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Großer Jubel bei den Taufkirchnern

Taufkirchens Held gegen den SV Reichertsheim

Winhart: „Der Teamgeist ist super!“

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In der letzten Sekunde hat Lukas Winhart zugeschlagen. Dabei hat er eigentlich einen anderen Job, als Tore zu schießen.

Taufkirchen – Eigentlich ist Lukas Winhart der Mann, der Tore verhindert. Doch im Spiel gegen den SV Reichertsheim hielt es den Innenverteidiger der BSG Taufkirchen nicht mehr hinten. Und tatsächlich: In der 94. Minute fiel ihm der Ball direkt vor die Füße. Es ist der letzte Ballkontakt der Partie – und dieser beschert der BSG den 1:0-Sieg in der Bezirksliga Ost (wir berichteten). Es ist der erste Dreier nach vier sieglosen Spielen. Wir sprachen mit dem 25-jährigen Matchwinner.

-Herr Winhart, schildern Sie doch mal die Situation in der 94. Minute.

Lukas Winhart: Wir hatten gerade eine Standardsituation, und ich habe mich entschlossen, vorne zu bleiben.

-Denn eigentlich sind Sie ja Innnenverteidiger.

Winhart: Ja stimmt, ich soll vor allem Gegentore verhindern. Aber wir hatten schon so viele Chancen vergeben und den Sieg auch verdient. Und dann spielt Maxi Scholz nach einem Doppelpass scharf in die Mitte. Nach einem Abpraller lag der Ball vor meinen Füßen. Sechs Meter vor dem Tor. Ich habe den Ball gar nicht sauber getroffen. Aber egal, er ist flach ins lange Eck.

-Das war das 1:0.

Winhart: Ja, und dann war das Spiel aus. Ich habe den Abpfiff gehört, als alle Spieler auf mir noch drauf gelegen waren. Alle sind auf mich gesprungen, einer hat mich beim Abstützen sogar gewürgt. Aber ich habe es ja überlebt.

-War es Ihr bisher schönstes Tor?

Winhart: Natürlich. Ich habe noch nie in letzter Sekunde getroffen. Außerdem war es hochverdient. Wie gesagt, wir hatten zuvor schon so viele Chancen versemmelt.

-Ihr habt mit Mann und Maus gestürmt. War da nicht die Angst da, einen blöden Konter zu kassieren?

Winhart: Überhaupt nicht. Wir hatten das Spiel total im Griff. Und wir haben auch immer daran geglaubt, denn es war ja nicht das erste Mal, dass wir zum Schluss zugeschlagen haben. Zum Beispiel gegen Gaimersheim in den Aufstiegsspielen.

-Das spricht auch für die Moral der Mannschaft.

Winhart: Definitiv. Ich bin nach den ersten Jahren beim FC Hohenpolding seit der D-Jugend bei der BSG. In der Mannschaft sind lauter Taufkirchener. Der Teamgeist ist super, und solche gemeinsamen Erlebnisse wie am Samstag schweißen natürlich noch mehr zusammen.

-Welchen Anteil hat Ihr Trainer Christian Grüll?

Winhart: Er treibt uns in solchen Situationen an und zeigt uns damit, dass er uns vertraut. Das motiviert natürlich zusätzlich.

-Was ja auch nötig ist in einer neuen Liga. Was ist in der Bezirksliga anders als in der Kreisliga?

Winhart: Es geht alles etwas schneller. Wir sind ja mit zwei Siegen gut gestartet. Aber dann haben wir echte Brocken gehabt, die uns auch spielerisch deutlich überlegen waren. Da musst du wieder das Verteidigen lernen.

-Wer war bisher der stärkste Stürmer, mit dem Sie es in der Bezirksliga zu tun bekamen?

Winhart: Das war Roman Krumpholz vom SC Baldham-Vaterstetten, der gegen uns zwei Tore geschossen hat. Der hat aus keiner Chance das 1:0 gemacht. Insgesamt ist es so, dass du in der Bezirksliga keine Chancen zulassen darfst. Das wird sofort bestraft.

-Vom Bestrafen zum Belohnen. Wie wurde der Sieg noch gefeiert?

Winhart: Der Verein hat uns zu einem Grillabend eingeladen. Und danach ging es dann noch zur Doppel-Geurtstagsfeier von David Eichinger und Bernhard Kammerer. Das hat dann etwas länger gedauert.

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