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Andreas Januschkowetz hat seine Ämter als Co-Trainer und Jugendleiter niedergelegt.

Januschkowetz steht auch nicht mehr als Spieler zur Verfügung

TSV Isen: Januschkowetz legt Co-Trainer- und Jugendleiter-Amt nieder

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Beim TSV Isen hat es in der Corona-Pause gekracht. Andreas Januschkowetz hat seine Ämter als Co-Trainer und Jugendleiter mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Isen – Fußballerisch steht der TSV Isen blendend da. Mit 34 Punkten und einen Spiel weniger als Tabellenführer DJK Ottenhofen (36 Punkte in der A-Klasse 8) klopft das Team fest ans Tor der Kreisklasse an. Mit seinen vielen Zuschauern machte der TSV jedes Spiel zum Fußballfest. Doch mitten in die Corona-bedingte Pause hat es gekracht. Co-Trainer Andreas Januschkowetz hat mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt. Er werde auch nicht mehr als Spieler zur Verfügung stehen, sagt der 27-Jährige.

Was war passiert? Dazu gibt es zwei Versionen, die sich aber im Ursprung decken. Spielertrainer Daniel Stangl und sein Co waren sich nicht immer einig. „Es gab viele Meinungsverschiedenheiten zwischen uns“, berichtet Januschkowetz, der sich mehr Transparenz und einen anderen Umgangston vom Cheftrainer gewünscht hätte. Er habe öfter zwischen den beiden moderieren müssen, bestätigt Isens Fußballchef Manfred Grosse. So etwas komme halt vor. „Im Fußball hast du manchmal zwei Charaktere, die es gut meinen, aber eben ihren eigenen Weg gehen.“ Die sportlich so erfolgreiche Saison wollte Grosse mit den beiden aber unbedingt noch durchbringen. Danach – das sei allen Parteien klar gewesen – würden sich die Wege des Trainergespanns trennen. Aber wie?

Angebote von zwei Clubs ausgeschlagen

„Ich hatte während der Winterpause zwei Trainerangebote – eins aus der A-Klasse, das andere aus einer höheren Liga“, berichtet Januschkowetz. Er habe bei den beiden Clubs um Bedenkzeit gebeten und dann schließlich abgesagt. Denn beim TSV liefen gerade die Planungen für die neue Saison. Und dabei gab es auch ein mögliches Konstrukt mit Januschkowetz in einem neuen Trainerteam. Nachdem ihn aber schließlich Grosse darüber informiert habe, dass Stangl nun doch weitermache, habe Januschkowetz Konsequenzen gezogen, „da die weitere Zusammenarbeit bezüglich des Trainerteams nicht möglich war“.

Für den Isener Fußballchef stellt sich die Sachlage etwas komplizierter dar. Tatsächlich habe sich der aktuelle Spielertrainer Daniel Stangl für seine Entscheidung Zeit gelassen. „Er hat uns auch signalisiert, dass wir uns durchaus mal umhören können“, berichtet Grosse. „Dann haben wir auch mit einem potenziellen Nachfolger gesprochen und eben das Konstrukt mit Andi durchgespielt, wenn Dani nicht weitermacht“, so Grosse weiter. Januschkowetz drängte auf eine Entscheidung. „Aber natürlich habe ich ein bisschen auf Zeit gespielt“, räumt Grosse ein.

„Leider stur wie ein Panzer“

Als TSV-Funktionär stecke er da in einer Zwickmühle. „Ich verstehe mich privat nicht nur mit Dani, sondern auch mit Andi blendend“, sagt er, und Letzteres bestätigt auch Januschkowetz. „Aber ich muss da im Interesse des Vereins handeln“. Stangl – definitiv ein Ausnahmespieler in der A-Klasse – wollte er und die gesamte Abteilungsleitung nur ungern verlieren. Als dieser sich doch noch für den TSV entschied, verlängerte der Verein dessen Vertrag.

Gleichzeitig bat Grosse seinen Co-Trainer, wenigstens noch die Rückrunde durchzuziehen. „Ich habe gebettelt, aber Andi ist in dieser Beziehung leider stur wie ein Panzer“, bedauert Grosse. Januschkowetz sei „ein hervorragender Spieler und großer Motivator, der viel zu unserem Erfolg beigetragen hat“. Grosse: „Wir haben uns auch Pläne überlegt, wie wir ihn als Spieler behalten können und ihn in der Jugend als Trainer einbauen können.“

Für den Verein und den Nachwuchs wäre dies eine Win-Win-Situation gewesen, doch für Januschkowetz ist das Thema Isen erledigt. „Es tut schon auch weh. Wir sind auf dem besten Weg, aufzusteigen. Wir hatten Spiele mit atemberaubender Atmosphäre wie im Pokal gegen Finsing. Aber Fußball in der A-Klasse soll für jeden eine Erholung sein. Da brauche ich so etwas nicht.“

Stangl wollte sich dazu nicht äußern, „außer dass es die beste Entscheidung ist“. Für ihn sei das Thema durch

Grosse bedauert, dass er es nicht geschafft habe, die Parteien zu einem reinigenden Gespräch zusammengebracht haben. Für ihn sei die Situation einfach verzwickt gewesen: „Dani hat sich lange Zeit gelassen, Andi hat zuviel Druck gemacht. Beide sind ehrgeizig und wollen den Erfolg. Schade, dass sie keine gemeinsame Linie gefunden haben.“ Er wünsche Januschkowetz für seine kommenden Aufgaben alles Gute. „Er wird Erfolg haben, denn er ist ein toller Sportkamerad und ein hervorragender Trainer.“

Isen sucht einen neuen Jugendleiter

Das habe er auch als Jugendleiter beiweisen, als er in den vergangenen Jahren mit weiteren Spielern ein Trainingscamp für gut 30 Nachwuchskicker etabliert hat. Umso bedauerlicher finde die Abteilungsleitung, dass Januschkowetz auch dieses Amt abgegeben hat. 3. Abteilungsleiter Bernd Eiglsperger bastle an einer Lösung, erzählt Grosse, der hofft, dass nach der Corona-Krise irgendwann wieder der Ball rollt. Eine weitere Entscheidung ist bereits gefallen: In der neuen Saison wird es keinen Co-Trainer mehr geben. DIETER PRIGLMEIR

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