Benhi Tas sieht die Entwicklung seiner Mannschaft positiv.
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Benhi Tas sieht die Entwicklung seiner Mannschaft positiv.

Drei Fragen an den Trainer von Türkgücü Erding

Benji Tas: „Wir sindauf dem richtigen Weg“

  • vonMayls Majurani
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Benji Tas übernahm Türkgücü Erding mit dem Rücken zur Wand. Nun spricht er über die Entwicklung seiner Mannschaft und den Unterschied zum großen Türkgücü-Bruder aus München.

Erding - Vor der Pandemie hat Benji Tas den damals noch punktlosen FC Türkgücü Erding als Fußball-Spielertrainer übernommen. Zwischen beiden Lockdowns holten die Türken die ersten Punkte in der Kreisklasse. Zeit für ein erstes Fazit.

Herr Tas, Türkgücü ist nicht mehr punktlos. Sind Sie zufrieden mit der bisherigen Entwicklung?

Nach der schwierigen Vorrunde war es erstmal wichtig, eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Das hat unser Vorstand gut hinbekommen. Wir haben rund 14 Neuzugänge oder Rückkehrer, alle kurz- oder langfristig für die Erste. Mit der bisherigen Entwicklung bin ich zufrieden. Einige Punktverluste waren aber trotzdem vermeidbar. Wir mussten zwischenzeitlich krankheits- oder verletzungsbedingt auf drei, vier Leistungsträger verzichten. Da fehlt dann natürlich die Qualität. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Wie sehen Sie als Trainer von Türkgücü Erding eigentlich die Entwicklung von Türkgücü München?

Die ist natürlich nicht von dieser Welt. Ich versuche alle Spiele zu verfolgen, aktuell leider nur im TV. Aber hoffentlich können wir auch bald wieder ins Stadion. Für mich als Türken ist es ein schönes Gefühl, einen Verein namens Türkgücü im Profifußball zu sehen. Man muss aber natürlich auch sagen, dass finanzielle Aspekte bei dieser Entwicklung im Vordergrund stehen. Mich persönlich stört das nicht, wer kann, der kann (lacht). Bei mir im Team hätte ich gerne Azur Velagic, der würde meine Defensivprobleme lösen.

Nochmal zurück zu den 14 Neuzugängen: Was
unterscheidet TG Erding von TG München?

Es ist nicht so leicht, einen Spieler von einem Wechsel zu Türkgücü Erding zu überzeugen. Wir hatten null Punkte und waren de facto schon abgestiegen. Da ist es nicht selbstverständlich, dass Spieler aus teils höheren Ligen diesen Schritt machen. Wir haben aber ein familiäres Verhältnis im gesamten Verein. Das überzeugt die Jungs am Ende des Tages, glaube ich. Viele der Transfers waren ja auch Rückkehrer, die die Atmosphäre bei uns vermisst haben. Fakt ist: Wir können Spieler nicht mit Geld von uns überzeugen. Aber wir sind eine junge und coole Truppe, wir bauen etwas auf, und jeder, der uns dabei helfen will und kann, ist willkommen.

(Interview: Mayls Majurani)

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