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Wieder keine Hallenturniere in Erding?

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Von: Dieter Priglmeir

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Willi Brambring hält die Absage für unausweichlich.
Willi Brambring hält die Absage für unausweichlich. © pir

Die Kreismeisterschaften sind bereits abgesagt. Auch die meisten Fußballvereine verzichten auf ihre Turniere.

Erding – Der Fußballnachwuchs muss auch heuer auf die Hallenkreismeisterschaften verzichten. Das bestätigte gestern Willi Brambring auf Anfrage der Heimatzeitung. Die Bezirksleitung des Bayerischen Fußballverbands (BFV) habe den Kreisen freie Wahl gelassen, erklärte Brambring. Der Kreis Donau/Isar habe in seiner Tagung diese Woche einstimmig beschlossen, auf die Ausrichtung zu verzichten. „Und ich kenne auch keinen anderen Kreis, der sie durchführen wird“, sagt der Erdinger Gruppenspielleiter.

Es wären ohnehin sehr abgespeckte Meisterschaften gewesen, da der Bezirk pro Altersklasse nur ein Teilnehmerfeld von sechs statt bisher zehn Mannschaften zugelassen hätte. Damit wären die kleineren Vereine sowieso schon draußen gewesen, wie Brambring bedauert. „Dennoch hätten wir die Hallenmeisterschaften durchgezogen, die Vorarbeiten sind auch bereits gemacht.“ Aber die Entwicklung der Corona-Pandemie zwinge den Kreis, die Turniere abzusagen.

„Man kann auch keinem Verein die Ausrichtung zumuten“, erklärt Brambring. Den Zuschlag hatte der TuS Oberding erhalten, der zwar zu seinem Wort stehen und die Spiele durchführen würde, wie Brambring sagt, „aber das will niemand vom TuS verlangen“. Für die Indoor-Meisterschaften würde 2G gelten, was für den Organisator bedeuten würde: Bereiche absperren, Kontrollstationen aufbauen. Zudem würden kaum Zuschauer kommen. „Und auch wenn das nicht das Hauptargument ist, so sollen die ausrichtenden Vereine doch immer auch ein bisserl was durch den Kiosk verdienen. Auch das ist dann kaum möglich“, weiß Brambring, der allerdings auch etwas Positives zu vermelden hat. „Die Punktrunde im Freien konnten wir komplett durchspielen. Und ich gehe auch davon aus, dass wir nach Ostern wieder wie geplant weiterspielen können.“ Er zeigte sich erfreut, dass die meisten Jungkicker nach der Corona-Pause wieder zurückgekommen seien und er wieder größere Spielgruppen zusammen stellen könne (Bericht folgt). Brambring ist auch froh, dass zumindest das Indoor-Training weiterhin erlaubt ist. „Wichtig ist doch, dass die Kinder und Jugendlichen wieder zusammenkommen.“ Ihm sei aber auch klar, dass bei aller Bewegung die Krönung stets die Turniere gewesen seien – „zumindest bis zur C-Jugend“.

Außer den Kreismeisterschaften werden wohl auch so gut wie alle Turniere der einzelnen Vereine gestrichen. „In der Strogenhalle können die Abstandsregeln bei den Zuschauern nicht eingehalten werden“, erklärt etwa Ernst Halir, Fußballchef des TSV Wartenberg. Bereits vor zwei Wochen habe sich der Verein deshalb zur Absage entschlossen. Laut Jugendleiter Jens Baumbach seien zudem bis jetzt noch keine Einladungen von anderen Vereinen eingegangen.

Auch die BSG Taufkirchen wird wegen der Corona-Situation keinen Budenzauber veranstalten. „Außerdem wurde unsere Dreifach-Turnhalle abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen“, erklärt Abteilungsleiter Ferdinand Schediwy. Ähnlich ist die Situation auch bei der SpVgg Altenerding, die ihr Amadeus-Turnier allein schon wegen der Renovierungen in der Semptsporthalle nicht hätte durchführen können. „Wir hätten es aus der heutigen Situation aber mit Sicherheit abgesagt, weil es unter diesen Bedingungen einfach keinen Sinn macht, das durchzuführen“, sagt Abteilungsleiter Andreas Heilmaier.

Der TuS Oberding hätte sein eigenes Hallenturnier Mitte Februar an zwei Wochenenden. „Aktuell wissen wir noch nicht, ob wir es veranstalten werden“, sagt Abteilungsleiter Tobias Huber. Es müsse eine baldige Entscheidung her, denn die Turnierhefte müssten in den Druck gehen und Mannschaften eingeladen werden. „Ganz schwierig für uns“, meint Huber. Schließlich wäre es das 35. Hallenturnier, bei dem der Verein sich „schon etwas Besonderes“ einfallen lassen wollte. Huber sagt aber auch: „Ein Hallenturnier mit wenig Zuschauern oder auch mit Jugendlichen, die dann wegen des aktuellen 2G-Status nicht spielen dürften, wäre nicht dasselbe wie sonst.“ Huber: „Eine finale Entscheidung besprechen wir im Vorstand erst nächste Woche.“ Der Sparkassen-Cup, den der TuS ebenso hätte ausrichten sollen, ist bereits vor drei Wochen abgesagt worden.

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