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Derby-Jubel: Vergangene Saison gewann der FC Finsing (rot) 5:1 beim Landkreisrivalen FC Erding, der schließlich abgestiegen ist. Jetzt wartet Landesliga-Absteiger FC Moosinning, der sicher eine andere Hausnummer ist. 

„Begeisterung und Vorfreude auf dieses Derby gemerkt“

Zum Auftakt gleich das Lokalderby zwischen FC Finsing und FC Moosinning

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Das hat der Terminplaner hingekriegt, besser geht’s gar nicht: Zum Start in die Bezirksligasaison 2019/20 empfängt der FC Finsing an diesem Samstag um 16 Uhr den Nachbarn und Landesliga-Absteiger FC Moosinning.

VON HELMUT FINDELSBERGER

Finsing/Moosinning– „Ich hab diese Woche im Training die Begeisterung und Vorfreude auf dieses Derby gemerkt“, erzählt Finsings neuer Trainer Bernd Häfele. Er hatte seit der Terminveröffentlichung das Gefühl, „dass alle dieses Spiel zu dem Zeitpunkt auch haben wollen“. Der FCF-Coach ist „hundertprozentig überzeugt, die Mannschaft wird alles aus sich raushauen“, auch wenn man gegen den Landesliga-Absteiger Außenseiter sei.

„Als Absteiger geht man natürlich als Favorit in die Saison“ gibt FCM-Sportleiter Rupert Lanzinger zu. Und so geht er auch davon aus, „dass uns Finsing die Favoritenrolle zuschieben wird“. Dass man sozusagen als der Gejagte in die Saison gehen wird, ist auch für Moosinnings Trainer Helmut Lucksch „logisch“. Der 49-Jährige war, bevor er Mitte der vergangenen Saison in Moosinning anheuerte, überwiegend im Nachwuchs bei Unterhaching, Deisenhofen und dem TSV 1860 München tätig. Für ihn ist diese Liga ebenso Neuland, wie es zuletzt die Landesliga war.

„Im 24-Mann-Kader nur fünf Neue.“ Davon verspricht sich Lanzinger Stabilität. Dass Daniel Mömkes, vergangene Saison bester Moosinninger Torschütze, urlaubsbedingt fehlt, schmerzt ihn. Mit dem vom FC Karlsdorf (Bruchsal) gewechselten, aber aktuell erst aus dem Urlaub gekommenen Maximilian Löchner wird ein weiterer torgefährlicher Akteur fehlen, der mit Heidelsheim schon in der Landesliga Mittelbaden spielte. Der FCM wird mit einem 20 Mann starken Kader antreten, „auch wenn einige wissen, dass sie nur auf der Bank sitzen werden“, kündigt Trainer Lucksch an.

„600 bis 800 Zuschauer“ kann sich Lanzinger bei dieser Partie schon vorstellen. „Es ist schließlich ein Lokalderby.“ Und: Am 15. November 2015 hatte Finsing den FCM das letzte Mal zu Gast. Es war die Saison mit dem kurzen Gastspiel in der Bezirksliga. Finsing verlor das Rückrundenspiel daheim 1:3, nachdem bereits das Hinspiel mit 2:1 Toren an Moosinning gegangen war.

Derbyhistorie gibt es weitere. Nur vier Saisonen von 2009 bis 2013 spielte Moosinning, das Urgestein in Landes- und Bezirksliga, in der Kreisliga. Da gab es in drei Spielzeiten Derbys mit Finsing. Das allererste als Aufsteiger konnte der FCF zuhause mit 1:0 für sich entscheiden, alle weiteren fünf gingen an Moosinning.

Inzwischen hat sich Finsing im Oberhaus etabliert und geht nach den Rängen sieben und acht nun in seine dritte Bezirksliga-Spielzeit. Neun Mann sind von der Saison 2015/16 und den letzten Vergleichen mit Moosinning noch im aktuellen Kader – nur drei beim Gegner. Und Finsing kann nach drei Jahren Funkstille jetzt daran gehen, die mit nur einem Sieg, aber sieben Niederlagen recht miese Bilanz gegen den großen Nachbarn etwas zu verschönern. Und für das Unternehmen Klassenerhalt zählt jeder Punkt. Tipp: 1:1

FCF-Kader:

Lehmer, Schröder, Ascher, M. Rickhoff, C. Rickhoff, Kövener, Fl. Hölzl, Gasda, L. Hölzl, Bachmaier, Schmitt, Herrmannsdorfer, P. Forchhammer, Eberhart, Bruckbeck, Keller, Hennel, Huber, Jell, B. Obermaier, Th. Obermaier, Bluhme, Behm.

FCM-Kader:

Hornof, Strunk, Cetinkaya, Jakob, Nuredini, Mavracic, Hones, Esposito, Dekorsy, A. Auerweck, Bartl, Lechner, Lanzinger, Ibrahim, Stauf, Diranko, Th. Auerweck, Reiser, Eschbaumer, Volkmar, Werndl.

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