Ein Ort hält zusammen: Die Vorstandsmitglieder (hinten, v. l.) Werner Huber (Mitgliederverwalter), Manfred Slawny (Vorsitzender) und Antonio Ostenrieder (2. Vorsitzender) bedankten sich bei den Sponsoren (vorne, v. l.) Christian Schöfberger, Richard Lachner, Harald Vollmer und Manfred Zuhr.
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Ein Ort hält zusammen: Die Vorstandsmitglieder (hinten, v. l.) Werner Huber (Mitgliederverwalter), Manfred Slawny (Vorsitzender) und Antonio Ostenrieder (2. Vorsitzender) bedankten sich bei den Sponsoren (vorne, v. l.) Christian Schöfberger, Richard Lachner, Harald Vollmer und Manfred Zuhr.

Kaum Austritte: SC Moosen freut sich über den Zusammenhalt – Zoom-Kurse der Aerobic-Abteilung

Treue Sponsoren und Yoga im Netz

In der Pandemie haben es Sportvereine schwer. Auch der SC Moosen. Aber dort gibt es immerhin keine massenhaften Mitgliedschaftskündigungen.

Moosen – Die Corona-Pandemie ist nicht zuletzt deshalb eine besondere Herausforderung für die Vereine, weil eigentlich kein Sportprogramm durchzuführen ist. Viele Vereine in den größeren Städten haben schon geklagt, dass immer mehr Mitglieder die Vereine verlassen, weil es keine Angebote mehr gibt. Auf dem Land scheint es aber offensichtlich doch etwas anders zu sein. Wie zum Beispiel beim SC Moosen.

SCM-Mitgliederverwalter Werner Huber hat betont, dass die Austritte momentan „absolut durchschnittlich sind“. Die Moosener sind ihrem Sportverein also sehr treu. „Selbstverständlich ist das aber nicht“, meint Vereinsvorsitzender Manfred Slawny. Die Sportvereine hätten momentan keine Einnahmen über Zuschauereintritte. Veranstaltungen wie das Sommerfest seien genauso ausgefallen wie der Adventsmarkt und die Weihnachtsfeiern. „Aber es gibt natürlich auch viele Sportvereine, bei denen die Eintrittsgelder noch deutlich mehr ins Gewicht fallen“, weiß Slawny. „Am meisten leiden aber vermutlich die Kinder unter dieser Situation.“ Längst wäre die Fußballsaison gestartet, und am Moosener Sportgelände wäre großer Betrieb. „Unlängst hat Anita Schuster, die Frau von Ex-Torwart Arno Schuster, erzählt, wie den Buben das Spiel abgeht“, erzählt Slawny.

Aber auch die erwachsenen Fußballer hadern mit der Situation. Seit 2019 kämpft die Truppe um Spielertrainer Maxi Bauer um den Aufstieg in die Kreisliga, und so wie es aussieht, wird bei Abbruch der Saison durch den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) alles umsonst gewesen sein. Am letzten Spieltag vor dem Lockdown musste der SCM nach einer Heimniederlage gegen Moosinning 2 die Tabellenführung an den SV Walpertskirchen abgeben.

„Statt toller Derbys und spannender Matches gibt es verwaiste Sportanlagen“, beklagt Vorsitzender Slawny. Lediglich die Tennisspieler hätten die Saison begonnen. Allerdings sind momentan keine Doppel möglich. „Wir hoffen sehr, das sich das bis zu den Mannschaftsspielen im Juni wieder ändert.“

Aber es gab auch ganz neue Wege in dieser Zeit. Während sich die Fußballer über eine Fitness-App auf den (vermeintlichen) Saisonstart vorbereiteten, hat in der Aerobic-Abteilung Bettina Holzner-Schmidt Yoga-Kurse über Zoom angeboten. „Das funktioniert zwar sehr gut, aber auch Bettina würde gerne wieder Kurse anbieten, bei denen man sich persönlich sieht“, weiß Slawny.

Besonders erfreulich sei für den Vorstand, dass die Sponsoren dem Verein treu geblieben sind. „Obwohl die Fußballspiele nicht stattfinden, gab es keine Kündigungen bei der Bandenwerbung“, freut sich der SCM-Chef. „Viele Firmen haben momentan eigene Probleme, aber sie lassen in dieser Situation den Verein nicht im Stich.“

Mitgliederverwalter Huber teilt mit, dass in diesem Jahr viele auf die Rückzahlung der zinslosen Darlehen anlässlich des Sportheimbaus verzichtet und diese zurückgespendet hätten. Zusätzlich wurden von Moosener Firmen Gelder gespendet.

„Der Verein ist überwältigt von der Großzügigkeit der Moosener“, schwärmt Slawny. „Am Ende bleibt die Hoffnung aller, dass die Sportvereine wieder das anbieten können, für das sie gegründet wurden – für den Sportbetrieb.“ Nicht nur zur Unterhaltung, auch für die Gesundheit und das Immunsystem sei der Sport sicherlich sehr wichtig, meint der SCM-Vorsitzende.  sla

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