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Sebastian Held macht erstmal Pause.  

Fußball

 BSG Taufkirchen tauscht schon jetzt die Trainer

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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  • Eicke Lenz
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Der Kreisligist nutzt die Pause für den Neuanfang - und alle finden das gut.

TaufkirchenDie BSG Taufkirchen wird den Re-Start nach der coronabedingten Pause mit den Trainern beginnen, die sie bereits für die neue Saison verpflichtet hat. Wie berichtet, lösen die beiden Spielertrainer Tobias Schediwy und Thomas Götzberger in der Kreisliga den derzeitigen Coach Sebastian Held ab. Die Zweite wird künftig Florian Pell trainieren. Bisher hatte Alfred Hübner die A-Klassen-Mannschaft gecoacht.

„Ich habe das begrüßt und auch an der Entscheidung mitgewirkt“, sagt Hübner. „Es macht absolut Sinn, den Wechsel schon in diesem Zeitfenster durchzuführen.“ Wie berichtet, hatte der 62-Jährige schon vor längerer Zeit bekannt gegeben, dass er aus privaten Gründen mit der Zweiten in die fünfte Saison gehen werde. „Ich habe heuer einfach wenig Zeit, weil ich einige Umbaumaßnahmen am Haus vornehme.“ Was das Jahr 2021 betreffe, halte er es mit dem Kaiser-Motto „Schau ma moi“.

Das derzeitige Team ist bereits die fünfte Mannschaft, die Hübner über viele Jahre begleitet hat. „Es hat immer total viel Spaß gemacht. Der Fußball gibt einem unheimlich viel“, sagt der Coach, der auch die Zusammenarbeit mit seinen Co Wolfgang Häusler („super Unterstützung, menschlich und fachlich klasse“) sowie mit Held lobt: „Das hat mir immer große Freude bereitet. Das war immer geprägt von gegenseitiger Wertschätzung.“

Das Kompliment gibt Held zurück. Mehr noch. „In manchen Situationen habe ich von seiner Ruhe und Gelassenheit schon noch lernen dürfen.“ Der Kreisliga-Coach schätzte die Menschenführung des ehemaligen Polizisten „und die immer sehr interessanten Gespräche über den großen Fußball am Donnerstag nach dem Training“. Dass Hübner eher dem FC Bayern zugeneigt ist, darüber blickte der Löwen-Fan großzügig hinweg.

Auch Held begrüßt den frühzeitigen Trainerwechsel und will erstmal Pause machen. Er sei jetzt schon seit 30 Jahren Trainer, jetzt habe mal die Familie Vorrang, betont der zweifache Vater. „Von meinem Sohn habe ich heuer kein einziges Spiel gesehen“, sagt der 52-Jährige, der inzwischen das Garteln lieben gelernt hat. „Meine Schwiegermutter ist ganz begeistert“, erzählt er lachend. Außerdem habe er sich ein E-Bike gekauft, mit dem er nach Slowenien radeln will.

Und wann beginnen die neuen Trainer? Der BSG-Vorstand hat beschlossen, nicht vor dem 14. Juni auf den Platz zurückzukehren. „Der Trainingsbetrieb unter den derzeitigen Umständen macht für uns keinen Sinn“, sagt Franz Schlossnikl, der noch ein Sonderlob für die beiden ausscheidenden Trainer hat: „Beide haben schon zu Beginn der Spielpause signalisiert, dass sie jedwede Entscheidung des Vereins mittragen würden.“

Sie hätten ihn zudem schon in den ersten Wochen der Aussetzung der Spiele mitgeteilt, dass sie ohne Trainertätigkeit auch keine Trainergage annehmen würden. Schlossnikl will sich von den beiden Coaches nach Abklingen der Pandemie noch offiziell bedanken und verabschieden. 

Die beiden scheidenden BSG-Trainer Sebastian Held und Alfred Hübner  trauen ihren Ex-Mannschaften noch einiges zu für den Saisonendspurt. Zwar liegt die BSG-Zweite lediglich auf Platz acht in der A-Klasse 7. „Doch in der Mannschaft steckt mit Sicherheit mehr“, sagt Hübner. Leider habe man zu viele Punkte liegen gelassen. „Ihr wahres Gesicht hat die Mannschaft aber gegen den FSV Steinkirchen gezeigt“, erinnert er an den 3:2-Sieg gegen den Tabellendritten. Held hatte die BSG-Erste als Bezirksliga-Absteiger übernommen. „Damals haben wir fünf Stammspieler verloren und nur einen Neuzugang sowie einen Spieler aus der Jugend bekommen.“ Dennoch sei das Team gut in die Liga gestartet. „Dann haben wir aber sechs Spiele hintereinander nicht gewonnen.“ 20 Punkte und Platz sieben – „da muss man schon auch nach hinten schauen“, warnt Held, der aber von der Qualität der mannschaft überzeugt ist. Das habe sie auch beim „wunderschönen Trainingslager in Kufstein“ bewiesen, „das ich mit ihnen im März noch machen durfte“. Stolz ist Held, dass er mit Maxi Gebhard und Konsti Dworschak zwei Youngster bei den Herren einbauen konnte.

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