Die Wende: Benedikt Schuler (l.) verwandelt einen Strafstoß zur Walpertskirchener 2:1 Führung.
+
Die Wende: Benedikt Schuler (l.) verwandelt einen Strafstoß zur Walpertskirchener 2:1 Führung.

Josef Heilmeier: „Es macht einfach großen Spaß“

SV Walpertskirchen schießt sich mit Sieg gegen TSV Wartenberg an die Spitze

  • VonEicke Lenz
    schließen

Wartenberg – Mit einem verdienten 3:1-Auswärtssieg beim TSV Wartenberg hat Aufsteiger SV Walpertskirchen die Tabellenführung der Kreisliga übernommen. Der Neuling profitierte von der 0:2-Heimniederlage des FC Finsing (siehe unten). Ein Spaziergang freilich war der Sieg in Wartenberg nicht.

Zumindest in der ersten halben Stunde hielten die Wartenberger das Spiel offen, auch weil sie in der Abwehr aufmerksam agierten. Allerdings war das Spiel nach vorne eingeschränkt, weil die Gäste-Abwehr überhaupt nichts zuließ, zweikampfstark und bissig agierte und so im eigenen Strafraum nicht in Bedrängnis kam. Weite Diagonalbälle auf den schnellen und technisch versierten Christian Schmuckermeier blieben die Ausnahme.

Zumindest in der ersten 30 Minuten waren beide Torleute eigentlich nicht beschäftigt. Der erste Torschuss des eingewechselten Mirel Smigalovic war für TSV-Torwart Felix Schönwald kein Problem. Doch danach fanden auch die übrigen Angreifer gefallen am Torschuss. Ein Schuss von Florian Hornauer verfehlte das Gästetor deutlich, doch dann profitierte Wartenbergs Torjäger von einem schlechten SVW-Abspiel, schnappte sich den Ball und wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Zum Strafstoß trat Maximilian Kronseder an, doch Torwart Thomas Pfanzelt hatte die richtige Ecke und wehrte ab. Michael Reischl reagierte blitzschnell, passte zu Hornauer, der problemlos einschieben konnte.

Doch Walpertskirchen hatte die richtige Antwort parat. Christian Käser kam von der rechten Seite, wurde nicht konsequent angegriffen und nutzte dies zu einem kaum haltbaren Flachschuss zum 1:1 in die kurze Ecke.

Philipp Weber sorgt für die Entscheidung für den TSV Walpertskirchen

Nach der Pause wurden die Gäste stärker, spielten in der Defensive weiter abgeklärt und setzten die Wartenberger Abwehr laufend unter Druck. Vor allem der schnelle Käser war eine stete Gefahr und auch für die Führung verantwortlich. Während noch über die Berechtigung eines Freistoßes diskutiert wurde, war Käser schon steil geschickt worden. Den Ball erreichte er zwar nicht mehr, kollidierte aber mit Torwart Schönwald, was der Unparteiische als strafstoßwürdig sah. Den Elfmeter verwandelte Benedikt Schuler zur Gästeführung.

Walpertskirchen beherrschte nun das Spiel sicher. Käser blieb ein steter Unruheherd und Wartenbergs Abwehr bekam den schnellen Stürmer nie richtig unter Kontrolle. Einziger Misston in der fairen Begegnung war ein unnötiges Foul im Mittelfeld, bei dem der eingewechselte Mirek Smigalovic Wartenbergs Daniel Werner zusammensprang und mit der Gelben Karte bestraft wurde.

Wenig später war das Spiel nach einer Freistoßflanke entschieden, denn Philipp Weber besorgte per Kopfball das 3:1 (80.). Der in der 85. Minute eingewechselte Wartenberger Markus Pöppel hatte noch eine Riesenchance, verpasste aber den Anschlusstreffer zwei Minuten vor dem Ende.

(Eicke Lenz)

Stimmen zum Spiel

Josef Heilmeier, Trainer SV Walpertskirchen: „Es war das dritte Spiel in Folge, das meine Mannschaft extrem diszipliniert, zweikampfstark und bissig absolviert hat – und das bei einem Durchschnittsalter von unter 23 Jahren. So eine junge Mannschaft hatten wir nie in den vergangenen 20 Jahren, und es macht einfach großen Spaß, so eine Mannschaft zu trainieren. Wir haben verdient gegen einen starken Gegner gewonnen. Uns kam natürlich entgegen, dass wir unmittelbar nach dem 0:1-Rückstand den Ausgleich erzielen konnten. Mit dem Ergebnis und vor alldem mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich natürlich sehr zufrieden.“

Richard Maierthaler, Trainer des TSV Wartenberg: „Im Großen und Ganzen geht der Sieg der Walpertskirchener in Ordnung. Unser Konzept ist nur zum Teil in der ersten Halbzeit aufgegangen. Im zweiten Spielabschnitt war der Gast kaltschnäuziger, und wir haben schlecht gespielt. Ich bin sehr enttäuscht, dass meine Mannschaft nicht mehr unsere Marschroute befolgt hat. Der Knackpunkt war der Ausgleich nach unserer 1:0-Führung, die wir unbedingt in die Halbzeit nehmen wollten. Nach dem Seitenwechsel fanden wir nicht mehr zu unserem Spiel, und der offensivstarke SV Walpertskirchen war der verdiente Sieger.“

Auch interessant

Kommentare