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TSV Dorfen trotz Ausfällen optimistisch: „Wir sind eine Heimmacht und wollen die drei Punkte“

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Von: Wolfgang Krzizok

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Da der Dorfener Cheftrainer Christoph Deißenböck (Foto) verhindert war, coachte interimsweise der Sportliche Leiter Markus Wetzel.
Dorfens Trainer Christoph Deißenböck muss gegen den SV Waldperlach ein Personal-Puzzle lösen. © TSV Dorfen

Möglicher Babyalarm, Urlaub und Rot-Sperre: Die Vorzeichen für den TSV Dorfen stehen vor dem Duell gegen den SV Waldperlach nicht gut.

Dorfen – Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. So war in den ersten beiden Saisonspielen die Stimmungslage beim Bezirksligisten TSV Dorfen. Einem grandiosen 7:1-Auftaktsieg gegen Aufsteiger TuS Raubling folgte eine eher unglückliche 1:2-Niederlage bei Absteiger TSV Kastl, bei der es der Schiedsrichter nicht gut mit den Gästen meinte. Aber viel Zeit zum Jammern bleibt nicht, denn schon heute Abend steht für die Truppe von Trainer Christoph Deißenböck die nächste Bewährungsprobe auf dem Plan: Um 18.30 Uhr gastiert der SV Waldperlach bei den Isenstädtern. Allerdings sieht es personell nicht gut aus.

„Das erste Kind vom Flo kommt stündlich zur Welt, kann sein, dass er uns unterm Spiel abhaut.“

Markus Wetzel über Ersatzkeeper Florian Leins.

Torwart Alex Wolf ist verletzt, für ihn wird Florian Leins zwischen die Pfosten rücken – versehen mit einem großen „Aber“: „Das erste Kind vom Flo kommt stündlich zur Welt, kann sein, dass er uns unterm Spiel abhaut“, erzählt Markus Wetzel, der Sportliche Leiter des TSV Dorfen, lachend. Auf alle Fälle steht Bernie Schöberl als Ersatz bereit. Andi Hartl hat sich verletzt, Daniel Roppert ist auf Geschäftsreise und Yusuf Mutlu rot-gesperrt. „Damit fallen drei potenzielle Innenverteidiger aus“, stellt Wetzel fest. Doch das ist noch nicht alles. „Leon Eicher, Flo Brenninger und Felix Blaha haben sich nach dem Kastl-Spiel in den Urlaub nach Kroatien verabschiedet.“

Sebi Maier, der zuletzt auf einer Hochzeit war, ist dagegen wieder dabei, ebenso wie Michael Eder und Fabio Zöller, die allerdings beide noch angeschlagen sind. Von der Zweiten werden voraussichtlich Maxi Hänle und Ferdinand Rühl in den Kader der Ersten aufrücken. Die Stimmung sei nach der Niederlage in Kastl „natürlich etwas geknickt gewesen, weil mehr drin gewesen wäre“, stellt Wetzel fest. „Aber die Saison ist noch jung.“

„Scheißegal, da müssen wir jetzt durch. Wir sind eine Heimmacht, und wir wollen die drei Punkte.“

Markus Wetzel.

Die Gemütslage bei den Waldperlachern ist im Vergleich zu den Dorfenern genau umgekehrt. Die Münchner sind mit einer unglücklichen 1:2-Niederlage beim TSV Siegsdorf gestartet, um dann gegen den Liga-Favoriten ESV Freilassing, nach schnellem 0:1-Rückstand, einen 4:1-Erfolg zu feiern. „Ich habe die Waldperlacher sehr stark erwartet und hätte auch schon im ersten Spiel mit einem Sieg gerechnet“, sagt Wetzel. „Das ist eine hoch interessante Mannschaft, die sehr kompakt auftritt und eklig zu bespielen ist.“ Und er fügt an: „Die werden sicher eine solide Rolle in der Liga spielen.

Wie man dieser Mannschaft beikommen kann? „Auf alle Fälle müssen wir wieder mehr über die Außen kommen“, fordert Dorfens Sportlicher Leiter. „Das haben wir am Samstag in Kastl etwas vernachlässigt.“ Und natürlich müsse man erst einmal schauen, wie die Taktik der Waldperlacher ist, um dann entsprechend zu reagieren.

Trotz der prekären personellen Lage besteht für Wetzel kein Grund zum Pessimismus. „Scheißegal, da müssen wir jetzt durch“, sagt er lachend und betont energisch: „Wir sind eine Heimmacht, und wir wollen die drei Punkte. (WOLFGANG KRZIZOK)

TSV-Kader

Leins (Schöberl), Heilmeier, Linner, Feckl, Rachl, Hönninger, Thalmaier, Rott, Zander, Eder, Sebi Bauer, Sebastian Bauer, F. Zöller (?), Haenle, Rühl

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