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Flugstunden: Keinen leichten Stand hatte der FC Moosinning am Samstag gegen den FC Schwabing. Hier wird gerade Maxi Lechner (gelbes Trikot) in die Mangel genommen. Er verschoss auch noch einen Strafstoß. Gegen Schwaig dürfte es für ihn noch schwieriger werden.  

Fußball

Schwaig gegen Moosinning  - der Kampf der Bezirksliga-Überflieger

Die zwei besten Teams des Landkreises Erding sind auch die Bosse der Bezirksliga Nord. Am Mittwoch steigt das Derby.

Schwaig – Zum Gipfeltreffen der Bezirksliga Nord empfängt der FC Schwaig am Mittwoch um 18.30 Uhr den FC Moosinning. Einmal ist immer das das erste Mal, denn niemand aus den Funktionärsriegen der beiden Clubs kann sich an ein solches Duell erinnern.

„Die letzten 50 Jahre gab es sicher keins“, bestätigt der für sein makelloses Statistikwissen bekannte FCM-Vorsitzende Karl Thumbs. „1969 sind wir in die Bezirksliga aufgestiegen, und zumindest von da an gab es sportlich keine Berührungspunkte.“ Thumbs schiebt „auf Grund der sehr starken Offensive“ dem FC Schwaig die Favoritenrolle zu. Dennoch: Gegen die bärenstarke Defensive des Landesliga-Absteigers muss man erst mal Tore schießen. Nur zwei Gegentreffer in fünf Partien bei immerhin 13 erzielten Treffern sind schon beeindruckend.

Etwas zurückhaltender gibt sich Moosinnings Abteilungsleiter Rupert Lanzinger: „Direkt als Favorit gehen wir nicht in dieses Spiel, aber punkten wollen wir unbedingt,“ sagt er. Dass der Aufsteiger so gut da steht, überrascht ihn nicht, „denn er hat sich sehr gut verstärkt und ist vor allem im Angriff sehr stark besetzt“. Für Lanzinger ist klar: „Es wird auf unsere Abwehr ankommen, und die ist ja wirklich nicht schlecht“. Er freut sich auf dieses Lokalderby. „Ist ja auch ein Moos-Derby. Wir haben es im Namen drin und Schwaig vor der Haustür.“

Beide Teams haben bereits am Montag trainiert. ,„Bei uns war es mehr ein Auslaufen nach dem Sonntagsspiel“ sagt FCS-Abteilungsleiter Anton Scheckenhofer. Er hat derzeit Terminstress. Dieses Spiel wurde vorverlegt wegen anstehender Trauerfeierlichkeiten am Wochenende. Das für Dienstag – auch gegen Moosinning – angesetzte Totopokal-Spiel wurde erstmal storniert. Für die ausgefallene Heimpartie gegen Pfaffenhofen wurde nun ein Termin gefunden. Flutlicht haben beide Clubs nicht, und so kam man dem FSV entgegen und spielt am 11. September um 18 Uhr an der Ilm.

Spielertrainer Benjamin Held hat da andere Sorgen, aber er nimmt es gelassen. Florian Fink, den Pressesprecher Rainer Hellinger als „den General im Mittelfeld“ beschreibt, hat sich in Sulzemoos verletzt. Er wird laut Held „zwei bis drei Wochen ausfallen“. Hinter dem Einsatz des angeschlagenen Nils Wölken steht ein Fragezeichen. Maxi Hellinger ist wieder im Kader. Vom Duo, das zuletzt in der Zweiten aushalf, ist Thomas König wieder zurück, aber Luis Ropero ist im Urlaub. Die Bank wird erneut sehr überschaubar besetzt sein.

„In der Breite sind wir besser aufgestellt“, sagt Moosinnings Fußballchef Lanzinger. „Wenn wir unsere Leistung wieder abrufen können, ist dennoch was drin“, ist der Spielertrainer des FC Schwaig überzeugt.

Beide Parteien haben bisher beste Werbung betrieben. Schwaig hat mit vier Siegen aus vier Spielen und 15:4 Toren eine makellose Bilanz. Der FCM, Landesligaabsteiger und Ligafavorit, ist ebenfalls mit vier Siegen gestartet, musste sich aber letzten Samstag gegen Schwabing trotz einer Vielzahl bester Torchancen mit einem 1:1 begnügen.
 TIPP: 2:1 für Schwaig

Die Kader:

FC Schwaig:Preußer, Ostermair, Empl, Jell, Fichtlscherer, Buchauer, Sommer, Simak, Straßer, Held, Ascher, Reiche, Hellinger, König.
FC Moosinning:Hornof, Strunk, Mavracic, Volkmar, Cetinkaya, Jakob, Diranko, Lechner, A. Auerweck, Stauf, T. Auerweck, Löchner, Lanzinger, Hones, Werndl, Ibrahim, Nuredini, Mömkes.

VON HELMUT FINDELSBERGER

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