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Über seine Wiederwahl freute sich Georg Heilmeier (r.). Zu den Themen Schiedsrichterbeleidigung und Müll wählte er im allerdings sehr ernste Worte.  

Fußball Kreisliga

SV Walpertskirchen: Was den wiedergewählten Fußballchef ärgert

Die Abteilungsführung wurde einstimmig wiedergewählt. Sportlich läuft es auch super, aber Georg Heilmeier ärgert sich über Müll und Beleidigungen auf dem Platz.

Walpertskirchen – Drei Stunden plätscherte die mit über 60 Vereinsmitgliedern so gut wie noch nie besuchte Fußballversammlung des SV Walpertskirchen vor sich hin. Nach den Berichten von AH, Damen, Jugend, Kassier und Schriftführer wurde Abteilungsleiter Georg Heilmeier mit seinem gesamten Team für zwei weitere Jahre bestätigt. Doch dann platzte dem Schorsch bei den Themen Schiedsrichterbeleidigung und Müll rund um den Sportplatz so unvermittelt wie heftig der Kragen.

Lange sah alles nach einer ganz normalen, sehr gut besuchten Abteilungsversammlung aus. Auch Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) stellte erstaunt fest, „dass ich mich aus meiner Zeit als Abteilungsleiter und auch danach nicht erinnern kann, dass es jemals so voll war. Aber das spricht wohl für die gute Stimmung im Verein.“ Dann aber setzte der wieder gewählte Abteilungsleiter zu seiner Abschlussrede an. „Wir haben immer eine tolle Fan-Unterstützung, auch bei den Jugend-Spielen, auf die wir sehr stolz sind und die wir brauchen. Wir benötigen aber ebenso die Schiedsrichter – im Verein haben wir viel zu wenige – und unsere Fans gehen leider oft rabiat bis unflätig mit den Gegnern und den Schiedsrichtern um“, sagte Heilmeier.

So richtig sauer mache ihn aber, dass er an jedem Wochenende vor den Heimspielen den Vorplatz von unzähligen Zigaretten-Kippen und Müll säubern müsse, rund um den Platz und ebenso hinter der Trainer-Bank sei es nicht besser. „Wir haben unzählige Aschenbecher aufgestellt, dazu liegen Berge an Bierflaschen-Verschlüssen im Stüberl. Das kotzt mich echt an. Ich verstehe das einfach nicht, warum einige immer glauben, irgendjemand werde schon ihren Dreck wegräumen“, redete sich Heilmeier in Rage. Seine Stimmung wurde auch nicht besser durch die Kommentare einiger Spieler, dass man sich ja bemühe, die Kippen auf der Tribüne zu vermeiden.

Zuvor gab es die Berichte der Abteilungsleiter. Florian Glockshuber sprach für die AH, „wir beim ersten Training zwölf Leute waren - mehr wurden es leider die ganze Saison nicht.“ Von sieben Spielen wurden vier gewonnen und zwei verloren, sieben Spiele wurden allerdings abgesagt, fünf Mal vom Gegner.

Elisabeth Bauer berichtete, dass die Spielgemeinschaft der Fußballerinnen mit Kirchasch sehr gut funktioniere, „wir haben 28 Spielerinnen, stehen derzeit auf dem sechsten Platz und haben jetzt auch zwei Mädchenmannschaften.“ Jugendleiter Schuler trug von zwölf Teams Ergebnisse vor, aktuell auf Platz Eins steht die B-Jugend, die C-Junioren sind Zweiter ihrer Tabelle und die D-Jugend Dritter. „Unser Ziel ist es, in jeder Altersklasse zwei Mannschaften zu stellen, gemeinsam mit unseren Spielgemeinschafts-Partnern Buch, Kirchasch und Grünbach müssten wir das schaffen.“

Heilmeier ging auf die erste Mannschaft ein: Diese hat mit 32 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz jetzt so viele Zähler, wie sie oft am Ende der Saison nicht hatte. „Daher bin ich sehr froh, dass wir mit dem Trainer, meinem Bruder Josef, weiter verlängern konnten. Und auch die Zweite steht auf dem dritten Platz recht gut.“

Kassier Stefan Widl konnte nach einem Verlust von rund 3800 Euro im Jahr 2017 für das vergangene einen Gewinn von 7500 Euro vermelden (Einnahmen 51 300 Euro, Ausgaben 43 800 Euro, Kassenbestand 23 00 Euro). „Unsere wichtigsten Einnahmen neben den Mitgliedsbeiträgen sind die Bandenwerbung und der Kiosk-Verkauf – hier kann jeder etwas tun, dass diese hoch bleiben, denn unsere Ausgaben sinken nicht.“

Wiedergewählt wurden: Georg Heilmeier (Abteilungsleiter), Tom Geiger, Andi Stangl (beide Stellvertreter), Stefan Wiedl (Kassier), Martin Fehlberger (Schriftführer), Franz Schuler (Jugendleiter) und Elisabeth Bauer (Damen).

VON BERT BROSCH

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