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Musste die Feier absagen: SpVgg-Chef Erich Neueder.

Konsequenzen aus der Corona-Pandemie

SpVgg Altenerding sagt 100-Jahr-Feier ab

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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  • Andreas Heilmaier - freier Mitarbeiter
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Die Chronik soll  im Mai erscheinen, aber alle Veranstaltungen sind abgesagt. Gr0ßartige Geste der Künstler: Sie verzichten auf Entschädigungen.

Altenerding – Die Planungen von eineinhalb Jahren sind über den Haufen geworfen. Seit September 2018 traf sich der achtköpfige Festausschuss der SpVgg Altenerding und machte sich Gedanken über die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen. Eine Mischung aus viel Sport und großen musikalischen Veranstaltungen sollte es werden (wir berichteten), doch jetzt ist alles Makulatur.Die Verantwortlichen der SpVgg Altenerding haben sich entschlossen, die für Mai geplanten Feierlichkeiten abzusagen.

Schon letzte Woche befasste sich der Festausschuss mit diesem Thema, „doch ich will, dass sich alle Abteilungen dazu äußern“, eröffnete der Vorsitzende Erich Neueder die letztlich entscheidende Sitzung. Obwohl der Vorsitzende zunächst auf die finanziellen Gegebenheiten einging, waren sich alle sofort einig, dass die Finanzen bei einer Entscheidung nicht das entscheidende Kriterium sein sollten.

Einstimmige Entscheidung

Sowohl Neueder als auch Günter Meier von der Fußballabteilung erklärten, dass die Künstler DeSchoWieda, Roland Hefter, Da Huba, Meier und I sowie Tetra Pack sehr entgegenkommend waren und auf jegliche finanzielle Entschädigung verzichten.

„Mit dem Zeltverleih muss noch gesondert gesprochen werden, und wir hoffen, auch dort eine Lösung zu finden“, erklärte Meier. Ähnlich sei es mit bereits beauftragten Sicherheitsfirmen, erläuterte Werner Lauer. „Das ist noch eine Unbekannte“, sagte der Ex-Handballabteilungsleiter. Er ist Mitglied des Festausschusses und weiß, dass bisher noch keine nennenswerten Kosten angefallen seien, zumal die Plakatierung und das Aufstellen der Bauzäune noch nicht begonnen habe.

Lauer machte aber auch unmissverständlich deutlich: „Eine Absage ist unvermeidlich.“ Damit vertrat er die Meinung aller anwesenden Funktionäre, die dann einstimmig für eine Absage votierten.

Einzig an der Erstellung der Festchronik wird festgehalten. Lauer und Katharina Gotz arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Fertigstellung. Die Verantwortlichen der SpVgg hoffen, dass die Kosten für die Chronik durch Werbeinserate und Erlöse aus dem Verkauf gedeckt werden. Die Auflage soll bei 2000 liegen. Die Chronik soll drei Euro kosten und im Mai fertig sein.

Käufer erhalten Ticketpreis zurück

Ob die Feier in irgendeiner Weise nachgeholt wird, steht noch in den Sternen. „Eine entsprechende Planung macht aktuell keinen Sinn, denn es kann ja keiner seriös vorhersagen, wie es mit dem Corona-Virus weitergehen wird. Natürlich würden wir gerne mit unseren Mitgliedern das Jubiläum feiern, aber wie und wann ist noch völlig offen – vielleicht machen wir auch was im nächsten Jahr“, sagte Neueder. „Die Karten für die geplanten Veranstaltungen werden natürlich zurückgenommen, und die Käufer erhalten den Ticketpreis zurück.“ Einzelheiten für die Rücknahme will die SpVgg zeitnah mit den Vorverkaufsstellen festlegen und auf der Homepage veröffentlichen, www.spvgg-altenerding.de.

Zudem wurde in Frage gestellt, ob die für Juli geplante Delegiertenversammlung stattfinden kann. „Derzeit können die Abteilungen ihre erforderlichen Jahreshauptversammlungen nicht planen. Nachdem die Versammlung der Delegierten erst nach den Abteilungsversammlungen stattfinden kann, ist es möglich, dass es auch Oktober wird“, berichtet Neueder, der damit erst später das Zepter als Vorsitzender an seinen Nachfolger übergeben wird. Durch die verordnete tägliche Schließung des SemptSportPubs ab 15 Uhr ist es nun auch nicht mehr möglich, das für Gründonnerstag geplante Watt-Turnier durchzuführen.

Reaktionen auf die Absage seitens der Mitglieder gibt es übrigens noch keine. „Wie denn auch?“, meinte Lauer. „Es findet doch keinerlei Trainingsbetrieb statt. Unser Vereinsleben steht still. Es läuft gar nichts, wirklich gar nichts.“

Am Mittwochabend hat sich übrigens auch der FC Langengeisling entschieden, seine Einweihungsfeier zum Vereinsheim und die für den Juni geplanten Feierlichkeiten zum Hundertjährigen zu verschieben (Bericht folgt).

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