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Der Matchwinner: Löwen-Stürmer Stefan Lex jubelt nach seinem 1:0-Siegtreffer gegen den FC Halle. Torwart Kai Eisele ist geschlagen. 

Der Eittinger Löwen-Profi schlägt zu

Stefan Lex: „Wenn das Selbstvertrauen da ist, läuft’s“

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Löwen-Stürmer Stefan Lex (29) spricht über seine Form, den alten Trainer und den neuen.

Eitting– Für Stefan Lex lief es in dieser Saison bislang nicht so gut. Doch jetzt scheint beim 29-jährigen Eittinger der Knoten geplatzt zu sein. Der Stürmer des Drittligisten TSV 1860 München steuerte beim jüngsten 4:2-Heimsieg gegen Viktoria Köln ein Tor und eine Vorlage bei. Beim Tabellenvierten Halle gelang ihm eine Woche später der entscheidende Treffer zum 1:0. Ein Sieg, den die Mannschaft ihrem Ex-Trainer Daniel Bierofka gewidmet hat.

Herr Lex, diese Saison waren Sie ja bislang noch nicht richtig in Tritt gekommen. Woran lag’s?

Die ersten vier Wochen war ich verletzt. Als ich dann gespielt habe, bin ich nicht so reingekommen, wie ich mir das gewünscht hätte – und auch der Trainer. Ich habe mich dann einfach weiter im Training voll reingehängt.

Und jetzt gleich zwei starke Spiele hintereinander abgeliefert.

Wenn das Selbstvertrauen da ist, dann läuft’s.

Dabei hatten Sie in Halle noch Pech mit zwei Pfostenschüssen und einer hundertprozentigen Chance, die sie vergeben haben.

Der erste Pfostenschuss aus 20 Metern, der muss nicht reingehen. Und beim zweiten, der an den Innenpfosten ging, habe ich eigentlich nicht viel falsch gemacht. Die große Chance, die muss ich aber machen. Ich weiß nicht, wie der Torwart da noch rangekommen ist.

Kommt Ihnen das Konterspiel, so wie in Halle praktiziert, mehr entgegen?

Kontern ist mein Spiel. Da habe ich Platz und kann aus der Tiefe kommen. Das hat in Halle gut funktioniert, ist aber natürlich bei Heimspielen schwieriger, wenn sich der Gegner hinten reinstellt.

Ein großartiges Zeichen war, als die Mannschaft nach Ihrem Treffer in Halle zur Bank gelaufen ist und ein „Danke Biero“ T-Shirt hochgehoben hat.

Das war die Idee von Sascha Mölders und unserem Zeugwart. Wir hatten das erst gar nicht gewusst, fanden es aber eine super Idee. Es sollte ein kleiner Dank unseren Ex-Trainer Daniel Bierofka sein. Aber eigentlich ist es viel zu wenig für das, was er für uns getan hat.

Hat sich Daniel Bierofka daraufhin gemeldet?

Bei unserem Teammanager. Der hat uns erzählt, dass sich der Biero sehr darüber gefreut hat – und auch darüber, dass wir auch ohne ihn so gespielt haben, wie er sich das gewünscht hätte.

Kam der Rücktritt von Daniel Bierofka für Sie eigentlich überraschend?

Nach dem Köln-Spiel hat der Biero sehr nachdenklich gewirkt. Er hat uns schon gesagt, dass er über seinen Rücktritt nachdenke, und dass er im Gespräch mit den Verantwortlichen einen Zeitpunkt festlegen wolle.

Und dann war der Trainer plötzlich weg.

Wir hatten nach dem Köln-Spiel zwei Tage Pause. Als wir zum Trainingsgelände kamen, hat es keiner geahnt. Wir saßen nach dem Mittagessen noch ganz entspannt beim Schafkopfen zusammen, als wir die Nachricht erhielten. So richtig wollte das in dem Moment keiner realisieren.

Was hat Euch Interims-Trainer Oliver Beer vor dem Spiel in Halle gesagt?

Er hat nicht groß was anders gemacht. Im Grunde genommen hat er gemeint, wir sollen so weitermachen wie zuletzt.

Was wissen Sie über Ihren neuen Trainer Michael Köllner, der zuletzt beim 1. FC Nürnberg war?

Nicht viel. Ich habe ihn aus der Ferne in Nürnberg erlebt und auch beim BFV, als er da Trainer war und ich ein Praktikum gemacht habe. Aber Berührungspunkte hatten wir nie. Lassen wir uns überraschen.

Jetzt ist eine Woche Pause, dann kommt das Derby gegen Bayern 2. Was ist heuer noch drin?

Zuerst einmal müssen wir schauen, dass wir Abstand nach hinten kriegen, denn das Feld liegt eng zusammen. Wenn wir die letzten sechs Punkte nicht geholt hätten, würden wir auf einem Abstiegsplatz liegen. In den nächsten zwei Wochen heißt es gut trainieren und mit dem Trainer möglichst schnell zusammenfinden. Nach Bayern geht es gegen Haching und Ingolstadt – das sind nicht nur Derbys, sondern auch Gegner aus der Spitzengruppe. Aber erst wollen wir das Derby gewinnen.

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