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Der größte Erfolg des Vater-Sohn-Gespanns: Die E-Junioren des FC Moosinning zogen 2009 mit Trainer Ewald Rupprecht (2. v. l.) und Sohn Florian (r.) ins Merkur CUP-Finale ein. 

Wenn der Vater mit dem Sohne

Erstmals steht Ewald Rupprecht beim SV Wörth an der Seitenlinie – und Florian Rupprecht stürmt

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Wenn der SV Wörth am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Wartenberg gastiert, kommt es zu einem ganz besonderen Einstand. Seit dieser Saison steht nämlich Ewald Rupprecht als SVW-Trainer an der Seitenlinie.

Der Vater von Florian Rupprecht, dem Kapitän und Torjäger der Wörther. In diversen Jugendmannschaften coachte Ewald bereits seinen Sohn. Nun kommt es zum Debüt der Rupprechts im Herrenbereich. Am ersten Spieltag weilte Florian noch im Urlaub auf Mallorca. Gegen Wartenberg ist er wieder mit dabei. „Die Freude ist groß, mit dem Buben wieder zusammenarbeiten zu dürfen“, sagt Ewald Rupprecht.

Im Alter von vier Jahren begann Florians Fußballlaufbahn in Moosinnings F 3. Schon damals stand Rupprecht Senior am Spielfeldrand und coachte die Kinder, „weil sie keinen anderen gefunden haben“, scherzt er. Später trainierte er in Hallbergmoos die B- und A-Jugend und holte seinen Sohn, der ebenfalls beim VfB spielte, als jüngeren Jahrgang in die U 19. „Damals haben wir 18 Spiele in Folge gewonnen“, erinnert er sich. Zum Glück sei sein Sohn immer einer der Talentiertesten und Besten im Team gewesen, sodass er nie mit typischen „Trainersohn-Aussagen“ konfrontiert worden sei. „Er hat immer gespielt. Aber er hat sich das immer hart erarbeitet“, erklärt Ewald Rupprecht.

Oft habe Florian seinen Vater nach Extraschichten gefragt, „wenn es Mal nicht so hinhauen wollte mit dem Toreschießen“, erzählt Rupprecht Junior. „Papa, können wir nicht Einzeltraining machen“, habe er des Öfteren gefragt, erinnert sich Ewald. Koordinationsübungen, Ballkontrolltraining und das Simulieren von Spielsituationen standen dann im Trainingskatalog á la Rupprecht. „Flo war schon immer fußballnarrisch. Als kleiner Bub hatte er schon immer, egal wo, einen Ball mit dabei“, erinnert sich der stolze Vater und frühere Torwart.

Im heimischen Garten in Moosinning lieferten sich die beiden in Florians Kindesalter einige Duelle. „Papa stand im Tor, und ich habe geschossen“, erinnert sich der 20-Jährige. Schon damals war das Talent des Jungen nicht zu übersehen. „Technisch sehr stark und beidfüßig“, beschreibt ihn sein Vater. „Dazu die Zielstrebigkeit und Disziplin. Ein Wunschspieler für jeden Trainer.“

Der größte Triumph der beiden war das Erreichen des großen Merkur CUP Finals mit dem FC Moosinning im Jahre 2009. Damals holten Trainer und Sohn gemeinsam den siebten Platz von insgesamt 450 angetretenen Mannschaften.

Mit dem SV Wörth sollen nun weitere Erfolge folgen. Doch erstmal steht das Trainer-Sohn-Debüt im Herrenbereich an: „Das Spiel gegen Wartenberg wird eine harte Partie und ein anderes Spiel als gegen Kranzberg“, warnt Rupprecht Senior. Interessant wird es dann nach dem Spiel am gemeinsamen Esstisch. Denn Ewald betont, dass Fußball und Zuhause in der Familie Rupprecht „schon immer getrennt“ werde. Florian berichtete genau das Gegenteil: „Daheim wird schon immer geredet, was wir alles falsch gemacht haben.“ Spielt Wörth so wie beim 6:0-Auftaktsieg gegen Kranzberg, wird es im Hause Rupprecht so oder so recht wenig zu diskutieren geben. DANIEL GEORGAKOS

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