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Chaos im Strafraum: Die Defensive ist noch das Wörther Sorgenkind.  

Fußball

SV Wörth: Die Vater-Sohn-Connection

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Im Jahr eins nach Trainer Sebastian Held ruhen die Hoffnungen auf die Rupprechts: Florian, der Torjäger. Und Ewald, der neue Coach. Und da wäre noch ein Top-Talent, das zuletzt beim SE Freising spielte.

Zwei Namen, die mit den jüngsten Erfolg des SV Wörth eng verbunden sind: Sebastian Held – der Trainer, der nun den Club in Richtung Taufkirchen verlassen hat. Und Florian Rupprecht, der 18-fache Torschütze. Der 20-Jährige bleibt – trotz Angebote höherklassigerer Vereine – dem letztjährigen Aufsteiger treu. Und er bringt auch noch seinen Vater mit. Ewald Rupprecht war viele Jahre lang Jugendtrainer. Da passt es ja bestens, dass er beim SVW auch eine sehr junge Mannschaft übernimmt, zu der ein Toptalent dazustößt: der 19-jährige Andreas Fleischmann, der in der vergangenen Saison sieben Tore in der U 19-Landesliga geschossen hat. Aber nicht nur wegen ihm macht dem neuen Coach die Arbeit in Wörth sichtlich Spaß, wie er im Interview verriet.

Herr Rupprecht, wie waren Ihre ersten Arbeitswochen in Wörth?

Sehr vielversprechend. Ich habe eine junge Mannschaft, die sehr gut mitarbeitet.

Der Vater trainiert den Sohn. Das kennt man aus der Jugend, aber wird das auch bei den Herren gutgehen?

Wir hatten ja gemeinsam in der Jugend genügend Testjahre. Für keinen von uns beiden war hier je ein Zweifel, dass es nicht funktionieren könnte. Wir sind beide Sportler.

Wie abhängig ist der SV Wörth eigentlich von seinem Torjäger?

Jeder Verein ist von seinen Torjägern abhängig, da ohne Tore nur wenige Punkte zu holen sind. Aber am Schluss zählt immer das Kollektiv, sonst bekommt man ja auch keine Torchancen oder erhält zu viele Gegentreffer.

Inwiefern wird sich nach der Ära Held das Spielsystem ändern? Wie schaut der Rupprecht-Fußball aus?

Sebastian Held hat wirklich einen sehr guten Job in Wörth gemacht, dafür möchte ich mich bei ihm nochmals bedanken. Das Spielsystem hängt immer von den eigenen Spielern und vor allem von den aktuellen Gegnern ab. In der heutigen Zeit ist es notwendig, mehrere Systeme spielen zu können.

Nach der starken Rückrunde dürften in Wörth die Ansprüche steigen – kann Ihre Mannschaft ganz vorne mitspielen?

Unser Saisonziel ist das gesicherte Mittelfeld. Wichtig ist, dass die Spieler verletzungsfrei und gesund bleiben. Die Rückrunde verlief sehr gut, und es waren fast immer alle Spieler verfügbar. Ich hoffe es geht so weiter.

Was sind die Stärken der aktuellen Mannschaft, wo muss sie sich noch steigern?

Wir sind noch in der Findungsphase. Erst wenn alle Spieler aus dem Urlaub zurück sind und andere ihre Verletzungen auskuriert haben, wird sich zeigen, was verbessert werden muss. Die Defensive muss sich definitiv noch stabilisieren, und in der Offensive fehlt es noch an der Feinabstimmung. Die Stärke der Mannschaft ist der Zusammenhalt und dass das Team aus jungen Spielern besteht.

Wie machen sich die Neuen?

Sie haben sich gut eingefunden und entwickeln sich sehr positiv.

Zum Auftakt geht’s gleich mal gegen den SV Kranzberg. Ein Aufsteiger zum Saisonbeginn – eine unangenehme Aufgabe, oder?

Kein Gegner in der Liga ist einfach, wir müssen uns auf jedes Spiel konzentrieren. Ich kenne Kranzberg aus meiner Zeit als Jugendtrainer in Hallbergmoos. Auch damals hatte Kranzberg immer spiel- und kampfstarke Mannschaften.

SV Wörth

Trainer:Ewald Rupprecht

Torwart: Lukas Becker, Emre Türkmen, Maximilian Karpfinger, Sebastian Wenninger

Abwehr: Alexander Baumann, Lorenz Becker, Martin Ferlisch, Andreas Fleischmann, Michael Fleischmann, Florian Gneissl, Jan Riedler, Michael Hastreiter, Samuel Hawkins, Andre Mazic, Manuel Lentner

Mittelfeld: Munashe Godfrey, Tobias Grobitsch, Markus Humplmair, Nessim Mahsas, Paul Notka, Oliver Holley

Angriff: Tobias Hock, Lukas Maier, Florian Rupprecht, Markus Ioanis , Franz Niedermaier

Neuzugänge: Andreas Fleischmann (SE Freising), Markus Ioanis (FC Erding), Franz Niedermaier (DJK Ottenhofen)

Abgänge: Korbinian Becker (FC Finsing), Marco Esposito (FC Moosinning), Stefan Dünhuber (SV Hörlkofen)
Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz
Favoriten: FC Langengeisling, SC Kirchdorf, FC Moosburg

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