Der SV Walpertskirchen (weiße Trikots) hat mit 42 Punkten einen Zähler mehr als der Tabellennachbar SC Moosen/Vils.
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Der SV Walpertskirchen (weiße Trikots) hat mit 42 Punkten einen Zähler mehr als der Tabellennachbar SC Moosen/Vils.

Beide Vereine gehen von einem Saisonabbruch aus

SV Walpertskirchen & SC Moosen/Vils: Faire Kontrahenten im Aufstiegskampf

Es hätte ein spannender Saisonendspurt zwischen dem SV Walpertskirchen SC Moosen/Vils werden können. Bei einem Saisonabbruch würde der SV vor dem SC aufsteigen.

Walpertskirchen/Moosen – Nur ein Punkt Unterschied – was hätte das für ein Saisonendspurt in der Fußball-Kreisklasse werden können. Der SV Walpertskirchen liegt mit 42 Zählern vor dem SC Moosen (41), aber den Showdown wird’s nicht mehr geben. Beide Vereine gehen davon aus, dass der vom Bayerischen Fußballverband empfohlene Saisonabbruch (wir berichteten) kommen wird, und beide halten dies auch für richtig.

Sepp Heilmeier: „Natürlich haben wir gehofft, dass wir den Aufstieg sportlich schaffen“

So eng es auch hergeht – den Rechenschieber braucht niemand in der Kreisklasse. „Alle Mannschaften haben 19 Spiele absolviert. Da hat sich die Quotientenregelung erledigt“, sagt Sepp Heilmeier. Trainer des SV Walpertskirchen. „Natürlich haben wir gehofft, dass wir den Aufstieg sportlich schaffen. Aber für uns wäre der 3. Mai der letzte Termin für den Trainingsstart, wenn die Fortsetzung der Runde noch Sinn machen soll.“ Zum anderen könnte auch die sportliche Fairness darunter leiden, „wenn dann in einer Mannschaft mehrere Spieler wegen eines Coronafalls ausfallen.“ Er könne sich allerdings durchaus vorstellen, den Tabellenzweiten aufsteigen zu lassen und auf einen Abstieg zu verzichten. Man müsse das halt mit einem entsprechenden Ligamodus managen, „eventuell mit zwei Staffeln, aber wir lassen einfach auf uns zukommen, was zur Abstimmung steht“, so der Coach.

Matthias Liebl: „Aus medizinischer Sicht ist Sport im Freien unbedenklich“

Der SC Moosen will beim BFV eine Härtefallregelung geltend machen. „Zum einen liegt der Quotient doch sehr eng beisammen“, sagt Abteilungsleiter Andreas Seidl. „Zum anderen hätten wir ja auch noch das direkte Aufeinandertreffen.“ Sollte der Verband dennoch bei seiner jetzigen Auslegung bleiben, „werden wir das akzeptieren, ohne dass wir dagegen Sturm laufen“, so Seidl. Er sei auch kein Freund davon, den Auf- und Abstieg auszusetzen. „Dann hätten wir eineinhalb Jahre umsonst gespielt. Und es wäre schon komisch, wenn in der neuen Saison Walpertskirchen und Türkgücü in der gleichen Klasse spielen würden.“ SCM-Vorsitzender Manfred Slawny findet ebenso, dass man bei so knappen Entscheidungen wie in der Kreisliga (Lengdorf) und der Kreisklasse einen Aufstieg ermöglichen könnte. Er erinnert nochmals an den „tollen Dreikampf“ zwischen dem SVW, dem SCM und dem FC Hohenpolding. „Und bei aller Konkurrenz: Walpertskirchen hat den Aufstieg verdient.“

Viel bedauerlicher als der vermutlich verpasste Aufstieg sei, dass derzeit überhaupt nicht gekickt werden dürfe, so Moosens Sportlicher Leiter und Osteopath Matthias Liebl. „Aus medizinischer Sicht ist Sport im Freien unbedenklich. Aber das ist politisch momentan nicht durchsetzbar.“

(pir)

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