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Wer spielt wo und wann? Viele Fragen sind noch offen. Der FC Moosinning (gelbe Trikots) und der FC Schwaig (rot) hoffen, dass sie ihre Kader zusammenhalten können .

Fußball

„Was hat das noch mit der alten Saison zu tun?“

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Wechselfrist im Sommer – Zwei Bezirksligisten sind dafür, zwei dagegen

Erding – Viel Verständnis, wenig Begeisterung – so haben die Fußball-Bezirksligisten die Entscheidung des Bayerischen Fußballverbands (BFV) zur Wechselfrist-Regelung zur Kenntnis genommen. Demnach gibt es vor der Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Saison ein Wechselfenster innerhalb des Zeitraums vom 30. Juni bis 31. August – allerdings zu den Modalitäten des Winterwechsel-Fensters, „um den Vereinen ein Höchstmaß an Schutz zu bieten“, wie der BFV in einer Pressemitteilung schreibt. Das bedeutet, dass der abgebende Verein dem Spieler die Freigabe erteilen muss. Andernfalls greift eine sechsmonatige Sperre.

„Es hat mich nicht überrascht, dass die Wechselfrist kommt. In einem halben Jahr ändert sich halt viel. Deshalb ist es schon okay, dass Spieler, die etwa aus beruflichen Gründen wegziehen, weiterhin kicken können“, sagt Dorfens 2. Abteilungsleiter Bernhard Schöberl. „Ich frag mich aber schon, was das dann überhaupt noch mit der eigentlichen Saison zu tun hat.“ Der Vize des TSV hatte schon unmittelbar nach dem BFV-Beschluss, die Saison fortzusetzen, kritische Worte gefunden. „Allmählich wird die Entscheidung, die Saison in die Länge zu ziehe, zur Farce“, sagt Schöberl.

Inwieweit sich der Dorfener Kader durch diese Wechselmöglichkeit verändern wird, könne er noch nicht sagen. „Dafür ist die Entscheidung noch zu frisch. Wir haben ja noch den ganzen Monat Zeit. Stand jetzt hat sich aber noch kein Spieler unserer Ersten bei mir gemeldet“, berichtet Schöberl weiter.

Auch Rupert Lanzinger hat noch keine Personalien zu vermelden. Er werde sich dann ein Bild verschaffen, wenn das Training anläuft. „Wen jemand sich beruflich verändert, dann werden wir ihm natürlich keinen Stein in den Weg legen“, erklärt der Fußballchef des FC Moosinning. Selbst habe der FCM aber keinen Neuzugang in Aussicht.

„Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn bis zum Winter alle Wechselfristen ausgesetzt worden wären. Ich weiß aber nicht, ob das juristisch überhaupt möglich gewesen wäre“, sagt Lanzinger. Speziell bei Vertragsamateuren sei das vermutlich nicht so einfach: „Ich habe aber auch von Vereinen gelesen, die sämtliche Verträge aufgelöst haben.“

Lanzinger äußert Verständnis für den BFV. „Es ist auch für den Verband schwierig. Ich bin jetzt schon wirklich lange im Fußball, Vergleichbares gab es allerdings noch nie.“ Es wäre weniger kompliziert gewesen, vermutet er, „wenn wir einfach die Saison wiederholt hätten. Viele Gegner hätte eine solche Entscheidung wohl nicht gehabt.“

Der FC Schwaig, Moosinnings härtester Konkurrent um Platz zwei in der Bezirksliga Nord, stellt sich vor den BFV. „Wir akzeptieren die Entscheidung so wie sie ist“, betont Pressesprecher Rainer Hellinger. Es gebe immer ein Für und Wider, aber es sei wahrscheinlich die am besten umsetzbare Lösung, „die am meisten die Wünsche und Notwendigkeiten der Vereine abbildet. Wir selbst werden von der Regelung wahrscheinlich eher wenig betroffen sein.“

Lob kommt vom abstiegsgefährdeten FC Finsing. „Wenn man die Saison weiterspielt, waren die Beschlüsse des BFV nachvollziehbar und stringent“, meint Vorstandsmitglied Robert Hartmann. „Wir legen den Fokus darauf, unseren Kader zusammenzuhalten. Natürlich halten wir immer Ausschau nach jungen Talenten. Aber die Unsicherheit angesichts des weiteren Saisonverlaufs macht die Aktiven unsicher.“

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