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Jubelstimmung: Die Dorfener Hannes Hellfeuer, Andreas Hartl und Benedikt Hönninger (v. l.) freuen sich über den Treffer zum 1:0 beim VfB Forstinning. Die Partie endete 3:3 – der erste Saisonpunkt für den TSV. 

Breiterer Kader von Nöten beim Bezirksligisten

TSV Dorfen will so früh wie möglich Klassenerhalt fix machen

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Es war eine etwas verrückte Saison, die der TSV Dorfen zuletzt hingelegt hat. Die Runde 2018/19 begann mit einer ernüchternden 1:2-Heimniederlage gegen den Lokalrivalen BSG Taufkirchen – der schließlich abstieg.

VON WOLFGANG KRZIZOK

Dorfen – Der TSV stand dagegen am Ende Platz fünf. Kurios war die Punkteausbeute auf eigenem Platz und in der Fremde: Der TSV Dorfen war das zweitbeste Auswärts- und das zweitschlechteste Heimteam.

Das Trainergespann Christian Donbeck/Sascha Hänle war und ist der Meinung, dass in der Mannschaft durchaus noch mehr Potenzial steckt, das sie vor allem auf eigenem Geläuf herauskitzeln wollen. Ganz wichtig dabei: „Unsere Chancenauswertung muss ganz einfach besser werden.“

Eigentlich haben die Isenstädter in den letzten Jahren Kontinuität bewiesen, große Veränderungen blieben aus. Diesmal stehen aber gleich sieben Neuzugänge im Kader. „Die sind notwendig, denn nachdem uns spontan drei Spieler verlassen hatten, mussten wir reagieren“, erzählt der Sportliche Leiter. Markus Listl. Benny Trokic wechselte zum TSV Obertaufkirchen, Leonidas Balderanos ist neuer Spielertrainer beim TSV Aspis Taufkirchen, und Benny Stelzer wird Nachwuchscoach beim SV Wacker Burghausen. Darüber hinaus legt Thomas Ertl eine Pause ein, Michael Friemer fällt nach seiner schweren Knieverletzung noch für längere Zeit aus, und Hannes Hellfeuer muss aufgrund seines Studiums etwas kürzer treten.

Ein größerer Kader ist also dringend notwendig. „Außerdem haben wir heuer die stärkste Bezirksliga Ost, die es jemals gegeben hat“, ist sich Listl sicher. Die vier Aufsteiger FC Aschheim, SV Brückmühl, SpVgg Haidhausen und TSV Teisendorf „sind keine normalen Aufsteiger, die sehe ich alle unter den ersten Sechs.“ Dazu kommt als neuer Club der von der Gruppe Süd in die Gruppe Ost gewechselte Vizemeister SV Neuperlach, der vergangene Saison in der Landesliga-Relegation nur ganz knapp gescheitert ist.

Aber Dorfens Sportlicher Leiter meint entspannt: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und haben Spieler geholt, die uns qualitativ weiterbringen.“ Vom TSV Ampfing sind mit Sebastian Bauer und Ivan Pete zwei Defensivkräfte gekommen. Bauer stammt aus dem Dorfener Gäu, was der TSV-Philosophie entspricht, vorwiegend Spieler aus dem Raum Dorfen im Team zu haben. Pete ist laut Listl „ein körperlich sehr robuster Spieler, der keinen Zweikampf scheut“. Vom FC Inning ist Markus Wetzel zurückgekommen, ebenfalls ein Abwehrspieler. Die positive Überraschung in der Vorbereitung sei der erst 17-jährige Fabio Zöller gewesen, Bruder von TSV-Stammkraft Marco Zöller, der aus der Rosenheimer U 19 kommt. „Der ist richtig gut und richtig frech“, meint Listl. Auch auf den aus Erding gewechselten Stefan Haberl und den Waldkraiburger Neuzugang Michael Cossu hält er große Stücke. Bleibt noch Andreas Petermeier vom SV Planegg-Krailling. „Ein klassischer Zehner“, wie Dorfens sportlicher Leiter betont. Er hatte sich allerdings in der Vorbereitung am Knie verletzt, steht zwar jetzt wieder im Kader, hat aber noch Rückstand. Listls Fazit: „Wir sind im Mittelfeld besser geworden.“

Beim Saisonauftakt fühlte man sich jedoch an die vergangene Saison erinnert. Zum Auftakt gab es eine 0:2-Heimschlappe gegen Aufsteiger FC Aschheim. Es folgte eine knappe 1:2-Niederlage beim SC Baldham-Vaterstetten und ein hart erkämpftes 3:3 beim VfB Forstinning – nach 2:0-Führung und 2:3-Rückstand. Den Punkt rettete Youngster Fabio Zöller.

Listl sieht den verpatzten Start aber relativ entspannt. „Rückschläge wir es immer geben, damit muss man leben.“ Er ist auf alle Fälle zuversichtlich, dass bald der erste Saisonsieg kommt und die Mannschaft den Nichtabstieg recht früh unter Dach und Fach bringt. Und wenn die Truppe am Ende wieder so gut dasteht wie vergangenes Jahr? „Wenn mir einer verspricht, dass wir wieder Fünfter werden, dann würde ich das sofort unterschreiben“, sagt Sportlicher Leiter Listl lachend.

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