FC Langengeisling II gegen FC Erding
+
Gegen Geisling war es knapp für den FC Erding mit Spielertrainer Andreas Ostermair (schwarzes Trikot). Gegen Fraunberg rechnet er nicht mit einem Kantersieg. Doch ein Erfolgserlebnis würde dem Team nicht schaden.

A-Klassen-Schlusslicht muss Samstag gegen Aufstiegskandidat Fraunberg ran

FC Erding: „Seelisch am Tiefpunkt“

  • VonMayls Majurani
    schließen

Der FC Erding erreichte vergangene Woche den nächsten Tiefpunkt: Letzter Platz in der A-Klasse. Trainer Andreas Ostermair und Max Malterer sprechen über die Gründe.

Erding – Sonntag vergangene Woche, 16.45 Uhr: Schlusspfiff in Langenpreising, Rot-Weiß Klettham 2 gewinnt bei der SpVgg 3:1 und klettert in der Tabelle einen Platz rauf. Und der FC Erding erreicht den nächsten Tiefpunkt: Letzter Platz in der A-Klasse, nur vier Punkte aus sieben Spielen. „Das kann nicht unser Anspruch sein“, sagt Spielertrainer Andreas Ostermair. „Aber es war uns allen klar, dass wir so eine Schwächephase haben werden. Dass es so schnell passieren wird, hatten wir aber nicht erwartet.“

Nachdenklich: Erdings Sportlicher Leiter Max Malterer.

Aber sollte es eigentlich nicht besser laufen? Schließlich ist der FC Erding streng genommen ein Aufsteiger: Die Coronasaison 2019/21 verbrachte die Zweite des FCE in der B-Klasse, schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Die Erste stieg zwar in der selben Spielzeit aus der Kreisliga in die Kreisklasse ab, der Verein entschied sich aber, nur noch mit einer Mannschaft am Spielbetrieb teilzunehmen – in der A-Klasse. „Die Mannschaft besteht auch zum Großteil aus Spielern der Zweiten von damals“, sagt Ostermair. Aber: „Die Coronasaison wurde ja nicht zu Ende gespielt. Die Aufstiegsmannschaft hat quasi ein Jahr lang nicht gespielt“, sagt er. Doch damit allein lässt sich die Situation des FCE nicht erklären. Schließlich spielten die anderen Vereine genauso lange nicht während des Fußball-Lockdowns.

„Wir hatten viel Pech“, sagt Max Malterer, der seit dieser Saison gemeinsam mit Cedric Freisleben als Sportlicher Leiter fungiert. „Wir haben einige Spiele knapp verloren. Wir hatten einige Coronafälle in der Mannschaft, dadurch gab es zum Beispiel auch ein Chaos vor dem Spiel gegen Zustorf, das uns unglaublich leid tut.“ Dann hätten einige nach ihrer Impfung gefehlt, einige wegen ihrer Schichtarbeit, dazu die Urlaubszeit. Durch die ganzen Probleme sei man in einen Strudel geraten, und es sei nicht leicht, da wieder rauszukommen.

Malterer: „Jedes Spiel beginnt 0:0“

„Die Liga ist ja auch nicht schlecht bestückt“, sagt der 33-jährige Spielertrainer ergänzend. „Aber das darf natürlich keine Ausrede sein. Wir sind eine erste Mannschaft und müssen schauen, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“ Der eigene Kader habe das Zeug dazu, ist sich Ostermair sicher. Das sieht auch Malterer so: „Wir haben einen breiten und guten Kader. Wir müssen jetzt nur noch eine gute Mannschaft werden.“ Da würden ein paar Erfolgserlebnisse nicht schaden. „Wir haben ja einige ordentliche Spiele abgeliefert“, sagt der 30-Jährige. Da könne man drauf aufbauen, und wenn in den nächsten Spielen auch ein, zwei Mal das Ergebnis stimmt, werde es schon ganz anders ausschauen.

Für diese Woche machen sich die Erdinger aber nichts vor, wenn am Samstag um 15 Uhr der Tabellendritte Fraunberg ins Erdinger Stadion kommt. „Wir sind seelisch am Tiefpunkt“, sagt Ostermair. „Natürlich wollen wir Erfolge feiern, aber gegen Fraunberg müssen wir erstmal defensiv gut stehen. Alles andere wäre utopisch“, gibt er zu. „Jedes Spiel beginnt 0:0, auch wenn Fraunberg ein Aufstiegskandidat ist. Bisher hatten wir Pech, vielleicht haben wir jetzt Glück“, ergänzt Malterer.

Und den Optimismus lassen sich die Erdinger sowieso nicht nehmen: Die neue, mobile Spielstandsanzeige, die gegen Fraunberg erstmals zum Einsatz kommt, stellte die Abteilungsleitung vorab mit einem Pressefoto vor. Der Spielstand darauf: Heim 3, Gast 1.

Optimistisch: Die neue Spielstandsanzeige kommt gegen Fraunberg erstmals zum Einsatz. Kooperationspartner Erik Singaitis, Abteilungsleiter Edib Mehmedovic und „Greenkeeper“ Gerhard Holzinger (v. l.) haben schon Mal das Ergebnis auf 3:1 gestellt.

Mayls Majurani

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare