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Alte Zeiten: Von 2009 bis 2013 trug Stefan Lex das Trikot des TSV Buchbach.

Highlight gegen den TSV 1860 München soll für Schwung in der Liga sorgen

Bobenstetter über Lex: „So Einen kann man sich als Trainer nur wünschen“

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Ausverkaufte Hütte! 2500 Zuschauer sahen das Toto-Pokal-Highlight zwischen dem TSV Buchbach un den Münchner Löwen. Und ausgerechnet Stefan Lex machte mit seinem Tor zum 2:0 Endstand gegen seinen Ex-Verein alles klar.

69. Spielminute in der restlos ausverkauften SMR-Arena. Ausgerechnet Stefan Lex, Angreifer des TSV 1860 München macht mit seinem Tor gegen Ex-Verein Buchbach den Deckel zu. Mit einem 2:0-Auswärtserfolg besiegen die Löwen den Regionalligisten aus dem 3000-Einwohner Dorf.

Von 2009 bis 2013 trug der gebürtige Erdinger das Trikot der Rot-Weißen. Dort kickte er unter Trainer Anton Bobenstetter. Während Lex den Weg über Greuther Fürth und Ingolstadt zu 1860 wählte, blieb der Coach Buchbach treu und entwickelte sie zu einem etablierten Regionalliga-Team.

„So einen Spieler kann man sich als Trainer nur wünschen“

Am vergangenen Samstag im Rahmen des Toto-Pokals kreuzten sich die Wege der Beiden erneut. Vor rund 2500 Zuschauern kämpften die Buchbacher gegen den Goliath aus München. Für Bobenstetter, den Vollblut-Sechziger, auch eine Herzensangelegenheit. Gegen seine Löwen musste er sich dieses Mal aber, im Gegensatz zur letzten Begegnung, geschlagen geben. „Verlieren ist immer unangenehm. Eigentlich wollten wir es ins Elfmeterschießen schaffen, dafür hat es dann aber nicht ganz gereicht“, sagte der 57-Jährige nach der Partie. 

Die Hoffnung auf eine Entscheidung vom Punkt wurde aber bereits früh in der Partie geschmälert. Schon in der 8. Spielminute sorgte Simon Lorenz für den frühen Schock, als er die Murmel per Kopf im Buchbacher Kasten versenkte. Nach der Halbzeit kamen die Löwen mit deutlich mehr Dampf aus der Kabine und erarbeiten sich somit verdient den zweiten Treffer durch Lex. In den letzten verbliebenen zwanzig Minuten war bei beiden Teams etwas die Luft raus und die Elf von Daniel Bierofka musste nur noch die Zeit von der Uhr spielen.

„Lex ist als Mensch ziemlich gut. So einen Spieler kann man sich als Trainer nur wünschen“ schwärmt Bobenstetter von seinem ehemaligem Schützling. „Ich habe immer noch Kontakt zu ihm. Nach dem Spiel haben wir uns noch kurz unterhalten, allerdings war nicht viel Zeit dafür. Ich habe ihm noch alles Gute gewünscht.“

Trotz der Niederlage ist es ein echtes Highlight für den TSV Buchbach. „Das ist eine sehr gute Werbung für unseren Verein und unseren Ort. Auch die Münchner waren begeistert. Ich habe nur positive Stimmen gehört“, freut sich Bobenstetter. 

„Ich hoffe, dass die Mannschaft Schwung aus dieser Begegnung mitnehmen kann“

Bereits im FuPa-Interview vor dem Pokal-Kracher macht der Coach der Rot-Weißen klar, dass die Liga Priorität hat. Vor dem Highlight gegen 1860 mussten die Buchbacher eine bittere Niederlage gegen den FV Illertissen einstecken und verpassten damit den Sprung ins Tabellenmittelfeld. „Es war eine tolle Atmosphäre. Ich hoffe, dass die Mannschaft Schwung aus dieser Begegnung mitnehmen kann“, so Bobenstetter. „Die Liga ist gefährlich. Ich muss die Jungs aber loben, denn trotz der Partie gegen Sechzig haben sie sich sehr diszipliniert verhalten.“

Aktuell rangieren die Buchbacher auf dem zehnten Tabellenplatz, zur Abstiegsregion sind es allerdings nur drei Punkte Abstand. Die Antwort auf die Lösung des Problems beantwortet Bobenstetter kurz und knapp. „Wir müssen Punkte machen.“ Dennoch ist er überzeugt, dass sie es schaffen. „Wir haben bereits letzte Saison um den Klassenerhalt gekämpft. Wir haben schon Erfahrung mit dieser Situation.“

Neben dem Spiel gegen die Münchner Löwen freut sich der Buchbach-Trainer aber auch noch auf ein weiteres Highlight. „ Wenn wir nächsten Samstag auf den SV Schalding- Heining treffen, nutzen wir einen Sonderzug. Im Zug werden Mannschaft sowie 500 Fans sein. Das ist immer eine tolle Sache, wenn der Ort auf Reisen geht. Das stärkt zusätzlich den Zusammenhalt und gibt der Mannschaft einen Auftrieb.“

Jan Ahrens

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