Feneberg-Cup 2021 beim SV Wörth
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Wie das Bundesliga-Logo liegt der Wörther Paul Bucher in der Luft. Vorausgegangen war aber ein Zusammenprall mit Korbinian Nußrainer. Der Hörlkofener musste mit einem Cut am Auge verletzt raus.

Kreisligist gewinnt eigenes Turnier

Feneberg-Cup beim SV Wörth - Gastgeber schießt zehn Tore

  • Dieter Priglmeir
    VonDieter Priglmeir
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Die Fußballer im Landkreis Erding schießen sich ein für die neue Saison. Beim Feneberg-Cup in Wörth zeigte der Gastgeber: Der Torhunger ist heiß, sehr heiß.

Wörth – Der Kreisligist gewann das Kurzturnier, bei dem die Spiele jeweils 60 Minuten dauerten. Aber auch der FC Moosinning 2 bestätigte seine Vorschusslorbeeren. Da hatten es die beiden A-Klassisten einfach schwer.

Die Halbfinalisten beim Feneberg-Cup

SV Wörth – Hörlkofener SV 7:0 – „Wir haben viel ausprobiert“, sagt Florian Rupprecht, Torjäger und Sportlicher Leiter des SV Wörth. Eine Viertelstunde lang wehrte sich der Gemeinderivale tapfer. Dann aber brach Markus Ianos den Bann. Rupprecht legte zwei Treffer nach, Ianos besorgte das 4:0. Mit zwei Toren machte Neuzugang Liam Fitzpatrick auf sich aufmerksam. Und auch Samuel Hawkins trug sich noch in die Torschützenliste ein. Für den nur mit zwölf Mann angereisten HSV lief es wahrlich unglücklich. Korbinian Nußrainer zog sich bei einem Zusammenprall ein Cut an der Augenbraue zu. Moritz Neumann verletzte sich nach einem Foul, sodass sich nur noch zehn Hörlkofener dem ohnehin überlegenen Gastgebern erwehren mussten.

DJK Ottenhofen – FC Moosinning II 0:4 – „Jetzt werden an der Uni auch schon am Samstag Prüfungen geschrieben“, wunderte sich DJK-Trainer Hans Bruckmeier. Fleißige Studenten, Arbeiter, Urlauber – letztlich fehlten den Ottenhofenern acht Spieler. „Das ist etwas viel bei einem 17-Mann-Kader – zumal ja auch noch die Zweite selbst gespielt hat“, erzählt der Coach. Manche hätte ihm schon geraten, die Teilnahme kurzfristig abzusagen, „aber das war natürlich keine Alternative. Da hätten wir den Modus und das Turnier eines befreundeten Vereins völlig über den Haufen geworfen.“ Also trat die DJK gegen den bärenstarken FCM an. „Wir haben anfangs ganz gut mitgehalten. Dann aber hat sich die Moosinninger Klasse durchgesetzt.“ Bruckmeier hält viel vom FCM: „Das ist für mich in dieser Saison einer der Favoriten der Kreisklasse.“ Alexander Hofmeister hatte die FCM-Reserve in der 11. Minute in Führung geschossen. In der Schlussviertelstunde machten Christoph Kollmannsberger und Spielertrainer Benedikt Thumbs mit einem Doppelpack alles klar.

Das Spiel um Platz 3 gewinnt Ottenhofen

SV Hörlkofen – DJK Ottenhofen 5:6 n. E.: Mladen Stipkovic war heimgefahren, um seine Fußballsachen zu holen. Dank des 44-Jährigen war der HSV nun doch wieder zu elft. Per Kopf brachte allerdings Philipp Kling die DJK in Führung. Mitte der zweiten Halbzeit glich Michael Schmidt für den HSV aus. Der Ersatzkeeper hatte mangels Personal auf dem Feld ausgeholfen, fing den Ball an der Strafraumgrenze ab und traf flach ins linke Eck. Viel war danach nicht mehr los, oder wie es DJK-Trainer Bruckmeier ausdrückt: „Da waren 22 Halbtote auf dem Platz. Frisch war da keiner mehr.“ Was aber auch erklärbar ist. Bruckmeier: „Wir stecken gerade in der sehr anstrengenden Vorbereitungsphase, in der die Grundlagen erarbeitet werden. Siege in Testspielen sind mir da gar nicht so wichtig.“ Und dann hatten die Ottenhofener doch noch ihr Erfolgserlebnis. Bruckmeier: „Alle fünf Elfmeterschützen haben bei uns getroffen. Das ist eine ganz andere Quote wie bei der Europameisterschaft.“ Übrigens: Auch der HSV fuhr nicht zerknirscht nach Hause. Co-Trainer Bernhard Nußrainer hatte einiges gesehen, das ihn für die Zukunft optimistisch macht: „Vor allem die Jungen, wie zum Beispiel Luca Faltermaier, haben einen guten Eindruck hinterlassen.“

SV Wörth und FC Moosinning II stehen im Finale

SV Wörth – FC Moosinning II 3:0 – So deutlich, wie es das Ergebnis aussagt, sei das Spiel gar nicht gewesen, meint Florian Rupprecht. „Moosinning hatte auch zwei sehr gute Chancen.“ Pech hatte zum Beispiel Dominik Gunderlach mit seinem Freistoß. Die Wörther versuchten über viel Ballbesitz zu Torchancen zu kommen. Rupprecht brachte sein Team in Führung, die Liam Fitzpatrick und Valentin Haimmerer ausbauten. „Spielerisch schaut das bei uns schon ganz gut aus“, meinte Rupprecht nach der Partie. Auch die beiden Neuzugängen Liam Fitzpatrick und Paul Bucher hätten sich schon sehr gut in die Mannschaft integriert.

Moosinnings Trainer mit Mannschaftsleistung zufrieden

Auch Moosinnings Spielertrainer Benedikt Thumbs war mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir sind auf einem ganz ordentlichen Weg, brauchen aber die restlichen drei Wochen Vorbereitung noch, um unser Spiel über die komplette Spielzeit auf den Platz zu bekommen.“ Die Niederlage im Finale gegen Wörth sei verdient gewesen, „allerdings nicht in der Höhe“.

Als absoluten Topfavoriten sehe er seine Mannschaft in der Kreisklasse allerdings nicht, „das ist der SC Moosen“, sagt Thumbs, der allerdings schon klar machte: „Wir wollen schon um die vorderen Plätze mitspielen, mehr Punkte holen und einen besseren Tabellenplatz belegen als in der Vorsaison.“

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