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Nicht zu halten: Saaldorfs Felix Großschädl (r.) springt am Höchsten und wuchtet den Ball per Kopf zum 1:0 unter die Latte – der Anfang vom Ende für den TSV Dorfen.

Saftige Watschn für Dorfen

Fehlstart für TSV: Großschädl sorgt vor der Pause für klare Verhältnisse

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Das hätten sich die Fußballer des TSV Dorfen total anders vorgestellt. Wie geprügelte Hunde schlichen sie nach der 0:4 (0:2)-Heimschlappe gegen den SV Saaldorf nach 90 deprimierenden Minuten in die Kabine.

Dorfen – „Da brauchen wir gar nicht lange drumrum reden, das war eine saftige Watschn“, lautet das Resümee von Markus Listl, Sportlicher Leiter beim TSV Dorfen. „Die Niederlage war absolut verdient, auch in der Höhe. Das war ein klassischer Fehlstart.“ Er sei enttäuscht, dass das erste Punktspiel im neuen Jahr so daneben ging. „Nach einer guten Vorbereitung war es überraschend schlecht“, bekennt Listl. Trainer Christian Donbeck habe in der Kabine gesagt, das sei „das mit Abstand schlechteste Spiel“ in seiner rund einjährigen Amtszeit gewesen.

Dabei hatte die Partie für den TSV verheißungsvoll begonnen. Nach 20 Minuten war Michael Friemer im Saaldorfer Strafraum gefoult worden, Schiedsrichter Raffael Dauner entschied auf Strafstoß. Der Gefoulte schoss selbst – und scheiterte an Torwart Max Steinmassl. Das war auch schon die einzige gefährliche Dorfener Aktion. Ab diesem Zeitpunkt diktierten die Gäste die Partie.

„Bei Standards sind sie brandgefährlich, vor allem mit ihrem kopfballstarken Felix Großschädl“, hatten Donbeck und Listl vor der Partie gewarnt. Offenbar aber ist diese Warnung nicht bei den Spielern angekommen, denn in der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte schlug besagter Großschädl gleich zweimal zu – nach Standards. In der 33. Minute wuchtete er den Ball nach einer Ecke per Kopf unter die Latte. In der 43. Minute erhöhte Großschädl auf 2:0, allerdings nicht mit dem Kopf, sondern mit einem artistischen Seitfallzieher.

Listl: „Diese Vorstellung ist nur schwer zu akzeptieren“

Das war quasi die Vorentscheidung, denn ein Aufbäumen der Dorfener blieb aus. Saaldorf bestimmte auch in den zweiten 45 Minuten die Partie und machte in der 83. Minute den Sack endgültig zu – wieder nach einem Standard. Einen Eckball verwertete diesmal allerdings nicht Großschädl, sondern Johannes Hafner. Zwei Minuten später fast der Anschlusstreffer, doch landete ein Freistoß von Markus Mittermaier am Pfosten. „Das war unsere einzige Chance in der zweiten Hälfte“, sagt Listl, der dann mit ansehen musste, wie die Gäste sogar noch zum 4:0 kamen. „Das war ausnahmsweise kein Standard“, erzählt Listl in einem Anflug von Galgenhumor. Der kurz zuvor eingewechselte Michael Pöllner traf in der 90. Minute ins kurze Eck.

„Diese Vorstellung ist nur sehr schwer zu akzeptieren – auch für die Zuschauer“, fasst Listl zusammen. „Ich hoffe, das war die erste und letzte Watschn, die wir gekriegt haben.“ 

TSV Dorfen: Wolf, Mittermaier, Zöller, Heilmeier, Thalmaier, Trokic (62. Hellfeuer), Friemer, Ertl (52. Hönninger), Mutlu, Balderanos, Hänle 

SV Saaldorf: Steinmassl, Helminger, Großschädl, Schuhegger (85. M. Pöllner), König, Schreyer, S. Pöllner (83. Voitswinkler), Kunz, Hafner, Hillebrand, Portenkirchner (89. Huber) 

Schiedsrichter: Raffael Dauner (SpVgg Unterhaching) 

Tore: 0:1 (33.) Großschädl, 0:2 (42.) Großschädl, 0:3 (83.) Hafner), 0:4 (90.) M. Pöllner – Zuschauer: 150.

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