganz bestimmt zuschauen wird, ist Peter Eichinger aus Hubenstein.

36 Jahre lang hat Eichinger in der ersten Mannschaft des SC Moosen gespielt, aber nie ein wirklich wichtiges Match gegen den FC Hohenpolding bestritten. „Wir waren immer in der B-Klasse. Außer ein paar belanglosen Freundschaftsspielen hatten wir wenig Kontakt“, auch wenn Hohenpolding nur fünf Kilometer entfernt liegt. Die Holzlandmannschaft sei in der C-Klasse lange dahingedümpelt, erinnert sich der „Angersn“, wie er von seinen Spezln genannt. Libero war er früher. Gegen die Taufkirchener sei das Verhältnis ein ganz anderes gewesen. Da seien Emotionen ohne Ende da, noch heute.

„Wir waren der Verein, der am Längsten in der B-Klasse gespielt hat, während die anderen auf- und abgestiegen sind.“ Immer wieder habe es Personalmangel beim SCM geben, „aber wenn’s drauf angekommen ist, dann haben wir zusammengehalten und die Klasse gehalten“. Gefühlt 100 Mal seien die Moosener schon zum Absteiger tituliert worden, aber immer wieder hätten sie es aus eigener Kraft abwenden können. „Einmal hatten wird sogar ein 6:20-Punkte-Verhältnis. Da haben wir trainiert wie die Geisteskranken und haben die Klasse gehalten. Das war einmalig in Moosen in meiner Ära“, schwärmt Eichinger.

Mit Spielertrainer Maxi Bauer verbindet ihn mehr als die Liebe zum Fußball. Maxi ist der Enkel seines Bruders Albert, der genauso „fußballnarrisch“ war wie er. Dessen Sohn Gerhard habe, wie sein Neffe Maxi, das Fußballgen und auch das Talent geerbt.

Am Aufstieg seien die Moosener damals gar nicht wirklich interessiert gewesen, weil man in der A-Klasse jeden zweiten Sonntag nach München zum Spielen auf die Hartplätze hätte fahren müssen, verrät Eichinger.

Auf Maxi Bauer hält er große Stücke. „Er ist ein Moosener Urgestein“, auch wenn er eigentlich in Breitenweiher bei Taufkirchen wohnt. Er habe beim SCM alle Jugendmannschaften durchlaufen, sei quasi „ja fast bei der Oma in Moosen aufgewachsen“. In der Regionalliga beim TSV Buchbach habe er viel taktische Raffinesse gelernt, die jetzt dem SC Moosen zugute komme, meint Peter Eichinger. Neuzugang Stefan Hölzlein passe gut ins System rein.

Auf Hohenpoldings Spielertrainer Thomas Bachmaier sei er schon gespannt: „Ich hab ihn noch nie spielen gesehen.“ Deshalb könne er ihn auch schlecht einschätzen. Hohenpolding habe eine „Wahnsinns-Saison hingelegt, tolle Stürmer, die Tore schießen können“, aber ihre Abwehr sei anfällig für Gegentore. Die aktuelle Moosener Mannschaft ist bekannt für ihre Offensive, insbesondere Bauer für seine Torschussqualitäten. Er genieße halt auch sehr viel Respekt bei den anderen Spielern, weil er in Buchbach schon so hochklassig gespielt hat.

Einen Tipp will Peter Eichinger nicht geben. Er lässt den Spielausgang offen.

VON BIRGIT LANG

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