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Er lebe hoch: Buchbachs Coach Anton Bobenstetter auf den Händen seiner Spieler.

Anton Bobenstetter wird vom Coach zum Sportlichen Leiter

TSV Buchbach: Tränen zum Abschied von „Mister Regionalliga“

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Die Ära Bobenstetter ist zu Ende: Nach insgesamt 19 Jahren als Trainer des TSV Buchbach hat er am Samstag letztmalig seine Mannschaft in der Fußball-Regionalliga gecoacht.

Buchbach „Die Mannschaft wollte mir unbedingt einen Sieg zum Abschied schenken. Wir haben 70 Minuten tollen Fußball gespielt. Die Niederlage schmerzt nicht besonders, weil wir eine überragende Saison hatten“, nahm Bobenstetter die 2:3-Niederlage gegen den VfR Garching nicht allzu tragisch.

Bei der offiziellen Verabschiedung durch Günther Grübl konnten weder der Abteilungsleiter noch der scheidende Coach die Tränen zurückhalten. „Phänomenal als Mensch, als Trainer und als Freund“, sagte Grübl, der dankbar ist, dass Bobenstetter dem Verein als Sportlicher Leiter zusammen mit Georg Hanslmaier erhalten bleibt. Als „Mister Regionalliga“ bezeichnete Hanslmaier Bobenstetter, dem er in all den Jahren ein glückliches Händchen und eine „unglaubliche Leistung“ attestierte. Er habe von der C-Klasse bis zur Regionalliga immer die richtigen Spieler geholt. „Wir stehen jetzt in der ewigen Regionalliga-Tabelle auf Platz vier hinter Bayern 2, Illertissen und Nürnberg 2. Man kennt das kleine Buchbach in ganz Deutschland – von Havelse bis Schalding. Das ist alles das Verdienst von Anton Bobenstetter.“

„Eine Ikone tritt ab, und die Ikone bist du, Anton. Du bist der erfolgreichste Trainer im bayerischen Amateurfußball. Dank deiner akribischen Arbeit und mit deiner Energie, die du uns gegeben hast, haben wir immer daran geglaubt, dass wir die Spiele gewinnen können“, sagte Kapitän Maxi Hain.

Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause gingen die Buchbacher am Samstag in Front, nachdem beide Seiten zuvor einige gute Chancen ausgelassen hatten: Erst köpfte Aleks Petrovic einen Freistoß von Maxi Drum in die Maschen (43.). Eine Minute später traf auch Maxi Bauer nach Flanke von Patrick Drofa per Kopf ins Netz.

Nach dem Seitenwechsel deutete zunächst nichts auf eine Wende hin. Keeper Maxi Engl musste in der 57. Minute bei einem Kopfball von Drofa aus fünf Metern sein ganzes Können aufbieten, und wenig später war der finale Pass von Sammy Ammari auf Thomas Breu nicht gut genug. „Da haben wir das 3:0 verpasst“, so Bobenstetter.

Auch nach dem Eigentor von Markus Grübl war die Wende noch nicht absehbar (75.). Doch nur zwei Minuten später köpfte Simon Seferings eine Flanke von Mario Staudigl zum 2:2 in die Maschen, und in der 80. Minute war Sebastian Koch am langen Pfosten mit dem Siegtreffer für Garching zur Stelle. Das Spiel war innerhalb von fünf Minuten gedreht. 

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