Bleibt das alte Sportheim doch länger stehen? Franz Knittler ist unglücklich über drohende coronabedingte Verzögerungen beim geplanten Ersatz für das nicht mehr sanierungsfähige Gebäude.
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Bleibt das alte Sportheim doch länger stehen? Franz Knittler ist unglücklich über drohende coronabedingte Verzögerungen beim geplanten Ersatz für das nicht mehr sanierungsfähige Gebäude.

„Ohne Zuschüsse geht es nicht“

SV Eintracht Berglern: Sportheim-Neubau aufgeschoben

  • vonRedaktion Erding
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Der Neubau des Berglerner Sportheims muss aufgrund finanzieller Engpässe durch Corona aufgeschoben werden. Das alte Sportheim stammt noch aus den 70er Jahren.

Berglern – Erst einmal auf Eis gelegt ist wohl der Neubau des Sportheims in Berglern – aber aufgeschoben ist hier ausdrücklich nicht aufgehoben. Franz Knittler, Vorsitzender des SV Eintracht Berglern und damit des Bauherrn, sagte im Gespräch mit der Heimatzeitung: „Ohne Zuschüsse der Gemeinde geht es überhaupt nicht.“

Genau bei der Kommune aber rechnet der SVE-Vorsitzende coronabedingt mit klammeren Finanzen. Er deutete an, dass die Finanzierung derzeit so wohl nicht darstellbar ist. Das bedeute aber nicht, dass an dem großen Projekt nicht weitergearbeitet werde. So habe man die Bemühungen beim Bayerischen Landessportverband (BLSV) weitergeführt, was die zusätzliche Finanzierung des Vorhabens angeht. Damit waren die Fristen, die noch in der Hauptversammlung genannt wurden, eingehalten.

SV Eintracht Berglern: „Bau aus den 70er Jahren“

An dem Neubau will Knittler aber auf jeden Fall festhalten. „Das ist ein Bau aus den 70er Jahren, aus Betonsteinen, ohne Isolierung“, weiß er. Eine energetische Sanierung, wie sie auch schon angedacht war, hatte sich im Jahr 2019 mit damals geschätzten Kosten in Höhe von 165 000 Euro als nicht mehr wirtschaftlich heraus gestellt, sodass die Pläne für einen Neubau reiften.

Der Verein hat einen Plan vorgelegt, der nach den Worten des Vorsitzenden weiter entwickelt worden und soweit abgeschlossen ist. Der SVE brauche die Möglichkeiten, die der Neubau biete, erklärt Knittler, denn der Neubau soll eine kleine Sporthalle im Obergeschoss bekommen. Das könnte für die ganze Gemeinde die Hallensituation entspannen, denn vor allem die Gruppen der starken Abteilung „Gesundheit und Sport“ von Gabi Röslmair brauchen eigentlich dringend Hallenkapazitäten.

Sportheim: Problem Heizungsanlage

Und noch etwas könnte doch noch zu Zeitdruck führen: Die Heizungsanlage ist, das war schon in der Hauptversammlung 2019 deutlich geworden, am Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer angekommen. Mit ihr werden auch die Schützen im Keller versorgt, die damit gewissermaßen auch an der ganzen Planung dranhängen.

Die Summe, um die es hier geht, wurde 2019, als der Grundsatzbeschluss einstimmig für den Neubau fiel, auch schon genannt: Rund 965 000 Euro müssen demnach investiert werden. Dass jetzt erst einmal die Bremse hat gezogen werden müssen, schmeckt dem Vorsitzenden Knittler überhaupt nicht. Zugleich aber macht er deutlich, dass jetzt eine Situation eingetreten sei, die niemand habe voraussehen können. (Klaus Kuhn)

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