Thomas Breu wird in Zukunft für den FC Töging auflaufen.

Ex-Buchbacher im Interview

Thomas Breu will nicht mehr Buchbach-Joker sein: Neues Abenteuer beim FC Töging

Thomas Breu verlässt den TSV Buchbach nach zehn Jahren. Im Interview spricht er über seinen Wechsel, den Umbruch des TSV und seinen neuen Verein, den FC Töging.

  • Thomas Breu verlässt den TSV Buchbach nach zehn Jahren in Richtung FC Töging.
  • Der TSV Buchbach vollzieht diesen Sommer einen großen Umbruch.
  • Im Interview mit FuPa Oberbayern/Fussball-Vorort spricht Breu über seine Zeit beim TSV und die neue Herausforderung in Töging

Buchbach/Töging - Nach zehn Jahren ging für Angreifer Thomas Breu das Kapitel TSV Buchbach vor kurzem zu Ende. Der 31-Jährige wird die aktuell unterbrochene Saison mit dem FC Töging in der Landesliga Südost fortsetzen. Beim TSV Buchbach ist Breu einer von mehreren altgedienten Spielern, die den Verein im Zuge seines Umbruchs diesen Sommer verlassen.

Servus Thomas, du bist vor kurzem zum FC Töging gewechselt. Trainiert ihr schon wieder bzw. wie hältst du dich im Moment fit?

Wir fangen am 27. Juli wieder mit dem Training an. Ich absolviere zurzeit ein Laufprogramm und mache zusätzlich Stabi-Übungen. Manchmal gehe ich auch ins Fitnessstudio oder treffe mich mit Freunden auf dem Platz. Hauptsache man bleibt in Bewegung.

Du wusstest lange nicht, ob du die Saison in Buchbach oder schon bei Töging fertig spielen wirst. Wie hat sich die Situation geklärt?

Ich hatte es eigentlich nicht selber in der Hand, sondern musste abwarten. Für mich wären aber beide Möglichkeiten okay gewesen, da ich mit dem TSV Buchbach im Guten auseinander gehe und den Kontakt aufrechterhalten werde. Ich arbeite ja auch beim Hauptsponsor Albert Kerbl.

Freust du dich auf die Herausforderung beim FC Töging?

Ich freue mich unheimlich, dass ich die Saison jetzt beim FC Töging zu Ende spielen darf. Nach zehn Jahren Buchbach ist es schön, mal etwas komplett Neues zu machen und eine neue Mannschaft kennen zu lernen.

Beim TSV Buchbach hast du in den letzten Jahren eher eine „Jokerrolle“ eingenommen...

Das kann man so sagen. Irgendwann hat sich das einfach so herauskristallisiert. Anton Bobenstetter würde trotzdem sagen, dass der „Thomas immer spielt und immer mit die meisten Spiele hat“ (lacht). Aber ob es dann zehn oder 90 Minuten sind, ist halt ein Unterschied. Die Jokereinsätze haben aber immer ganz gut geklappt eigentlich. Teilweise tut man sich in der Regionalliga als Einwechselspieler sogar leichter.

Gab es dazu von deiner oder von Trainerseite aus Gespräche, warum du nicht mehr Minuten bekommst?

Ich war noch nie ein Fan davon, mit meinem Trainer das Gespräch über Aufstellungen zu suchen. Ich würde mich zudem als einen mannschaftsdienlichen Spieler bezeichnen, obwohl ich natürlich auch immer spielen wollte. Irgendwann habe ich dann die Entscheidung getroffen, dass es mir den Aufwand mit den weiten Auswärtsfahrten nicht mehr wert ist. Ich werde bald 32, da setzt du dich einfach nicht mehr gerne auf die Bank.

Verlässt du den Verein deswegen sauer oder enttäuscht?

Nein, überhaupt nicht, muss ich wirklich sagen. Mittlerweile ist das schon wie eine halbe Familie für mich, ich wohne auch in Buchbach. Es war immer alles ehrlich, darauf ist das beim TSV ja auch aufgebaut. Da sprechen wir dann von einigen gestandenen Regionalliga-Spielern, die schon eine gefühlte Ewigkeit beim Verein sind.

Spieler wie Hain, Grübl und Drum, die den Verein lange prägten, sind jetzt weg. Verliert der TSV Buchbach dadurch ein Stück weit seine Identität?

Natürlich. Aber irgendwann ist es halt auch an der Zeit für einen „Generationswechsel“. Das hört sich vielleicht bitter an, weil es von der Anzahl her gerade recht viele sind. Ein Urteil möchte ich darüber aber nicht fällen. Verein und Spieler schauen beide, was am besten ist. Ich kann nur für meinen Fall sprechen, da hat alles gepasst.

Maximilian Drum hätte sich bei seinem Abgang vom Verein eine bessere Kommunikation gewünscht. Wie ist das bei dir gelaufen?

Ich glaube bei mir waren die Voraussetzungen anders, weil ich nämlich selber auf den Verein zugekommen bin. Mir war schon etwas länger klar, dass ich im nächsten Jahr nicht mehr für den TSV Buchbach spielen werde. Ich betone aber nochmal, dass es da nie Probleme gab. Ich will einfach wieder mehr kicken.

Das Interview führte Jonas Grundmann

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